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Kanzlerin Merkel ist im Web ein Flopp


(dtd). Eine Studie über die Inhalte der Webseite der deutschen Bundeskanzlerin zeigt, dass nur rund die Hälfte der Themen für die deutschen Internetnutzer von Interesse sind. Bundesregierung, Union, Botschaften und auch der Bundestag liegen als digitale Themen voll im Trend, nach der Bundeskanzlerin sucht aber kaum jemand. Die Untersuchung vergleicht die Inhalte von www.bundeskanzlerin.de mit den am häufigsten gesuchten Themen verschiedener Suchmaschinen.



Das Institut für angewandte Argumentenforschung IFAA in Bern misst seit 2001 Inhalte von Webseiten. Anhand von Studien wird aufgezeigt, wie die Betreiber von Webseiten sich der Welt offenbaren und ob die digitale Welt sich überhaupt für deren Offenbarung interessiert. Als prominentes Beispiel haben die Argumentenforscher aus der Schweiz Ende September erstmals die Webseite der deutschen Bundeskanzlerin unter die Lupe genommen.



Die Untersuchung zeigt, dass man für die Internet-Kommunikation der Kanzlerin nicht überall das glücklichste Händchen gehabt hat. So bietet die Webseite zum Beispiel eine Rubrik mit den Reden von Frau Merkel an. Dieses Kapitel weist aber so gut wie keine Nachfrage im Web auf. Ähnlich sieht es bei den Informationen über die Institutionen aus. Das Kanzleramt lässt sich ausführlich zu allen möglichen Institutionen aus - danach sucht aber kaum je ein Bürger oder eine Bürgerin. Allenfalls werden unter den Institutionen vor allem Botschaften gesucht, Informationen über die Bundesregierung oder über die Union selber.



Interessant an der Studie ist die Kategorie Geografie: Der angebotene Themenbereich zu "China" geniesst auf der Webseite einen höheren Stellenwert als beispielsweise "Berlin". Dies obwohl die Nachfrage bei Suchmaschinen nach "Berlin" im deutschsprachigen Raum um einiges grösser ist als diejenige für "China".



Die Messung der Internet-Adresse www.bundeskanzlerin.de hat ergeben, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Webseite wenig über dem Durchschnitt aller im letzten Jahr gemessenen eGovernment-Portale liegt. Vergleicht man allerdings zwischen Angebot und inhaltlicher Nachfrage bei 15 verschiedenen Suchmaschinen, dann schneidet der Bundeskanzlerin-Webauftritt insgesamt weit unter den besten Homepages ab.

14.07.2007 - 17:03 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 214 X