Walter-Hallstein-Preis für Jean-Claude Juncker
Der Walter-Hallstein-Preis würdigt Persönlichkeiten, die die Europäische Union als Friedensordnung vorangebracht haben.
Dresdner Bank AG - Frankfurt am Main, 4. November 2005
Der Luxemburger Premierminister Jean-Claude Juncker ist heute in Frankfurt für seine Verdienste um den europäischen Einigungsprozess mit dem Walter-Hallstein-Preis ausgezeichnet worden.
Juncker, der "Architekt der Wirtschafts- und Währungsunion", habe "durch sein Verhandlungsgeschick so manche Einigung auf EU-Ebene zustande gebracht", begründeten die drei Initiatoren des Preises, die Stadt Frankfurt am Main, die Johann Wolfgang Goethe-Universität sowie die Dresdner Bank, die Ehrung.
"Beeindruckender Europäer"
Bei der Preisverleihung nannte Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter den Luxemburger Premierminister, der auch Vorsitzender der Finanzminister der Euro-Länder ist, einen "beeindruckenden Europäer und einen erfolgreichen Europapolitiker". Juncker habe während seiner Ratspräsidentschaft unter Beweis gestellt, dass er nicht davor zurückschrecke, "dicke europapolitische Bretter zu bohren".
Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth wies darauf hin, dass Juncker schon bei der schwierigen Geburt der europäischen Gemeinschaftswährung und später als Vorsitzender der Euro-Gruppe maßgeblich dazu beigetragen habe, "dass der Euro zur Erfolgsstory wurde."
Nach dem ehemaligen EU-Kommissar Lord Ralf Dahrendorf, dem früheren Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs, Gil Carlos RodrÃguez Iglesias, und dem kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, ist Juncker der vierte Träger der mit 20.000 Euro dotierten Ehrung. Mit dem Walter-Hallstein-Preis werden Persönlichkeiten gewürdigt, die die Europäische Union als Friedensordnung vorangebracht haben. Benannt ist der Preis nach dem ersten gewählten Nachkriegsrektor der Universität Frankfurt und ersten Präsidenten der Europäischen Kommission.
Attraktivität der EU ungebrochen
Dresdner-Bank-Chef Walter sagte, dass die Attraktivität der EU trotz der aktuellen Schwierigkeiten ungebrochen sei. Dies zeigten die Eingliederung der ehemaligen Ostblockländer und der Wunsch nicht nur der Türkei, voll zur EU zu gehören. Der Euro werde auf den Welt-Finanzmärkten immer wichtiger. In den Ländern der EU seien in den vergangenen zehn Jahren mehr als 15 Millionen neue Jobs geschaffen worden. Zudem sei die EU mit Abstand weltgrößter Exporteur.
"Die objektive Lage in der EU ist also besser als die Stimmung in vielen Ländern", betonte Walter. Die unbestrittenen Erfolge der EU müssten mehr herausgestellt werden. Dies könnte nach Ansicht Walters eine große Motivationshilfe sein und die reale Gefahr eines Rückfalls in die "Politik des nationalen Egoismus" bannen.
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Quelle: ALLIANZ / pressrelations.de
04.11.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 86 X