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EU-Krise weckt Ostfantasien




Die Finanzmärkte zeigen sich von der Finanz- und Verfassungskrise der Europäischen Union unbeeindruckt, und für die neuen EU-Nachbarn in Zentral- und Osteuropa sehen Anlageexperten der Allianz in Österreich dadurch sogar zusätzliche Chancen.

Allianz Gruppe in OesterreichWien, 7. Juli 2005 - Die Finanz- und Verfassungskrise der Europäischen Union (EU) konnte den Steigflug der Kapitalmärkte im zweiten Quartal ebenso wenig bremsen wie der historische Höchststand des Ölpreises. "Die Wirtschaft ist derzeit viel stärker als ihr Ruf", sagte der Chief Investment Officer der Allianz in Österreich, Martin Bruckner, am Donnerstag vor Journalisten, "denn trotz des hohen Ölpreises läuft der Wirtschaftsmotor recht ruhig."

Dies zeige die gesunkene Abhängigkeit der Wirtschaft vom Rohölpreis, so Bruckner, der den eigentlichen Flaschenhals bei der Ölversorgung weniger bei der Förderung, als viel mehr bei dem über Jahre vernachlässigten Ausbau der Raffineriekapazitäten sieht.

Für die zweite Jahreshälfte 2005 rechnen die Anlageexperten der österreichischen Allianz Gruppe mit weiteren Kursanstiegen. "Es ist sehr viel Liquidität im Markt", erklärte Bruckner.

In Europa helfe der Rückgang des Euro der exportlastigen Wirtschaft. In der aktuellen Asset Allocation werde die Übergewichtung des Aktienanteils kurzfristig aus Trading-Überlegungen etwas zurückgefahren, der Anteil von Renten aus den osteuropäischen Konvergenzländern bleibe unverändert hoch.

Mittel- und Osteuropa attraktiv

Die neuen EU-Nachbarländer in Zentral- und Osteuropa zeigen durch fallende Inflationsraten ein weiterhin sinkendes Zinsniveau und profitieren nach Einschätzung der Allianz Experten sogar von der EU-Verfassungskrise. Damit bewahren sie sich länger ihre geldpolitische Flexibilität zur Unterstützung ihrer Wirtschaftspolitik und haben nun realistischere Zeiträume für die Erreichung der Maastricht-Ziele.

"Lieber ordentlich, als schnell und übereilt", kommentierte Martin Maier, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG, diese neue Situation. Schon bisher hätten Ost-Renten durch die höhere Nominalverzinsung eine attraktive Alternative zu den niedrigen Zinsen in Euroland dargestellt: "Im Gegensatz zu Kerneuropa zeigen die Fundamentaldaten dieser Länder einen anhaltend positiven Trend, der sich auch in kontinuierlichen Rating-Verbesserungen äußert", so Maier.

Regierungswechsel ändern wenig

Auch die im September in Polen und nächstes Jahr in Ungarn und Tschechien anstehenden Parlamentswahlen sollten daran kaum etwas ändern. "Reformen sind oft unpopulär, und die Halbwertszeit von Regierungen in Osteuropa ist dadurch recht niedrig", so Maier.

Doch die Erfahrung zeige, dass die grundsätzliche Ausrichtung der Regierungsprogramme weitgehend unabhängig vom Wahlausgang sei und damit kaum Einfluss auf die Konvergenz und das Börsengeschehen habe.

Die Allianz in Österreich bietet ihren Kunden den Allianz Invest Osteuropa Rentenfonds an. Er veranlagt in fest- und variabel verzinslichen Anleihen Zentral- und Osteuropas und erzielte seit der Erstauflage im Jahr 1999 eine Wertentwicklung von durchschnittlich plus 9,84 Prozent pro Jahr.

Mehr Informationen zum Thema> www.allianz.at > Mittel- und Osteuropa auf dem Weg zum Euro > Lohnt sich für Privatanleger ein Investment in Osteuropa



Quelle: ALLIANZ / pressrelations.de

07.07.2005 - 17:07 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 481 X