AllianzGI: Enormes Potenzial der Pensionsmärkte in Asien
Eine neue Studie von Allianz Global Investors prognostiziert für die nächsten 10 Jahre ein enormes Potenzial der Pensionsmärkte in der asiatisch-pazifischen Region. Im gleichen Zeitraum werden sich die westeuropäischen Pensionsmärkte mehr als verdoppeln.
Allianz Global InvestorsLondon, 1. Juli 2005
Wesentliche Ergebnisse:
Der Pensionsmarkt in der asiatisch-pazifischen Region wird von 1,1 Billionen Euro in 2004 auf 2,9 Billionen Euro in 2015 wachsen.
Auf Australien, einen der größten Pensionsmärkte der Welt, wird ca. 60 Prozent des Gesamtwachstums entfallen. Die höchsten Wachstumsraten sind für die bevölkerungsreichen Länder China und Indien zu erwarten. Die westeuropäischen Pensionsmärkte werden voraussichtlich von 7,4 Billionen Euro in 2004 auf 16,4 Billionen Euro wachsen. Die Einführung umfassender Reformen in der Altersvorsorge eröffnet den Pensionsmärkten in der Region Asien-Pazifik ein enormes Potenzial. Allianz Global Investors hat eine neue Studie zu den Altersvorsorgemärkten in der asiatisch-pazifischen Region veröffentlicht. Die Studie aus der von Allianz Global Investors regelmäßig publizierten Reihe zu internationalen Altersvorsorgemärkten befasst sich mit den künftigen Entwicklungen und Wachstumsaussichten in den Altersvorsorge-Systemen in dieser Weltregion. Es werden die Maßnahmen untersucht, die in den einzelnen Ländern der Region bereits eingeführt wurden, um einem größeren Teil der Bevölkerung eine verlässliche Rentenzusage zu geben und sie mit einem ausreichenden Alterseinkommen auszustatten. Ziel dieser Schritte ist es, Altersarmut zu vermeiden.
Im Mai 2005 hatte Allianz Global Investors bereits eine aktualisierte Studie zu den westeuropäischen Pensionsmärkten veröffentlicht, die das erwartete starke Wachstumspotenzial in dieser Region bestätigte.
Asien steht vor demographischen Veränderungen
Asien steht vor noch dramatischeren demographischen Veränderungen als Westeuropa. Der Alterskoeffizient, also die Quote der über 65-Jährigen in Relation zu den 15-64-Jährigen, wird sich in Asien von derzeit rund 10 Prozent bis zum Jahr 2050 auf 27 Prozent nahezu verdreifachen; in einigen Ländern wird sich dieser Koeffizient auf fast 70 Prozent erhöhen. In den 15 Kernländern Europas wird sich diese Kennziffer bis dahin auf knapp 50 Prozent fast verdoppeln. Die traditionelle Unterstützung durch die Familien, die in vielen Ländern Asiens bis vor kurzem die wichtigste Säule der Altersvorsorge war, wird durch diese Entwicklung überfordert. Umfassende staatliche Altersvorsorgesysteme, wie sie in Europa bereits seit langem bestehen, sind in Asien die Ausnahme. Die Regierungen in Asien versuchen den Fehler Westeuropas zu vermeiden, umfassende Rentenreformen zu lange hinauszuzögern. Sie beginnen deshalb frühzeitig, kapitalgedeckte Systeme einzuführen, die finanziell solide und tragfähig sind. Während die westeuropäischen Länder vor der Herausforderung stehen, die zu großzügige staatliche Altersversorgung zurückzufahren, müssen die Regierungen in Asien für ihre Bevölkerungen überhaupt erst Altersvorsorgesysteme aufbauen.
Kapitalgedeckte Rentensysteme
Dabei überspringt Asien die umfassenden umlagefinanzierten staatlichen Rentensysteme Westeuropas und führt gleich kapitalgedeckte Rentensysteme ein - entweder auf freiwilliger oder auf obligatorischer Basis. Wie der globale Allianz-Reformdruck-Indikator deutlich zeigt, befinden sich die Länder der Region Asien-Pazifik in sehr unterschiedlichen Phasen der Entwicklung ihrer Altersvorsorgesysteme. An der Spitze – unmittelbar nach Irland – findet sich das von Experten als vorbildlich bezeichnete australische Rentensystem, das die gesamte Bevölkerung mit hinreichenden Alterseinkünften ausstattet, und das langfristig solide finanziert ist. Am unteren Ende der Skala steht Indien, wo derzeit lediglich 9 Prozent der arbeitenden Bevölkerung eine Pensionszusage haben; aber auch Indien hat gerade eine Rentenreform auf den Weg gebracht.
Wachstumspotenzial in China und Indien
Mit einem Anteil von nahezu 90 Prozent dominieren Japan und Australien derzeit die Pensionsmärkte in der asiatisch-pazifischen Region. Mit einer erwarteten Wachstumsrate von durchschnittlich 12 Prozent bis 2015 wird die Bedeutung des australischen Altersvorsorgemarktes noch weiter zunehmen, und zwar von heute 36 Prozent auf 50 Prozent der gesamten Pension Assets under Management in der Region. Japan, mit 593 Milliarden Euro Assets under Management in 2004 der größte Pensionsmarkt der Region, wird in den nächsten 10 Jahren kaum noch wachsen können, weil es als erstes Land bereits ab 2007 mit einem Rückgang seiner Bevölkerungszahl rechnen muss. Die bevölkerungsreichsten Länder der Region, China und Indien, bieten hingegen ein höchst interessantes Wachstumspotenzial.
Professionelles Asset Management wichtig
Auf Grund der weltweit größer werdenden Rentenlücke wird professionelles Asset Management für Ruhestandsgelder weiter an Bedeutung gewinnen. Die künftige Höhe der Renten sowie auch die Finanzierungskosten des gesamten Systems hängen maßgeblich von der erzielten Rendite der Kapitalanlagen und damit von der Qualität der Anlageberatung ab. Gesetzliche Anlagevorschriften sollten die Prozesse zur Optimierung der Kapitalanlage verbessern, nicht behindern. Kompetente Investmentlösungen können dazu beitragen, dass die Auswirkungen der Rentenlücke und das globale Problem unzureichend gedeckter Rentensysteme gemildert werden.
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.
Kontakt für Presse Dr. Guenter KastAllianz Global InvestorsFon:+49.89.1220-7705 > E-Mail senden
Quelle: ALLIANZ / pressrelations.de
04.07.2005 - 13:36 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 252 X
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