Nagel: Umweltfreundliche Fahrzeuge der Zukunft müssen zum Klimaschutz beitragen
Nächste Konferenz findet in Deutschland statt
10. November 2005 - "Die Bekämpfung der globalen Erwärmung der Erdatmosphäre und die Minderung der Folgen des Klimawandels gehören zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Während wir in Europa - insbesondere durch die schrittweise Verschärfung von Abgasgrenzwerten - bei der Reduzierung der klassischen Luftschadstoffe durchaus beeindruckende Erfolge verbuchen können, stehen wir beim Thema Klimaschutz noch vor gewaltigen Herausforderungen", sagte Ralf Nagel, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium auf der zweiten internationalen Konferenz zu "Umweltfreundlichen Fahrzeugen" in Birmingham (Großbritannien).
Mit dem Kyoto-Protokoll habe die internationale Gemeinschaft bereits vor acht Jahren eine richtungsweisende Antwort gefunden. "Mit Blick auf die weltweit zwischen 1990 und 2003 um mehr als 19 Prozent gestiegenen CO 2-Emissionen reichen nationale Einzelleistungen allerdings nicht mehr aus", so Nagel. Unter Beachtung sektorspezifischer Besonderheiten seien Ressourcensicherung und -einsparung starke Antriebskräfte für den globalen Klimaschutz. Energieeffizienz und Zukunftstechnologien seien neue Schrittmacher für die Verkehrswirtschaft. "In Deutschland ist es gelungen, mit allen wichtigen Akteuren aus Politik, Industrie und Wissenschaft eine "Kraftstoffstrategie" als gemeinsame strategische Orientierung zu entwickeln."
Nagel: "Es ist unser Anliegen, unsere Erfahrungen in einen globalen Dialog einzubringen. Wir brauchen - bei allen regionalen Unterschieden - eine umfassende gemeinsame Strategie. An ihr müssen sich unsere global agierenden Unternehmen orientieren können. Und sie muss sicherstellen, dass der Beitrag des Verkehrs zum Klimaschutz ein globaler ist. Jedes Land muss hier zu seiner Verantwortung stehen. Wir sollten - in Europa und weltweit - beim Straßenverkehr vor allem auf Innovationen zur technischen Optimierung der Verkehrsmittel und Kraftstoffe und auf die Förderung alternativer Kraftstoffe und innovativer Antriebe setzen."
Mit Blick auf die Rolle der Wirtschaft sagte Nagel: "Die Politik erwartet, dass auch die Industrie ihren Teil der Verantwortung übernimmt. Das heißt im Klartext: Reinvestition der hohen Gewinne der Mineralölkonzerne in die Entwicklung neuer Kraftstoffe und Bereitschaft zur Markteinführung, sobald marktrelevante Mengen verfügbar sind. Und die Automobilindustrie muss gleichermaßen innovative Antriebskonzepte auf den Markt bringen. Sie sollte sich nicht länger auf die angeblich nicht vorhandene Nachfrage berufen. Man kann mit attraktiven Angeboten auch Nachfrage wecken."
Im Hinblick auf die zukunftsträchtige Bedeutung der internationalen Konferenz für "Umweltfreundliche Fahrzeuge" griff Nagel den Vorschlag auf, dass die nächste Konferenz 2007 in Deutschland stattfinden soll.
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Bürgerservice Invalidenstraße 44 10115 Berlin E-Mail: buergerinfo
bmvbw.bund.de
Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR VERKEHR, BAU UND WOHNUNGSWESEN / pressrelations.de
10.11.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 756 X