E.ON plant erstes deutsches LNG-Projekt in Wilhelmshaven
E.ON plant den Bau des ersten deutschen Anlandeterminals für verflüssigtes Erdgas. Mit ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Deutschen Flüssigerdgas Terminal Gesellschaft (DFTG) verfügt die Konzerngesellschaft E.ON Ruhrgas bereits über einen geeigneten Standort in Wilhelmshaven. Zunächst werden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Errichtung der Anlage geprüft. Nach ersten Berechnungen sollen die Investitionen ca. 500 Millionen Euro betragen.
Im Terminal Wilhelmshaven soll verflüssigtes Erdgas, das per Schiff angeliefert wird, wieder in seinen gasförmigen Zustand zurückversetzt und in das deutsche Fernleitungsnetz eingespeist werden. Auf diesem Weg könnten Ende des Jahrzehnts jährlich bis zu 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas bezogen werden. Diese Menge entspricht dem Gasbedarf von fast drei Millionen Haushalten.
Mögliche LNG-Lieferquellen für Europa sind der Nahe Osten sowie West- und Nordafrika. Bereits heute wird aus diesen Regionen LNG hauptsächlich nach Japan, Korea, Australien, in die USA sowie in Länder des Mittelmeerraums geliefert. Da der Gasbedarf in Europa künftig weiter steigt, zugleich aber die europäische Erdgasförderung rückläufig ist, gewinnt LNG für die Gasversorgung Europas zunehmend an Bedeutung.
Der geplante Einstieg in den Import von verflüssigtem Erdgas entspricht der E.ON-Strategie, den Gasbezug des Konzerns auf eine noch breitere Basis zu stellen. Der weitaus größte Teil der von E.ON Ruhrgas bezogenen Gasmengen stammt aus Russland, Norwegen und den Niederlanden.
E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf H. Bernotat: "LNG ist eine vielversprechende Option, mit der wir uns neue Bezugsmöglichkeiten für Erdgas eröffnen. Das geplante Terminal in Wilhelmshaven gibt Deutschland Anschluss an den weltweit wachsenden LNG-Markt. Mit dieser Investition wollen wir insbesondere die Versorgungssicherheit langfristig stärken."
Diese Pressemitteilung kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Mitteilungen an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie an die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Quelle: E.ON / pressrelations.de
27.10.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 1786 X
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