Investition in West-Polen: Sonderwirtschaftszonen bieten zahlreiche Vorteile
Knapp vier Jahre nach dem EU-Betritt bietet Polen für deutsche Unternehmen bessere Investitionsmöglichkeiten denn je. Besonders die Regionen nahe der deutschen Grenze bieten mit zahlreichen Sonderwirtschaftszonen, verbesserter Infrastruktur und räumlicher Nähe bei weiterhin hohem Arbeitskräftepotenzial ausgezeichnete Möglichkeiten, Investitionsvorhaben zielgerichtet umzusetzen.
Dazu fand am 14. Februar 2008 im polnischen Generalkonsulat zu Köln, in der Abteilung für Handel und Investitionen, eine Informationsveranstaltung statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der neuen Leiterin der Abteilung, Frau Malgorzata Wejtko. In dem ganztägigen Seminar erläuterte der Referent Dr. Hanno Stöcker von der Astare GmbH die Vorteile und Möglichkeiten für deutsche Unternehmen (Details dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080122015&phrase=Astare).
In der gut frequentierten Veranstaltung ging Dr. Stöcker zunächst auf die Infrastruktur und das Investitionsklima ein und verdeutlichte die Unterschiede in den polnischen Regionen. Wesentlicher Aspekt bei der Standortwahl ist die Branchenzugehörigkeit des Unternehmens, um die Wettbewerbsvorteile optimal nutzen zu können. So macht es beispielsweise keinen Sinn, sich als Autoteile-Zulieferer in der Region Poznan (Posen) niederzulassen wegen der dortigen Wettbewerbssituation dieses Branchenzweiges.
Für die Personalsuche bildet der noch immer anhaltende Bevölkerungsrückgang durch Auswanderung in Polen ein wichtiges Kriterium für die Standortwahl. In Schlesien ist dieses Phänomen weniger spürbar als beispielsweise in der Region Masurien.
Personalkosten
Die Personalkosten, so veranschaulichte Dr. Stöcker, sind in der Region Warschau am höchsten und in der deutschen Grenzregion und im Norden (Masurien) am niedrigsten. Generell gilt das Prinzip, dass der polnische Arbeitnehmer mehr Lohnnebenkosten zu tragen hat als der Arbeitgeber. Seit 2008 existiert in Polen ein gesetzlicher Mindestlohn von 1126 Zloty (etwa 320 Euro). Der Monatsdurchschnittslohn liegt in Polen bei 760 Euro, wobei hier die regionalen Unterschiede zu berücksichtigen sind.
Qualifikation und Personalverfügbarkeit
Auch bei der Qualifikation der Arbeitskräfte sind deutliche Unterschiede erkennbar. Sucht ein Unternehmen vor allem ungelernte Arbeitskräfte, bietet sich die Region Niederschlesien an, das höchste Potenzial an gelernten Kräften ist in der Gegend Lubuskie zu finden, jedoch immer mit der Einschränkung des generellen Fachkräftemangels in Polen.
Die Personalverfügbarkeit ist in Masurien mit 18,1% am höchsten, dagegen mit 10% in Warschau sehr niedrig. Die Tendenz: Je nördlicher die Region desto höher die Arbeitslosigkeit und Personalverfügbarkeit.
Eine ebenso entscheidende Rolle spielt die Frage nach der Urbanität der gewählten Investitionsregion. Hier hat Niederschlesien mit drei Städten über 50.000 Einwohnern deutlich die Nase vorn: Dolnoslaskie, Lubuskie und Zachodno-Pomorskie.
Die Sonderwirtschaftszone Kostrzyn-Slubice
Zum Abschluss des Seminars präsentierte Arkadiusz Kowalewski die Sonderwirtschaftszone Kostrzyn-Slubice. Wesentliche Aspekte der Investitionschancen liegen hier in der hohen Steuervergünstigung für Unternehmen. So erhalten vor allem kleine Unternehmen eine Befreiung von 70% der Körperschaftssteuer, aber auch große Firmen noch 50% . Maßgebend für die Berechnung Steuerbefreiung ist der Investitionsaufwand oder die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze. Detaillierte Informationen zur Sonderwirtschaftszone und zu den Fragen der Steuerbefreiung sind auf der Website der Zone - auch in deutscher und englischer Sprache - zu finden: http://www.kssse.pl .
Keine Gefahr für den Standort Deutschland
Im Gespräch mit Wortbaustelle betonte Dr. Stöcker, er sehe keine Gefahr der Abwanderung deutscher Unternehmen nach Polen nach dem Vorbild des Handy-Herstellers Nokia in Rumänien und einer damit verbundenen Standortgefährdung für Deutschland. Im europäischen Diskurs biete sich eher eine optimale Ergänzung für deutsche Firmen an.
Begleitende Ausstellung
Begleitend zu der Veranstaltung präsentierte die Galerie ARS CRACOVIA Objekte aus ihrer Ausstellung Mit Bronze artikulieren. Die Objekte sind noch einen Monat in der Handelsabteilung zu besichtigen. Details zu den Ausstellungsstücken:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=071127006&phrase=%22ars%20cracovia%22
Pressekontakt:
Generalkonsulat der Republik Polen
Abteilung für Handel und Investitionen
Ziemowit Pieniezny
Konsul
Tel: +49 221 34 99 38
E-Mail: Ziemowit.Pieniezny
wirtschaft-polen.de
http://www.wirtschaft-polen.de
und
|WORT|BAU|STELLE|
Philip Duckwitz
Tel: +49 2236 87 25 28
E-Mail: duckwitz
wortbaustelle.de
http://www.wortbaustelle.de
15.02.2008 - 10:01 Quelle: pressetext.de | Gelesen: 86 X
Vorherige Artikel
Warum sich mit dem Service beschäftigen?
Das es den Durchschnittskunden nicht mehr gibt, ist wirklich nichts Neues. Die homogene Masse der Kunden verschwindet zugunsten kleiner Ansammlungen in Nischen: Mikromärkte, die durchaus mit gegenläuf
Investition in West-Polen: Sonderwirtschaftszonen bieten zahlreiche Vorteile
Knapp vier Jahre nach dem EU-Betritt bietet Polen für deutsche Unternehmen bessere Investitionsmöglichkeiten denn je. Besonders die Regionen nahe der deutschen Grenze bieten mit zahlreichen Sonderwirt
chiliGREEN schließt Distributionsvereinbarungen mit Canon und Kaspersky ab
Der österreichische Computerhersteller chiliGREEN (http://www.chiligreen.com) hat Anfang des Jahres 2008 gleich zwei neue Distributionsvereinbarungen abgeschlossen. Neben der bereits angekün
Nächste Artikel
70.000 Unternehmen jährlich zu kaufen – und wer gibt das Kapital dazu?
Kai Schimmelfeder, Geschäftsführer feder consulting, und Jens Freyler, Teamleiter der Private & Business Banking der Deutschen Bank werden am 16. April 2008 von 18 Uhr in der Deutschen Bank am Paul-Ne
Fast 90 Prozent der mittelständischen Unternehmen überschätzen ihren Wert
Eine Befragung von mittelständischen Unternehmen hat ergeben, dass mit weniger als 10 Prozent eine Minderheit den realen Wert ihres Unternehmens einschätzen können. 70 Prozent hingegen lagen bei ihrer
Regierungen, Behörden, Banken und Firmen beauftragen Fraudnet, ein Netzwerk mit weltweit 37 Anwälten, um verschwundenes Geld wiederzubeschaffen
Von Alexander HaukFriedrichsdorf/London/Paris/Miami (aha). Sie arbeiten für Regierungen, Banken, Firmen und Geschäftsleute. Ihre Aufgabe ist es, Opfern von Wirtschaftskriminalität zu helfen. Ihr Spezi
Goldankauf Ittergoldi in Zeiten schwankender Märkte
Ein Interview mit Herrn Fevzi Layik, Geschäftsführer der Itter OHG in Hilden, anlässliche der aktuell schwankenden Finanzmärkte.Wie sinnvoll ist zur Zeit der Goldankauf?Fevzi Layik |Aufgrund schwanken
Biologischer Zinseszinseffekt - Waldinvestments
Hamburg, 14.02.2008. Holz ist seit Menschengedenken Rohstoff, als Investment galt es lange nur für ausgewählte institutionelle Anleger. Hohe Zugangsbarrieren und komplexe Managementanforderungen macht