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MDR erstattet Strafanzeige gegen Unbekannt




Leipzig, 11.07.2005 - Am vergangenen Freitag Abend hatte eine durch die Saechsische Zeitung verursachte und spaeter von ihr zurueckgezogene Falschmeldung fuer erheblichen Wirbel gesorgt. Die Zeitung hatte vorab faelschlicherweise berichtet, dass im Fall des vorlaeufig suspendierten Sportchefs Wilfried Mohren auch die Bueros des Fernsehdirektors und des Chefredakteurs in der Leipziger MDR-Zentrale durchsucht worden seien. In der Folge dieser Meldung, die von zwei Nachrichtenagenturen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt ueberprueft und trotzdem verbreitet wurde ("Schmiergeld-Affaere um ARD-Mitarbeiter weitet sich aus"), ist dem MDR ein erheblicher Schaden entstanden. So verbreitet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter der Ueberschrift "Korruption - Abkassiert und abserviert" noch einmal die zurueckgezogene Falschmeldung als Beleg fuer "Chaos und angespannte Nerven" im MDR und gelangt zu dem Fazit: "Der chaotische Freitag dokumentierte, dass ein Ende des Schmiergeldskandals noch lange nicht in Sicht ist."

Als Konsequenz wird der MDR juristische Schritte gegen die Verbreitung dieser Falschmeldung einleiten und sich damit auch gegen unserioese Berichterstattung wehren, wenn diese den Sender oder unbeteiligte leitende Mitarbeiter in Misskredit bringt. Dazu gehoert, dass der MDR unverzueglich Strafanzeige gegen Unbekannt stellt, presserechtliche Schritte und Schadensersatzansprueche prueft. "Wir erleben derzeit jeden Tag, dass wir mit angeblichen anonymen Anzeigen und vermeintlichen Ermittlungsergebnissen konfrontiert werden. Geruechte wabern, Falschmeldungen werden verbreitet, nachweisbare Fakten sind duenn - aber geschrieben wird viel", so MDR-Unternehmenssprecher Eric Markuse. Es sei unertraeglich, staendig von neuen Enthuellungen zu lesen oder von moeglichen Verwicklungen anderer Mitarbeiter, ohne dass vernuenftig recherchiert oder der Wahrheitsgehalt ueberprueft worden sei. Der MDR werde deshalb Akteneinsicht beantragen, um sich selbst ein Bild vom Stand der Ermittlungen zu machen.

Bis heute Nachmittag (17 Uhr) konnte der Sender trotz intensiver Bemuehungen nicht herausfinden, ob und gegen welche leitende Mitarbeiter tatsaechlich eine anonyme Anzeige vorliegt. Diese Anzeige hatte die entsprechende Falschmeldung und auch neue Spekulationen ausgeloest. Es wird vom MDR nicht ausgeschlossen, dass sie allein den Zweck verfolgte, eine diffuse Berichterstattung ueber eine angebliche Ausweitung des Korruptionsskandals loszutreten.

zum Artikel bei MDR.DE: http://www.mdr.de/presse/unternehmen/2043753.html



Quelle: MDR / pressrelations.de

12.07.2005 - 17:18 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 142 X

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