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Entwicklung personalisierter Medizin




Division Diagnostics schließt Lizenzabkommen mit DxS und BTG ab - Durch pharmakogenetische Tests Optimierung der Behandlung möglich

Leverkusen, Dienstag - 28. Juni 2005- Die Division Diagnostics der Bayer HealthCare hat eine Lizenzvereinbarung mit DxS und BTG getroffen. Das Abkommen betrifft die DNA-Technologie Amplification Refractory Mutation System™ (ARMS) der beiden Unternehmen. Damit ist es möglich, diagnostische Assays wie beispielsweise pharmakogenetische Tests zu entwickeln. Mit bestimmten, von Bayer zu entwikelnden Tests wird es möglich werden, die genetische Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch einer Krankheit besser vorherzusagen und den Behandlungserfolg zu maximieren. Auf diese Weise wird die Behandlung optimiert, weil die einzigartige persönliche genetische Ausstattung bei der Therapieauswahl mit berücksichtigt wird.

"Die klinische Diagnostik entwickelt sich von diagnostischen und der Überwachung von Erkrankungen dienenden Tests und Geräten hin zu Assays, die auf der Erforschung des genetischen Materials (Genomics) basieren. Diese können dabei helfen, das persönliche Risiko für eine Krankheit zu bestimmen. Sie können aber auch dazu genutzt werden, das richtige Therapieregime für die Patienten auf einer individualisierten Basis auszuwählen", sagte John Blackwood, Vice President Global New Business Development, Bayer HealthCare Division Diagnostics. "Pharmakogenetik und der zunehmende Einsatz der molekularen Diagnostik als erste Maßnahme für den diagnostisch tätigen Arzt werden das Gesundheitswesen in ein effizienteres und kosten-effektiveres System umwandeln, das letztlich eine verbesserte individualisierte Gesundheitsversorgung gewährleistet."

Personalisierte Medizin und SNPs

Die Pharmakogenetik untersucht auf der Grundlage des persönlichen genetischen Profils, wie eine Person auf eine bestimmte Therapie anspricht. Mit Hilfe dieses pharmakologischen Wissenschaftszweigs soll verstanden werden, wie das genetische Profil einer Person das Ansprechen auf eine Behandlung bestimmt und welche Nebenwirkungen wahrscheinlich auftreten werden. Die pharmakogenetische Forschung wird Informationen darüber bereitstellen, wie Ärzte ihre Patienten mit dem richtigen Medikament in der richtigen Dosierung behandeln können. Dies führt zu einer personalisierten Medizin.1

Die auf Genomics basierende molekulare Diagnostik ist einer der Schlüssel zur Umsetzung der personalisierten Medizin. Mit der von DxS und BTG jetzt einlizensierten Amplification Refractory Mutation System Technologie steht eine etablierte und verlässliche Methode zur Aufdeckung genetischer Variationen und SNPs (Single Nucleotide Polymorphisms)zur Verfügung. SNPs sind Variationen in einer DNA-Sequenz, die dann auftreten, wenn in der Sequenz ein einzelnes Nukleotid (A, T, C oder G) verändert ist.2

Über 99 Prozent der menschlichen DNA-Sequenzen gleichen sich innerhalb der Bevölkerung. Variationen können einen großen Einfluss darauf haben, wie eine bestimmte Person auf eine Krankheit und Umwelteinflüsse wie Bakterien, Viren, Toxine, Chemikalien und auf Medikamente und andere Therapieformen reagiert. Wissenschaftlern zufolge können SNP-Kartierungen bei der Identifizierung vieler Gene helfen, die mit komplexen Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Gefäßerkrankungen verbunden sind. Das Vorhandensein eines SNPs selbst bedeutet nicht, dass eine Krankheit vorliegt, noch bedeutet ein SNP zwingend, dass diese Krankheit jemals im Leben des Betroffenen auftreten wird. Ihr Vorhandensein kann jedoch erheblich die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, ob eine Person eine bestimmte Krankheit entwickeln wird. SNPs können auch das Ansprechen auf eine medikamentöse Therapie vorherbestimmen und als Marker zur Unterscheidung von Personen mit verschiedenem Ansprechen auf eine Therapie genutzt werden.2

Dazu kommentierte Dr. Stephen Little, Chief Executive Officer von DxS: "Die mit Hilfe der Genotypisierung erzeugten Informationen sind der Schlüssel für die Entdeckung und Entwicklung neuer Diagnostika. Wir freuen uns darüber, dass Bayer HealthCare die ARMS-Technologie ausgewählt hat. ARMS bringt nachweislich Ergebnisse mit einer größeren Genauigkeit und Geschwindigkeit als vergleichbare Technologien und ist ein unschätzbares Werkzeug im Bereich Diagnostika."

"Dass Bayer HealthCare zu unserer wachsenden Kundenliste hinzukommt, zeigt den Wert der ARMS-Technologie und bewertet die zukünftige Richtung im Gesundheitswesen zu einer personalisierten Medizin", sagte Dr. Joe Carey, Vice President BTG plc.

Der Nukleinsäure-Markt für Diagnostika hat einen Umsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar. Er schließt Tests auf Infektionen und genetische Krankheiten, Zell- und Gewebe-Typisierung, genetische Krebstests und personalisierte Medizin ein. Der Nukleinsäure-Markt ist mit einer jährlichen Zuwachsrate von 0 bis 40 Prozent der am schnellsten wachsende Bereich im Diagnostika-Markt. Industrie-Experten zufolge könnte ein potenzielles Marktsegment im Wert von acht bis zehn Milliarden Dollar bis zum Jahr 010 entstehen. Die ARMS™-Technologie bedient diesen Markt mit Anwendungen wie der Erkennung von genetischen Variationen, die für verbreitete Krankheiten wie Krebs und Herzerkrankungen verantwortlich sind.3

Über DxS

Das auf Genotypisierung spezialisierte Unternehmen DxS versorgt pharmazeutische, biotechnologische und klinische Forschungsunternehmen mit schnellen und verlässlichen pharmakogenetischen Analyse-Systemen. Damit wird die Entdeckung von Medikamenten, die klinische Entwicklung und die personalisierte Medizin unterstützt. Die mit einer vollautomatischen Probenverarbeitung und Genotypisierungssystemen ausgestatteten Labors von DxS befinden sich in Manchester, Großbritannien. Das Unternehmen setzt in der Industrie führende Labor-Management-Systeme und Qualitätskontrollen ein.

Die Dienstleistungen von DxS basieren auf der selbst entwickelten Scorpions™-Technologie. Damit wird eine schnelle und verlässliche Genotypisierung auf PCR-Basis möglich. Das auf Karten basierende Probensammelsystem SAFEspot™ vereinfacht die Aufbewahrung und den Transport von Blutproben. Die Scorpions™-Technologie wurde auch von Oligonukleotid-Lieferfirmen und Diagnostik-Unternehmen wie Ortho-Clinical Diagnostics einlizensiert. Weitere Informationen sind unter www.dxsgenotyping.com abrufbar.

Über ARMS™

ARMS™ (Amplification Refractory Mutation System) ist eine einfache, zuverlässige und gängige Methode zum Nachweis von Genmutationen und SNPs. Die ARMS™-Technologie wird eingesetzt zum Nachweis von Genvariationen in Genen, die für häufige Erkrankungen wie Tumor- und Herzerkrankungen verantwortlich sind. ARMS™ kann außerdem eingesetzt werden für Tests im Bereich der personifizierten Medizin, d.h., um vorherzusagen, welche Menschen auf eine bestimmte Therapie ansprechen, und um Krankheitserreger zu typisieren.

Über BTG

BTG erwirbt von Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen Rechte an Arzneimitteln und anderen medizinischen Technologien, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. BTG wendet technische und kommerzielle Mittel auf, darunter Gelder, geistiges Eigentum und Projektmarketing-Kenntnisse, um ausgegliederte präklinische und klinische Entwicklungsprogramme zu fördern und zu managen. Außerdem vergibt BTG Lizenzen für diese Technologien an biotechnologische und pharmazeutische Unternehmen, die dann die klinische Entwicklung und die behördliche Zulassung abschließen und die zugelassenen Produkte vertreiben. Die Pipeline umfasst rund 50 Projekte in verschiedenen Entwicklungsstadien, entsprechend dem wachsenden Umfang der vermarkteten Produkte. Weitere Informationen sind unter www.btgplc.com abrufbar.

Über die Bayer HealthCare AG

Die Bayer HealthCare AG ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Der Teilkonzern Bayer HealthCare erzielte im Jahr 004 einen Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro.

Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Biologische Produkte, Consumer Care, Diabetes Care, Diagnostika sowie Pharma und beschäftigte 004 weltweit 35.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel von Bayer HealthCare ist es, innovative Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.

 

Ihre Ansprechpartner:Dr. Gisela LenzTel.: +49 (0) 14 30 58030, Fax: +49 (0) 214 30 56723E-Mail: bayerhealthcare.com" target="_blank">gisela.lenzbayerhealthcare.com

DxS Dr. Stephen Little Tel: +44 (0) 161 606 7201 dxsgenotyping.com" target="_blank">stephen.littledxsgenotyping.com

De Facto CommunicationsMaria PayneTel: +44 (0) 207 469 3300 decato.com

" target="_blank">m.paynedecato.com

BTGSimon BunegarTel: +44 (0) 207 575 btgplc.com" target="_blank">1622simon.bunegarbtgplc.com

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben.

 

1 www.dartmouth.edu 2 Human Genome Project Information Website, www.ornl.gov 3 CHI Reports, "Molecular Diagnostics: Technological Advances fuelingmarket expansion, Oct. 2003

Die Pressemitteilung erreichen Sie über folgenden Link: http://WWW.BayNews.BAYER.DE/BayNews/BayNews.nsf/pressaccess?Open&id=2005-0359

 

BayNews Redaktion



Quelle: BAYER / pressrelations.de

28.06.2005 - 20:57 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 460 X

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