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Herbstprojektion der Bundesregierung - Kräftige außenwirtschaftliche Impulse und allmähliche Belebung der Binnennachfrage




Datum: 21.10.2005 - Die Bundesregierung hat sich heute im interministeriellen Arbeitskreis "Gesamtwirtschaftliche Vorausschätzungen" zusammen mit der Bundesbank und dem Statistischen Bundesamt auf die diesjährige Herbstprojektion verständigt.

Für das laufende Jahr geht die Bundesregierung demnach von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) am unteren Rand der im Frühjahr gesetzten Spanne von real 0,75 bis 1,25 Prozent (gerechnet +0,8 Prozent) aus. Die leichte Abwärtskorrektur gegenüber der Frühjahrsprojektion (gerechnet: 1,0 Prozent) ist dem Anstieg der Energiepreise, insbesondere für Rohöl, geschuldet, der deutlich stärker und dauerhafter ausfiel als erwartet und das Wachstum belastet.

Auch im kommenden Jahr, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, dürfte die konjunkturelle Erholung in Folge des Ölpreisanstiegs noch gedämpft verlaufen. Demzufolge rechnet die Bundesregierung für 2006 mit einem BIP-Anstieg innerhalb einer Spanne von real 1 bis 1,5 Prozent. Dem liegt eine Rechnung von + 1,2 Prozent zugrunde.

Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprojektion - wie auch die Forschungsinstitute in ihrer gestern vorgelegten Gemeinschaftsdiagnose - davon aus, dass das weltwirtschaftliche Umfeld im Projektionszeitraum weiterhin günstig bleibt. Von außenwirtschaftlicher Seite sind damit in diesem und im nächsten Jahr wieder wesentliche Wachstumsbeiträge zu erwarten.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich im Projektionszeitraum - nicht zuletzt infolge der Arbeitsmarktreformen - verbessern. Die Arbeitslosigkeit wird im kommenden Jahr voraus­sichtlich leicht zurückgehen. Die Erwerbstätigkeit, die bereits seit Jahresbeginn 2004 leicht ansteigt, wird sich im kommenden Jahr weiter spürbar beleben. Im Jahresdurchschnitt 2005 dürfte die Zahl der Erwerbstätigen um rund 85 000 höher liegen, im kommenden Jahr nochmals um 230 000, so die Erwartungen der Bundesregierung.

Die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte für die Jahre 2005 und 2006 bilden die Grundlage für die Steuerschätzung am 2./ 3. November und für die Beratungen im Finanzplanungsrat. Als gemeinsamer Orientierungsrahmen dienen sie in erster Linie der Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen (zu den Eckwerten der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Überblick vgl. Anlage).

Das Internetangebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit: www.bmwa.bund.de

 

Für Rückfragen zu Pressemitteilungen, Tagesnachrichten, Reden und Statements wenden Sie sich bitte an:Pressestelle des BMWATelefon: 01888-615-6121 oder -6131E-Mail: buero-lp1bmwa.bund.de



Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND ARBEIT / pressrelations.de

21.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 94 X

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