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Zinnowitz ist die deutsche Sonnenstadt




Leipzig (mdr) Das Ostseebad Zinnowitz auf Usedom ist der sonnenreichste Ort Deutschlands mit 1.917,5 Sonnenstunden im Jahr. In Albstadt-Onstmettingen (Baden-Württemberg) dagegen scheint die Sonne fast 900 Stunden weniger (1.096,5 Stunden/Jahr), damit ist dieser Ort auf der Schwäbischen Alb die sonnenärmste Stelle in Deutschland.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat im Auftrag des MDR-Magazins Umschau bundesweit Spitzenreiter und Schlusslichter bei Sonnenschein, Temperatur und Niederschlag im 30-jährigen Mittel aufgelistet: Den wenigsten Regen in Deutschland haben danach mit nur 399,2 Millimeter pro Quadratmeter die Atzendorfer bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Auch auf den Plätzen 2 bis 5 liegen die trockensten Orte Deutschlands in Sachsen-Anhalt (Rothenburg 432,2; Salzmünde 435,6; Angersdorf 436,7 und Quedlinburg 437,8 mm/qm). Der meiste Niederschlag bundesweit wurde im Allgäu-Skiort Balderschwang (2.450 mm/qm) gemessen.

Bundesdeutscher Spitzenreiter bei der Temperatur ist der Duisburger Ortsteil Laar mit 10,9 Grad Celsius Jahresdurchschnittstemperatur. Die Zugspitze mit eisigen -4,8 °C im meteorologischen 30-Jahres-Zeitraum ist der mit Abstand kälteste Ort in Deutschland.

Die Klimadaten bezogen auf die mitteldeutsche Region ergeben folgendes Bild: Den meisten Regen verzeichnet die Messstation auf dem Brocken mit 1.814,1 Millimeter pro Quadratmeter. Die sonnenreichste Stadt in Mitteldeutschland ist Görlitz mit 1.649,1 Stunden pro Jahr. Am wenigsten Sonne bekommen die Bad Lauchstädter ab (1.346,3 Stunden/Jahr), dafür liegt das Städtchen bei der Durchschnitts-Temperatur mit 8,9 Grad auf den vorderen Plätzen. Am wärmsten ist es in Bitterfeld und in Leuna mit jeweiles 10,0 Grad Celsius im Durchschnitt.

Das liegt nach Angaben des ARD-Wetterexperten Jörg Kachelmann aber vor allem daran, dass durch die hohe Industrialisierung im so genannten Chemiedreieck früher "viel Rauch in der Luft war und es in der Nacht kaum abkühlen konnte." Das habe sich zwar in den vergangenen Jahren verändert, aber dennoch bleibe "die Tieflandbucht um Halle und Leipzig das wärmste, was man im Osten kriegen kann", so Kachelmann in der Umschau. Die durchschnittlich kältesten Orte in Mitteldeutschland sind bei einer mittleren Temperatur von 2,9 Grad Celsius Brocken (Harz) und Fichtelberg (Westerzgebirge).

Diese Meldung ist bei genauer Angabe der Quelle sofort frei!MDR-Magazin UmschauDienstag, 14.06.05, 20:15 Uhr, im MDR-Fernsehen

MDR FERNSEHENRedaktion Wirtschaft/VerbraucherKantstr. 71-7304275 LeipzigTelefon: 0341-300-4508Telefax: 0341-300-4542 mailto:umschaumdr.de

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13.06.2005 - 20:26 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 631 X

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