Wesentliche Anstöße zur Verbesserung des Klimaschutzes
Münchener Professor Ulrich Schumann wird mit dem 30. Aachener und Münchener Preis für Technik und angewandte Naturwissenschaften ausgezeichnet
Aachen, den 29. Juni 2005 - Professor Ulrich Schumann, München, erhält am 29. Juni 2005 in Aachen den mit 30.000 Euro dotierten Aachener und Münchener Preis für Technik und angewandte Naturwissenschaften. Mit dieser Auszeichnung wird Schumann für seine zukunftsweisenden Arbeiten zur Turbulenzmodellierung und deren Anwendung auf die atmosphärische Schadstoffausbreitung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Luftverkehr, geehrt.
Ulrich Schumann (60) studierte Maschinenbau in Berlin und promovierte im Fach Strömungsmechanik an der Universität Karlsruhe, wo er 1978 auch habilitierte. 1982 wurde Schumann als Direktor an das Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen berufen. Darüber hinaus lehrt er Theoretische Meteorologie an der Fakultät für Physik der Universität München.
Im Zentrum der wissenschaftlichen Tätigkeit von Schumann stehen Studien über Auswirkungen des Luftverkehrs auf die Atmosphäre und damit auf die Umwelt. Seine Arbeiten lieferten wesentliche Anstöße für die Verbesserung des Klimaschutzes im Allgemeinen und die Entwicklung neuartiger und schadstoffarmer Flugzeugtriebwerke im Besonderen.
Schumann hat mit einer Serie von Forschungsprojekten international führend dazu beigetragen, dass heute der Effekt der Emissionen des Luftverkehrs auf die Zusammensetzung, Bewölkung und das Klima der Atmosphäre mit einer Genauigkeit bekannt ist, die eine sachliche Bewertung der Umwelt-Auswirkungen und möglicher Maßnahmen zur weiteren Begrenzung der Auswirkungen bei wachsendem Luftverkehr ermöglicht. Er hat damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur dauerhaften Weiterentwicklung der Luftfahrt geleistet.
Die von Schumann seit seiner Dissertation entwickelten numerischen Methoden zur Berechnung turbulenter Strömungen haben sich heute in der Praxis vielfach bewährt.
Der Aachener und Münchener Preis für Technik und angewandte Naturwissenschaften wird in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben. Er wird verliehen für hervorragende Leistungen, die das Wissen und Können auf dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften und deren Grundlagen entscheidend mehren. Seine Dotierung erfolgt aus den Zinsen des Stiftungskapitals der Dr. Carl-Arthur Pastor-Stiftung in Höhe von rund 500.000,- Euro. Stifterin ist die AMB Generali Holding AG, Aachen. Für die Auswahl der Preisträger hat der Vorstand der Stiftung ein unabhängiges Kuratorium berufen, das aus je drei Professoren der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen sowie der Technischen Universität München besteht. Auf die Nominierung der Preisträger nimmt die Stifterin keinen Einfluss.
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Quelle: AMB GENERALI / pressrelations.de
29.06.2005 - 14:43 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 830 X
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