Stimme ist entscheidender Erfolgsfaktor bei der Karriere – Richtiges Sprechen ist nicht Zauberkunst, sondern Übungssache
Bonn/Salzburg – Frank Sinatra heißt bei seinen Fans schlicht „The Voice“. Doch auch jenseits des Musikgeschäfts gilt: Stimme und Sprechweise üben einen entscheidenden Einfluss auf Karriereentscheidungen aus. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie des Netzwerks stimme.at http://www.stimme.at, die im Juli 2006 von der Karmasin http://www.karmasin.at Motivforschung durchgeführt wurde. Deutsche und österreichische Führungskräfte könnten hier noch eine Scharte auswetzen, denn nur 43 Prozent dieser Klientel werden als sicher im Ausdruck eingeschätzt. Befragt wurden Führungskräfte, Personalentscheider, Personalentwickler, Weiterbildungsverantwortliche und Personalberater in Deutschland und Österreich.
91 Prozent der Befragten ziehen Bewerber mit guter Stimme und Sprechweise anderen Bewerbern vor. „Gut ankommt, wer stimmlich sicher wirkt und seine Stimme führen und flexibel einsetzen kann. Vollklingende mittlere Stimmlagen werden hohen oder betont tiefen vorgezogen“, sagte Studienautorin Helene Karmasin. Eine gute Stimme sei mehr als Wohlklang. Sie bedeute: Prägnant und klar wirken, Aufmerksamkeit schaffen, sich durchsetzen, gut ankommen, in Erinnerung bleiben, zu Wort kommen, zu Ende sprechen dürfen und inhaltlich gut verstanden werden.
Außerdem ist die Stimme die Visitenkarte des Unternehmens. Was bei der Bewerbung bereits eine Rolle spiele, wirke sich später im Kundenkontakt deutlich auf das Unternehmensimage aus. 97 Prozent der Studienteilnehmer bestätigten einen direkten Zusammenhang zwischen Stimmklang und Sprechweise der Mitarbeiter und dem Unternehmensimage. Selbst bei einem IT-Unternehmen wie Microsoft liefen 85 Prozent der Infoservice-Kontakte über Telefonate. Doch fast alle Befragten sind der Meinung, dass die eigene Stimme trainierbar sei.
Experten wie Stefan Keller, Leiter des Instituts für Sprechpraxis und Rhetorik (ISR) http://www.isr-rhetorik.de in Bonn, bestätigen diese Einschätzung: „Stimmbildung, Aussprachetraining und eine Stimmanalyse sind die Voraussetzungen dafür, eine vernehmbare Resonanzstimme zu schaffen. Nur so kann man auf Dauer von allen und noch nach Stunden in der letzten Reihe verstanden werden.“ Keller weiß, dass stimmliches und sprachliches Durchsetzungsvermögen, eine gute Argumentation sowie eine publikumswirksame Präsenz nötig sind, um mit einem Anliegen vorzudringen: „Häufig entstehen Kommunikationsprobleme durch ein mangelndes Zusammenspiel dieser Komponenten: uns fehlen die Worte, daher klingt die Stimme unsicher – ein Teufelskreis beginnt.“ Neben den phonetischen Aspekten spielten jedoch auch verbale Kommunikationsparameter eine entscheidende Rolle: Sprechtempo, Pausensetzung und die Modulation trügen zur Akzeptanz der eigenen stimmlichen Fähigkeiten beim Gesprächspartner bei. Der Bonner ISR-Leiter und andere Profis bieten daher Seminare und individuell zugeschnittene Trainings an, damit die eigene Stimme zum Erfolgsfaktor bei der Karriere werden kann. „Denn nur, wenn meine Stimme so wirkt, wie ich sie selber ‚sehe’, werde ich in meinem Sinne verstanden. Dann bin ich mit meiner Stimme das erste Argument meiner Äußerungen.“
Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net
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21.08.2006 - 10:07 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 311 X
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