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Greenpeace: RWE will Klimazerstoerung anhuebschen




Imagekampagne soll RWE als umweltfreundlichen Energieversorger praesentieren

Hamburg, 28.10.2005 - Greenpeace kritisiert die heute von RWE angekuendigte Werbekampagne "Kein Wohlstand ohne Wachstum..." als Volksverdummung. "Europas groesster Kohlekonzern versucht damit, dem geplanten Neubau mehrerer riesiger Braunkohlekraftwerke ein gruenes Maentelchen umzulegen, um einem moeglichen Imageschaden in der Oeffentlichkeit vorzubeugen", erklaert Dr. Gabriela von Goerne, Klima-Expertin von Greenpeace dazu heute in Hamburg. RWE drueckt mit der neuen Werbekampagne den Wunsch aus, in der Gesellschaft als verantwortungsvolles und nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen angesehen zu werden, tut aber das Gegenteil.

"Die Ankuendigung fuer den Bau neuer Braunkohlekraftwerke und nachhaltiges Wirtschaften passen nicht zusammen," so von Goerne weiter. "Da hilft auch keine Werbekampagne. RWE muss sich entscheiden, ob sie Deutschlands groesster Klimakiller bleiben wollen oder ob sie tatsaechlich umdenken und die anstehenden Milliardeninvestionen in effiziente und weniger klimaschaedliche Energietechnologien investieren"

Allein das von RWE-Chef Harry Roels angekuendigte umstrittene Braunkohle-Kraftwerk bei Neurath wuerde das Klima mit ueber 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aufheizen. Zusammen mit dem alten Kraftwerk in Neurath wuerden dann jaehrlich ueber 30 Millionen des Treibhausgases in die Luft gepustet. Das entspricht in etwa dem Kohlendioxidausstoss von Neuseeland. Aber nicht nur aufgrund der voranschreitenden Klimazerstoerung waere der Neubau vom Kraftwerk Neurath ein schweres Erbe fuer kuenftige Generationen. Auch die Auswirkungen auf die Arbeitsplaetze waeren schlecht.

In dem neuen Kraftwerk entstuenden lediglich 220 neue Arbeitsplaetze. Ein Alternativ-Konzept von Greenpeace rechnet vor, dass mit einer Kombination aus Erneuerbaren Energien, moderner Erdgastechnik und Energieeffizienz fast 1500 neue Arbeitsplaetze entstehen koennten. Dieses alternative Kraftwerksnetz liefert die gleiche Menge Strom und spart im direkten Vergleich bis zu 93 Prozent klimaschaedliche Kohlendioxid-Abgase. In der Studie "2000 Megawatt - sauber!" die das Aachener Ingenieurbuero "EUtech Energie und Management GmbH" fuer Greenpeace gerechnet hat, wird sogar dargelegt, dass das Alternativ-Konzept fuer RWE keine hoehere Investitionssumme bedeuten wuerde.

"Braunkohlekraftwerke sind die klimaschaedlichsten Kraftwerke der Welt, selbst wenn sie mit moderner Anlagentechnik ausgeruestet werden", so von Goerne. Auch bei den neuen Anlagen wuerde immer noch ueber die Haelfte der Energie ungenutzt verpuffen. "Entweder, RWE nimmt endlich Abstand von seinen Neurath-Plaenen und investiert das Geld lieber in klimafreundliche Energietraeger, oder sie muessen sich damit abfinden, in der Oeffentlichkeit als Klimakiller wahr- genommen zu werden."



Quelle: GREENPEACE / pressrelations.de

29.10.2005 - 10:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 897 X

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