Die Schwellenländer nach der Schockstarre – Appetit der Anleger auf Emerging Markets wächst wieder
Bonn/Düsseldorf – Insbesondere für einen „Export-Weltmeister“ ist es wichtig, nach neuen Absatzmärkten für die eigenen Produkte und Dienstleitungen Ausschau zu halten. Es gebe noch Märkte außer China, schreibt die Zeitschrift Absatzwirtschaft http://www.absatzwirtschaft.de, und lenkt den Blick auf die so genannten Emerging Markets. Im Brennpunkt des Interesses stehen die Mega-Märkte China und Indien. „Doch im Schatten dieser Megamärkte gedeihen auch andere Boomregionen, die weniger mediale Aufmerksamkeit finden. So gehören bei den Finanzanlageexperten die Schwellenländer des mittleren Ostens, Lateinamerikas, Osteuropas, des Asien-Pazifik-Raumes oder auch Afrikas schon lange zu den Favoriten, die sich attraktiver darstellen als manch entwickelter Markt“, so Absatzwirtschaft.
Nach dem Einbruch der Aktien- und Währungsmärkte der Schwellenländer war kurzfristig die Rede von einer schweren Krise. Allerdings sprächen einige harte Indikatoren für eine langfristig stabile Entwicklung der Emerging Markets wie ein überproportionales Bevölkerungswachstum, das zu einer steigenden Anzahl von Arbeitskräften führe. Das steigende Pro-Kopf-Einkommen hebe den Lebensstandard an. Damit erhalte die Inlandsnachfrage kräftige Impulse. Außerdem erzielen die meisten dieser Volkswirtschaften heute Handels- und Leistungsüberschüsse. Auf der Mikroebene steigerten die Unternehmen ihre Profitabilität und gewönnen an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Aufgrund dieser fundamentalen Entwicklungen scheine die Gefahr einer zweiten Asienkrise nicht in Sicht.
Nach Angaben der Studie „Going International 2006“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) http://www.dihk.de bewerten 86 Prozent der befragten Unternehmer ihr Engagement in der Asien-Pazifik-Region als Erfolg. Das Institut für Interkulturelle Kommunikation (IFIM) http://www.ifim.de führt diese hohe Quote, die sogar über der Erfolgsquote von 75 Prozent in den Vereinigten Staaten liegt, auf eine intensivere Vorbereitung auf die Asienprojekte zurück. Doch wer zu spät komme, den bestrafe das Leben, so die Erkenntnis der „Zeitschrift für Marketing“. Denn chinesische und indische Unternehmen seien bereits in den Schwellenländern aktiv und kauften sich in diesen Märkten ein.
Der Emerging Markets-Experte Jörg Peisert, Geschäftsführer der Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com in Düsseldorf, weist darauf hin, dass auch in Zukunft mit Rückschlägen gerechnet werden müsse: „Das ist eine völlig normale Entwicklung. Nach der Schockstarre, die sich in den vergangenen Wochen breit machte, wächst der Appetit der Anleger auf diese attraktiven und zukunftsträchtigen Märkte wieder.“ Ähnlich sieht es Paul Severin, Aktienchef de österreichischen Capital Invest http://www.capitalinvest.at. Gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD) http://www.ftd.de riet er den Anlegern, Ruhe zu bewahren: „Wir gehen davon aus, dass die Schwäche an den Börsen temporär ist. Die großen Verluste sind auf Überreaktionen der Investoren zurückzuführen.“
Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net
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26.07.2006 - 15:17 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 277 X
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