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Union darf Erholung am Arbeitsmarkt nicht gefaehrden




31. August 2005 - Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen fuer den Monat August erklaert der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Die Zahl der Arbeitslosen ist im August 2005 um 44.000 auf 4,728 Millionen gesunken. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 11,4 Prozent. Der Rueckgang im August liegt deutlich ueber dem Durchschnitt von 23.000 Personen der Augustmonate der Jahre 2000 bis 2004. Es ist der zweitgroesste Rueckgang in einem August seit der Wiedervereinigung. Saisonbereinigt hat im August gegenueber Juli die Arbeitslosenzahl um 12.000 abgenommen.

Die Experten sind sich jedoch einig, dass steigende Oelpreise und vor allem die geplante Mehrwertsteuererhoehung der CDU/CSU eine ernsthafte Gefahr fuer den Aufschwung und damit fuer die Entwicklung am Arbeitsmarkt darstellen.

Die nach dem internationalen IAO-Standard erhobene international vergleichbare Arbeitsmarktstatistik weist fuer Deutschland eine Arbeitslosenquote von 9,2 Prozent aus und liegt damit nennenswert unter der nach dem deutschen Standard ermittelten Quote.

Der Hartz IV-Effekt durch die bessere Erfassung der Arbeitslosigkeit wirkt weiter erhoehend auf die Zahl der Arbeitslosen. Aktuell liegt dieser Effekt bei 300.000 Personen.

Eine Belastung fuer den Arbeitsmarkt ist nach wie vor das Erbe der Kohlregierung. Waere 1998 die gleiche Zahl von Sozialhilfeempfaengern als arbeitslos erfasst worden wie in diesem Jahr durch die Hartz IV-Reformen, so haette die Arbeitslosenzahl im Februar 1998 bei rund 5,2 Millionen Arbeitslosen gelegen.

Gluecklicherweise gewinnt das Foerdern in den Arbeitsgemeinschaften an Fahrt. Durch die Staerkung des Grundsatzes "Aktiv vor Passiv" wird es auch in den kommenden Monaten einen Rueckgang der Arbeitslosigkeit geben.

Die Zahl der Erwerbstaetigen hat im Juli saisonbereinigt um 30.000 zugenommen. Gegenueber dem Vorjahr gab es 83.000 Erwerbstaetige mehr. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschaeftigten hat nach ersten Angaben der Bundesagentur fuer Arbeit gegenueber dem Vorjahr abgenommen und liegt bei 26,11 Millionen.

Das Erstarken des Arbeitsmarktes zeigt sich auch darin, dass die Zahl der offenen Stellen gegenueber dem Vorjahr zugenommen hat. Sie liegt nun bei 464.000. Dies macht deutlich, dass die Vermittlungsaktivitaeten der Bundesagentur fuer Arbeit weiter an Akzeptanz gewinnen und die Unternehmen verstaerkt ihre offenen Stellen der Bundesagentur melden.

Die Arbeitsmarktentwicklung spiegelt die positive Bewertung des Standortes Deutschland durch zahlreiche internationale Fachleute wieder.

Dass die Reformen wirken, zeigt auch das erstmalig seit April gestiegene Verbrauchervertrauen. Mit der Agenda 2010 befinden wir uns auf dem richtigen Weg, wir muessen unseren Reformkurs konsequent fortsetzen.

© 2005 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de



Quelle: SPD / pressrelations.de

31.08.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 115 X