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Wenn aus Heimkindern Bäcker werden




Rumänischen Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen ermöglicht die Allianz eine Berufsausbildung. Das beispielgebende Ausbildungsprojekt wurde jetzt in Sibiu (Hermannstadt) der Öffentlichkeit vorgestellt.

Stuttgart, 28. Oktober 2005 - Viele rumänische Familien können ihren Kindern nicht viel mehr bieten als Essen und Unterkunft. Nicht wenige Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen sind in staatlichen Heimen untergebracht, wo sie mit dem Nötigsten versorgt werden.

Aufgrund von Behinderungen und sozialen Defiziten ist für die meisten die Teilnahme am Regelschulsystem nicht möglich. So stehen die Jugendlichen bei Volljährigkeit meist allein, ohne Ausbildung und Zukunftsperspektive da.

Soziales Pilotprojekt der Allianz in Rumänien

Im Rahmen eines Pilotprojektes möchte die Allianz jungen Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen jetzt ermöglichen, einen Beruf zu erlernen. Die von der Allianz und ihrer rumänischen Tochtergesellschaft Allianz Tiriac getragene "Stiftung Allianz für Rumänien" hat zum 1. Oktober 2005 ein Berufsbildungswerk in der Kreisstadt Sibiu ins Leben gerufen.

Fünf junge Frauen und ein junger Mann im Alter von 16 bis 18 Jahren werden seitdem zu "Arbeitern in der Brotbereitungsindustrie" ausgebildet. Insgesamt sollen jährlich 18 Jugendliche und junge Erwachsene das Bäckerhandwerk erlernen können.

Kooperationspartner der "Stiftung Allianz für Rumänien" sind die staatliche Kinderschutzagentur des Kreises Sibiu und das Technische Kolleg für Lebensmittelindustrie "Terezianum" in Sibiu.

Projektpartner unterstützen auch bei der Arbeitsplatzsuche

Die Auszubildenden werden aus Familien und verschiedenen Heimen im Kreis Sibiu durch fachlich und pädagogisch qualifiziertes Personal ausgewählt. Nach Bestehen einer Aufnahmeprüfung nehmen sie an viermonatigen Ausbildungskursen am Technischen Kolleg für Lebensmittelindustrie teil.

Während ihrer Ausbildung, die zu zwei Dritteln praktisch und zu einem Drittel theoretisch erfolgt, werden die jungen Männer und Frauen von einer Sonderpädagogin betreut. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung wird durch ein Zeugnis des Technischen Kollegs bescheinigt.

An die Qualifizierungsmaßnahme schließt sich ein ebenfalls viermonatiges Praktikum in Bäckereibetrieben des Kreises Sibiu an, wo die jungen Leute erste Berufserfahrungen sammeln sollen. Die Projektträger wollen auch bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz helfen.

Verantwortung als Marktführer

Personalaufwendungen, Verwaltungskosten und Unterrichtsmaterialien werden für zunächst drei Jahre von der Allianz getragen. Die notwendige Sachausstattung im Technischen Kolleg "Terezianum" finanziert Allianz Tiriac.

Wie die Muttergesellschaft in Deutschland will auch Allianz Tiriac wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung verbinden. "Als Marktführer in Rumänien sehen wir auch unsere soziale Verantwortung für junge Menschen, die eine Chance auf eine Ausbildung und damit gesellschaftliche Integration bekommen sollen", sagte Christian Constantinescu, Vorstandsvorsitzender der Allianz Tiriac, anlässlich der Eröffnung des Berufsbildungswerkes am 19. Oktober 2005 in Sibiu.

Allianz Mitarbeiter engagieren sich für Auszubildende

Auch Mitarbeiter der Allianz unterstützen das Ausbildungsprojekt: Beschäftigte der Filiale Sibiu von Allianz Tiriac helfen den Bäckerlehrlingen beim Start in ein selbstbestimmtes Leben. Und Mitarbeiter der deutschen Allianz Leben haben eine Patenschaft für die Auszubildenden übernommen. Sie wollen mit ihrer Spende den jungen Leuten in besonderen Notlagen unter die Arme greifen.

Die Allianz plant mittelfristig zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten im Rahmen des Berufsbildungswerkes Sibiu und sucht dabei die Unterstützung weiterer Unternehmen und Einrichtungen. "Wir hoffen, dass sich unser Projekt zu einem Best-practice-Modell entwickelt und ein Beispiel gibt für die sinnvolle Verbindung von sozialem Engagement und wirtschaftlicher Entwicklung in einer von Arbeitslosigkeit geprägten Region", so Klaus Junker, Leiter des Fachbereichs Zentral- und Osteuropa der Allianz AG und Mitglied im Stiftungsrat der "Stiftung Allianz für Rumänien".

Kompetenzzentrum für soziales Engagement: Allianz Leben

Das neu gestartete Projekt wurde von dem bei Allianz Leben in Stuttgart eingerichteten Kompetenzzentrum für soziales Engagement der Allianz mit Unterstützung der Psychologin Ruxandra Gebhardt-Dianu entwickelt. Die Deutsch-Rumänin hat auch die ehrenamtliche Leitung des Ausbildungsprojektes übernommen.

Schwerpunkte des sozialen Engagements der Allianz sind die Förderung der Chancengleichheit und der Generationengerechtigkeit. Neben dem Ausbildungsprojekt in Rumänien unterstützt das Kompetenzzentrum das Generationenhaus Stuttgart-West, das Kinderfonds Stiftungszentrum in München sowie soziale Aktivitäten der Allianz Vertretungen im Rahmen des 2005 neu ins Leben gerufenen Allianz Generationen Förderpreises.

 

Kontakt für Presse Udo RösslerAllianz Lebensversicherungs-AGFon:+49.711.663-2220Fax:+49.711.663-3811 > E-Mail senden



Quelle: ALLIANZ / pressrelations.de

28.10.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 325 X