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2005 war schwieriges Erntejahr - Ungünstige Witterungsbedingungen/durchschnittliche Erträge/niedrige Preise




Die Ernte der Druschfrüchte 2005 ist in Thüringen abgeschlossen. Auch in diesem Jahr wurde deutlich, wie stark die Landwirtschaft von den Witterungsbedingungen abhängig ist. Die Ausgangssituation zum Erntebeginn wurde allgemein als gut eingeschätzt, obwohl das kalte Frühjahr kein optimales Wachstum für die Kulturen ermöglichte und in einzelnen Regionen (vor allem Mittelthüringen) schon Ausfälle durch Mäusefraß zu sehen waren. Deshalb wurde für 2005 von den Praktikern eine Durchschnittsernte prognostiziert. "Die Erntebedingungen waren in diesem Jahr regional sehr unterschiedlich. Zunächst gute Witterungsbedingungen und anschließende Wochen mit häufigen Niederschlägen vor allem zur Haupterntezeit im August haben unsere Landwirte sehr strapaziert", so der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.

Seit letzter Woche ist die Ernte abgeschlossen. Der Gesamtertrag für Getreide liegt mit 65,2 dt/ha im Durchschnitt der letzten Jahre. Die einzelnen Fruchtarten haben jedoch sehr unterschiedlich auf die Witterungs- und Wachstumsbedingungen reagiert. Winterweizen (Hauptfruchtart mit etwa einem Drittel Anbaufläche auf dem gesamten Ackerland), Wintergerste und Winterraps haben die langjährigen Erträge erreicht. Dagegen liegen Sommergerste, Winterroggen und Triticale etwa 10 % unter den langjährigen Durchschnittserträgen. Diese Kulturen wurden jedoch nur auf einem Sechstel der gesamten Druschfläche angebaut.

Neben den erzielten Erträgen sind für die Vermarktung die erreichten Qualitäten der Erntepartien besonders wichtig. "Die Untersuchungsergebnisse liegen zwar noch nicht vollständig vor, aber es zeigt sich, dass auch 2005 auf den Flächen in Thüringen Qualitätsware produziert wurde", sagt der Minister. Das gilt besonders für Qualitätsweizen: Die Partien zeichnen sich durch hohe Rohproteingehalte aus und bringen somit gute Vermarktungschancen für die Bauern.

Für spät geerntete Sommergerste - sie wird in Thüringen fast ausschließlich für die Brauindustrie angebaut - sind regional zum Teil Qualitätsausfälle zu verzeichnen. Kritisch sind hier der zu hohe Rohproteingehalt und die fehlende Keimenergie.

Für die Unternehmen ist die gegenwärtige Situation der Vertragspreise unbefriedigend. Trotz deutlicher Reduzierung der Gesamterntemengen in Deutschland liegen die Preise auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres, obwohl 2004 eine überdurchschnittliche Ernte eingebracht wurde. Zurzeit zeigt sich keine Tendenz einer Preisanhebung. Deshalb werden die Einnahmen der Landwirte aus der Ernte 2005 deutlich unter dem Vorjahr liegen. Auch die Kosten (durch Trocknung der feuchten Erntepartien) liegen höher als im Vorjahr.

"Insgesamt wird die Ernte 2005 als schwieriges Jahr bei den Landwirten in der Erinnerung bleiben", so Dr. Sklenar abschließend.

 

Katrin Trommer-HuckaufPressesprecherinBeethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930 · Fax: (03 61) 37-99 939 E-Mail: pressestelletmlnu.thueringen.de Internet: www.thueringen.de/tmlnu

 



Quelle: MINISTERIUM FÜR LANDWIRTSCHAFT, NATURSCHUTZ UND UMWELT - THÜRINGEN / pressrelations.de

23.09.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 340 X