Spinat, Erbsen, Spargel: Die Lage der Gemüsebauern hat sich verbessert
Staatsminister Tillich rät zu alternativen Energien in Gewächshäusern
Dresden, 11.11.2005 - In Sachsen hat sich der Gemüseabsatz stabilisiert. Nach dem schlechten Anbaujahr 2004 konnten in diesem Jahr wieder die sonst üblichen Durchschnittsmengen erreicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Lage der Gemüsebauern verbessert, da sich die Absatzpreise ebenfalls wieder normalisiert haben. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich riet jedoch aufgrund steigender Energiekosten. "Verteuern sich die Ölpreise weiter so schnell wie in den letzten Monaten, sollten die Gemüsebauern vorsorgen und über alternative Heizsysteme nachdenken." Ansonsten würde der Anbau in Gewächshäusern künftig kaum noch rentabel sein, sagte der Minister weiter.
In Sachsen werden vor allem Tomaten und Gurken, Kopf- und Feldsalat sowie Paprika und Radieschen in Gewächshäusern angebaut. Hauptanbausorten im Freiland sind Erbsen (1.725 Hektar) gefolgt von Spargel (425 Hektar) und Buschbohnen (400 Hektar). Die diesjährige Erbsenernte fiel sehr gut aus. Die Erntemenge überstieg die Erwartungen um 12 Prozent. Der Durchschnittsertrag lag bei rund 67,5 Dezitonnen pro Hektar. Grund für die gute Qualität waren ausreichend Niederschläge und ausgeglichene Temperaturen bei der Ernte. Dagegen lag die Bohnenernte zehn Prozent unter der erwarteten Menge. Qualitative Mängel entstanden durch Fäulnisbefall aufgrund der vielen Niederschläge während der Ernte im August und September. Beim Spargelanbau lag der Ertrag mit 38 Dezitonnen pro Hektar voll im sächsischen Durchschnitt. Da der Markt im Haupterntemonat Mai konstant beliefert werden konnte, konnten in der Direktvermarktung, aber auch im Verkauf an Großhändler Preise von bis zu 5,50 Euro pro Kilogram erreicht werden.
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11.11.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 392 X