Deutsche Bahn und Internationaler Eisenbahnverband UIC veranstalteten ersten Erfahrungsaustausch zur Bahnstromabrechnung in Europa
Europaweite Arbeitsgruppe zur internationalen Bahnstromabrechnung gegründet / Ziel ist die Einführung eines standardisierten Bahnstromabrechnungssystems / EU-Kommission begrüßt Initiative
(Frankfurt/Main, 10. November 2005) Europa wächst zusammen – auch im Schienenverkehr und in der Energieversorgung. Die Abrechnung des Energieverbrauchs der grenzüberschreitenden Triebfahrzeuge wird derzeit in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich gehandhabt. Dieses bringt für die beteiligten Bahnunternehmen erhebliche Kostenrisiken mit sich. Daher haben sich auf Einladung der DB Energie GmbH, dem Energiemanager der Deutschen Bahn, und des internationalen Eisenbahnverbandes UIC (Union Internationale des Chemins de Fer), Ende Oktober in Paris zwölf europäische Eisenbahnverwaltungen und Bahnenergieversorger zum ersten Erfahrungsaustausch zur internationalen Bahnstromabrechnung getroffen.
Ziel dieses Treffens war, die Erfahrungen in der Verbrauchsdatenerfassung und Abrechnung für den Bahnstrom auszutauschen und die strategischen Grundlagen für eine gemeinsame europäische Vorgehensweise zu initiieren.
Frank Meyer, Geschäftsführer Finanzen/Controlling DB Energie GmbH, hob die Bedeutung eines europaweit standardisierten Bahnstromabrechnungssystems mit einheitlichen Zählern und identischer Abrechnungssoftware hervor: "Ich sehe darin enorme wirtschaftliche Vorteile für alle europäischen Bahnen, insbesondere vor dem Hintergrund der weiteren Liberalisierung des Schienenverkehrs."
Als erstes Ergebnis der Veranstaltung wurde eine Arbeitsgruppe "Railway Energy Billing" (Bahnstromabrechnung) einschließlich eines Lenkungskreises zu politischen Fragen unter Federführung der UIC gegründet. Der Arbeitskreis ist offen für alle europäischen Bahnen.
"Aus Sicht europäischer Verkehrs- und Energiepolitik ist die vorgeschlagene Entwicklung eines europaweiten Systems für Energieerfassung und -abrechnung eine begrüßenswerte Initiative", sagte Dr. Heiko Kunst, Policy Officer bei der Europäischen Kommission, Generaldirektion für Energie und Verkehr, Brüssel. "Mit einem solchem System kann Kostentransparenz hergestellt werden, als Voraussetzung für wichtige ökonomische Anreize zum Energiesparen".
Neben der Bahntochter DB Energie GmbH waren europäische Eisenbahnen beziehungsweise. deren Energiegesellschaften aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Ungarn bei dem Erfahrungsaustausch in Paris vertreten.
Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 BerlinVerantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg
Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de
11.11.2005 - 10:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 782 X