Groessere Anstrengungen der Wirtschaft auf dem Ausbildungsmarkt erforderlich
31. August 2005 - Zur aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt erklaert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Nicolette Kressl:
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist einen Monat vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sehr angespannt. Dies belegen die heute von der Bundesagentur fuer Arbeit veroeffentlichten Zahlen.
Danach ist die Ausbildungsluecke, also die Differenz zwischen unvermittelten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsplaetzen, im August mit 144.500 um 14.000 groesser als vor einem Jahr. Allerdings geht die Bundesagentur fuer Arbeit davon aus, dass sich diese Luecke bis Ende September in etwa auf die Groessenordnung des Vorjahres verringern wird.
Insgesamt ist die Ausbildungssituation aeusserst unbefriedigend. Immer noch bilden nur rund 23 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Lehrlinge aus. Aber es bleibt noch Zeit bis zum Ende des Jahres, in der noch Ausbildungsvertraege geschlossen werden koennen. Im letzten Jahr ist es dank einer grossen Kraftanstrengung aller Partner des Ausbildungspaktes - Wirtschaft und Bundesregierung - gelungen, die Ausbildungsluecke nahezu zu schliessen. Dies muss auch in diesem Jahr gelingen.
Deshalb fordern wir die Wirtschaft auf, nun auf alle Ausbildungssuchenden zuzugehen und in einer konzentrierten Nachvermittlungsaktion allen Jugendlichen, die ausbildungswillig und ausbildungsfaehig sind, ein entsprechendes Angebot zu machen. Dabei muessen alle Potenziale ausgeschoepft werden. Dazu gehoeren neben einer deutlichen Steigerung des Angebots an Ausbildungsplaetzen insbesondere die Schaffung ausserbetrieblicher Ausbildungsplaetze und eine verstaerkte Vermittlung in betriebliche Einstiegsqualifizierungen.
Wenn die Wirtschaft, unterstuetzt von der CDU, eine Reduzierung der Ausbildungsverguetung auf durchschnittlich 270 Euro fordert, lenkt sie nur von ihrer Verantwortung fuer die Ausbildung ihres Nachwuchses an Fachkraeften ab.
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Quelle: SPD / pressrelations.de
31.08.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 117 X

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