Bundesumweltministerium foerdert Kulturlandschaft der Kellerwald-Region
Berlin, 11. November 2005 - Fuer den Naturschutz in der hessischen Kellerwald-Region stellt Bundesumweltminister Juergen Trittin zunaechst knapp 300.000 Euro zur Verfuegung. "Der Kellerwald, einer der groessten zusammenhaengenden Rotbuchenwaelder Europas, umfasst ausserordentlich vielfaeltige Lebensraeume mit zahlreichen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, darunter Voegel wie Raubwuerger, Neuntoeter, Wasseramsel und Rotmilan", so Trittin. Nach einem erfolgreichen Abschluss der ersten Foerderphase ist vorgesehen, dass sich der Bund mit weiteren 2,64 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt, das sechs Jahre laufen soll.
Das Projekt konzentriert sich auf drei Teilbereiche des Kellerwaldes, den Nationalpark Kellerwald-Edersee, die noerdlichen Edersteilhaenge und die Kulturlandschaft rund um Frankenau. In der jetzt beginnenden zweijaehrigen Planungsphase werden fuer die drei Kerngebiete ein Pflege- und Entwicklungsplan und eine soziooekonomische Analyse einschliesslich eines Gutachtens zur naturvertraeglichen Besucherlenkung erstellt. Untersucht wird auch, ob das Gebiet rund um den Waldkomplex "Hoher Keller" Ansaetze fuer ein weiteres Engagement des Bundes bietet.
Die Kerngebiete des Projektes haben einen ueberdurchschnittlich hohen Altholzanteil und zeigen eine grosse Vielfalt charakteristischer Biotope wie Eichen-Trockenwaelder, Bachauenwaelder, Silikatfelsfluren sowie Waldwiesentaeler. Ziel ist es, die ausgedehnten Buchenwaelder, die besondere Artenvielfalt und die vielgestaltige Kulturlandschaft der Kellerwald-Region dauerhaft zu erhalten. Fuer die Realisierung sind Gesamtkosten in Hoehe von 4,52 Millionen Euro veranschlagt. Der Bund beabsichtigt, sich daran mit insgesamt bis zu 2,94 Millionen Euro (= 65 Prozent) zu beteiligen. 1,13 Millionen Euro steuern das Land Hessen und 0,45 Millionen der Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee bei.
Trittin: "Die Planungsphase soll von einem offenen, konstruktiven und kooperativen Dialog zwischen dem Naturschutz, der Bevoelkerung sowie den Nutzern und verschiedenen Interessengruppen begleitet werden, um eine moeglichst breite Akzeptanz zu erreichen."
Mit dem Foerderprogramm fuer "Naturschutzgrossprojekte mit gesamtstaatlich repraesentativer Bedeutung" unterstuetzt der Bund seit 26 Jahren die Bundeslaender mit dem Ziel, grossflaechige, national besonders wertvolle Lebensraeume fuer bedrohte Tiere und Pflanzen dauerhaft in ihrem Bestand zu sichern. Es handelt sich dabei um einen der groessten Naturschutz-Foerdertitel in Deutschland mit einem jaehrlichen Etat von derzeit 15 Mio. Euro. Insgesamt wurden seit 1979 mehr als 300 Mio. Euro Bundesmittel fuer die Sicherung und Entwicklung von ueber 60 bundesweit bedeutsamen Landschaftsausschnitten bereitgestellt. Die Projekte werden durch das Bundesamt fuer Naturschutz (BfN) betreut.
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Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) / pressrelations.de
11.11.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 269 X