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Ohne Landwirtschaft ist in Thüringen kein Staat zu machen




"Unsere Kinder sind die Verbraucher von morgen. Sie bestimmen in einem erheblichen Maße mit, wie die gesellschaftliche Diskussion zum Thema Landwirtschaft’ über das Wofür und Wohin in der Zukunft geführt wird. Es ist deshalb wichtig, dass gerade die Kinder und die Jugendlichen für das Thema Landwirtschaft’ sensibilisiert werden, um so Vorurteile abzubauen", erklärt der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, anlässlich der 6. Niederpöllnitzer Agrarfesttage am Samstag in Niederpöllnitz (Saale-Holzland-Kreis).

Der direkte Kontakt zum lebenden Tier oder der landwirtschaftlichen Nutzpflanze spielt gerade für Kinder eine große Rolle. Nur so gelingt es, ihnen die Zusammenhänge bei Pflanzen und Tieren begreifbar zu machen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Agrarfestes ist für Minister Dr. Sklenar der Kontakt zwischen Nichtlandwirten und Landwirten. "Nur so ist es möglich, der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung zu vermitteln, welche Leistungen unsere Landwirte erbringen, aber auch welche Sorgen, Ängste und Nöte sie haben. Dieser direkte Kontakt ist aus meiner Sicht ganz entscheidend", so der Minister.

Die Thüringer Landwirte haben im vergangenen Jahr eine sehr gute Ernte eingefahren. So lag der Getreideertrag in Thüringen bei 73,6 dt/ha. Negative Konsequenz des hohen Angebotes an den Märkten aufgrund der hervorragenden Getreideernte 2004 war jedoch beispielsweise ein Preissturz unter 10 Euro/dt. Das heißt, die Landwirte können von den guten Erträgen bezüglich ihrer Einkommen nicht in gleichem Maße profitieren.

Dies zeigt sich auch am Niveau der Löhne in der Thüringer Land- und Forstwirtschaft gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen. Beim Vergleich der Bruttolöhne und gehälter zeigt sich, dass im Agrarsektor nur 74 % des Niveaus der Thüringer Wirtschaft und 59 % der deutschen Wirtschaft erreicht wird.

"Die heutigen 6. Niederpöllnitzer Agrartage sollten uns auch daran erinnern, dass das Wirken unserer Bauern letztendlich Lebensqualität schafft und sichert. Lebensqualität, von der wir alle profitieren. Denn unsere Landwirte produzieren nicht nur gesunde, qualitätsgerechte Nahrungsmittel, sondern sie erhalten unsere Kulturlandschaft, stellen nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung und sichern mit ihrer Tätigkeit auch viele Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich", betont Dr. Sklenar.



Katrin Trommer-HuckaufPressesprecherinBeethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930 · Fax: (03 61) 37-99 939 E-Mail: pressestelletmlnu.thueringen.de Internet: www.thueringen.de/tmlnu



13.06.2005 - 10:27 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 487 X