anzeige [x]
Seite wird geladen ... Bitte warten

es wird in 60000 Artikel gesucht

 PM online: 59.902
 Redakteure registriert: 3.211
 Gesamtreichweite (Aufrufe Meldungen): 12.896.979

Ersatzkassen: Kopfprämienmodell der CDU/CSU belastet Familien




Finanzierung ungeklärt

Familien und Bezieher niedriger Einkommen würden nach dem alten Kopfprämienmodell der CDU/CSU stärker belastet als in dem heute umlagefinanzierten GKV-System, während Singles entlastet würden. Darauf wies Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende der Ersatzkassenverbände VdAK/AEV nach Bekanntwerden des CDU/CSU-Wahlprogramms hin. Dieses sieht weiterhin die Einführung einer Kopfprämie zur Finanzierung der Krankheitskosten vor.

Bislang sah das CDU/CSU-Konzept eine persönliche Gesundheitsprämie von max. 109 Euro, einen festgeschriebenen Arbeitgeberbeitrag von 6,5 Prozent und eine Finanzierung der Krankheitskosten von Kindern über die Steuern vor. Pfeiffer erläuterte: "Zum einen müssten auch heute mitversicherte Ehefrauen eine Prämie zahlen". Darüber hinaus grenze das CDU/CSU-Modell die Leistungen für Zahnersatz, Krankengeld und weitere Satzungsleistungen aus, so dass hier private (alters- und risikoabhängige) Prämien notwendig würden, die natürlich für eine vierköpfige Familie höher ausfielen als für einen Single.

Bevor das solidarische GKV-System auf"s Spiel gesetzt würde, sollte man sich deutlich Klarheit über die Verteilungswirkungen des Kopfprämienmodells verschaffen, so Pfeiffer. Die Grundprinzipien der GKV "Beiträge nach finanzieller Leistungsfähigkeit, Leistungen nach Bedarf und beitragsfreie Mitversicherung der Familienmitglieder" hätten sich bewährt. Pfeiffer forderte statt dessen eine Ausweitung des versicherten Personenkreises durch Aufhebung der Versicherungsspflichtgrenze. "Die GKV sollte eine klare Arbeitnehmer-Pflichtversicherung sein". Da durch würde die Finanzkraft der GKV gestärkt und Abwanderung in Richtung PKV verhindert.

Finanzierung des Kopfprämienmodells nach wie vor völlig offen

Auch die Finanzierung der Kopfpauschale über Steuern und Arbeitgeberanteile sei nach wie vor völlig offen, erklärte Pfeiffer. Die Mehreinnahmen aus der geplanten Mehrwertsteuererhöhung von 0,2 Prozentpunkten seien bereits durch die Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung verplant, betonte Pfeiffer. Zur Zeit sei nicht klar, "woher das Geld sonst kommen soll". Bliebe es bei dem ursprünglichen Konzept der CDU/CSU, fehlen insgesamt 16 bis 23 Mrd. Euro.

 

Presse: Michaela Gottfried, Frankfurter Straße 84, 53721 Siegburg,Tel.: 0 22 41 / 1 08 - 2 93, Fax: - 4 69, Tel. Presse Berlin: 0 30 / 25 93 09 30, E-Mail: pressevdak-aev.de Internet: http://www.vdak-aev.de

 



Quelle: VDAK / AEV / pressrelations.de

11.07.2005 - 17:05 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 209 X