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Porsche: Vom Volkswagen zum Volksschlepper




Die Geschichte der Porsche-Traktoren auf DVD

Kempten, Juni 2005. Im Jahr 1937 erteilte Adolf Hitler den Auftrag an Dr. Ing. h.c. Ferdinand Porsche, einen Volksschlepper zu entwickeln. Wie auch der Volkswagen sollte der Volksschlepper preiswert und leicht bedienbar sein und so die "Traktorisierung" der deutschen Bauern vorantreiben. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte dieses Vorhaben. Von da an entwickelte Porsche auf eigene Faust 16 Jahre lang Traktoren. Insgesamt wurden 120.000 Schlepper produziert.

Den Namen Porsche verbindet man unweigerlich mit schnellen Sportwagen. Kaum jemand weiß dagegen, dass Ferdinand Porsche in den 40ern und 50ern auch erfolgreich Traktoren entwickelte. Den ersten Prototyp nimmt 1949 die Firma Allgaier als Lizenznehmer in Serie. In den folgenden Jahren entstehen daraus der AP 17, der größere AP 22 und die Reihe der A 111 bis A 144.

Gerhard Lackner aus Österreich, Besitzer des einzigen Porsche-Schlepper-Museums der Welt, stellt im Film seine schönsten Schlepper vor und weiß zu allen eine Geschichte zu erzählen: "Vom AP 17 sind in der DLG-Ausstellung mindestens 5.000 Stück pro Woche verkauft worden," berichtet er. "Die anderen Anbieter mussten mit dem Preis runter gehen, damit sie überhaupt einen Traktor verkaufen konnten!"

Der auf der DLG-Messe propagierte Verkaufspreis von 4.450 Mark ist kaum zu halten. Die Rohstoffkosten für Aluminium steigen drastisch an. Der Preis wird nachträglich um einige hundert Euro angehoben. Dies verärgert viele Landwirte und sie treten vom Kauf zurück. Zusätzlich werden Reklamationen angeführt. Gewinne fährt der AP 17 nicht ein, aber das Unternehmen etabliert sich mit diesem Schlepperkonzept im Traktorenmarkt.

Ein besonderes Glanzlicht der Firma Porsche stellt der Plantagenschlepper P 312 dar. Dieser ist eine Abwandlung des AP 17 und wurde speziell für den Einsatz in den Kaffeeplantagen Brasiliens entwickelt, um neue Absatzmärkte zu erschließen.

1955 läuft der 50.000ste Allgaier-Schlepper vom Band. Trotzdem verkauft Allgaier die Sparte Schlepperbau für 28 Millionen Mark an den Mannesmann-Konzern. Unter dem Betriebszweig Porsche Diesel GmbH wird schnell eine moderne und kostengünstige Produktion aufgebaut. In wenigen Jahren ist das Unternehmen auf Platz zwei der Verkaufsstatistik.

Als einige Jahre später anvisierte Geschäftsziele nicht mehr erreicht werden, verliert Mannesmann das Interesse an der Porsche Diesel GmbH. 1963 verlässt der letzte Schlepper mit dem Namen Porsche das Werk. Insgesamt wurden fast 120.000 Traktoren produziert.

Der Film zeigt historische Aufnahmen der Allgaier Schlepper "System Porsche". Auch die erfolgreichen Traktoren der Porsche Diesel GmbH sind auf dem Testgelände der Firma im Einsatz zu sehen. Durch den Film führt Gerhard Lackner. Er stellt seine schönsten Schlepper vor und erklärt deren technische Besonderheiten. "Dieser Junior S war vor 20 Jahren noch im Einsatz in Tettnang [...] im Hopfenbau. Mit 87 cm hat er eine sehr schmale Spurbreite. Mittlerweile hab ich ihn restauriert und jetzt nach langem Stehen muss ich Luft aufpumpen, damit wir wieder mal eine kleine Runde fahren können."

Produziert wurde der Film von der Agentur für Agrarkommunikation w|k|&|f aus Kempten in Kooperation mit dem Historischen Filmservice aus Hamburg. Der ca. 50-minütige Film ist als DVD oder VHS-Video erhältlich und kostet 24,80 Euro. Beide sind unter der Telephonnummer 0831-6972480 oder im Internet unter www.AgrarVideo.de zu beziehen.

Wir sind auf der AgriTechnica in Halle 8, Stand D 02 für Sie da!

Für Interviews und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Über eine redaktionelle Berücksichtigung freuen wir uns, gerne schicken wir Ihnen ein Rezensionsexemplar zu.

Pressedienst: Kerstin Riedelw|k|&|f KOMMUNIKATIONBodmanstraße 487435 KemptenTel: 0831/69724814 Fax: 0831/69724810 www.agrarvideo.de

10.06.2005 - 16:04 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 915 X