Eigennutz der Deutschen Umwelthilfe verhindert vorläufig Naturschutzgroßprojekt "Lausitzer Seenland"
Dresden, 28.06.2005 - Mit Bedauern nahm Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich zur Kenntnis, dass die Verhandlungen um das Lausitzer Seenland heute offenbar fehlgeschlagen sind. "Der Deutschen Umwelthilfe ging es offenbar nicht mehr ernsthaft um die Rettung des Projektes, sondern nur darum, möglichst viel Geld herauszuschlagen", so der Minister. Staatsminister Tillich hatte den Verhandlungspartnern eine Moderation durch den Sächsischen Rechnungshof angeboten. Diese Moderation, in der es um die neutrale Bewertung der Gesellschafteranteile gegangen wäre, wurde abgelehnt.
Bisher hielt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) 84 Prozent der Anteile an der Gesellschaft "Lausitzer Seenland." Ende letzten Jahres hatte sie ihren Rücktritt aus dem Projekt angekündigt. Seitdem verhandelt die DUH mit dem Zweckverband Elstertal und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. um die Übergabe ihrer Gesellschafteranteile.
Staatsminister Tillich erklärte: "Wir werden nun versuchen, eine Lösung ohne die Deutsche Umwelthilfe zu finden.". Der Freistaat Sachsen will das Projekt weiterhin bis 2013 mit insgesamt 1.230.000 Euro unterstützen.
Im Gebiet der ehemaligen Braunkohletagebaue um Hoyerswerda wird derzeit eines der größten Naturschutzprojekte Deutschlands durchgeführt. Das Gebiet umfasst zirka 5.760 Hektar. Ziel des Projektes ist es, vom Tagebau zerstörte Flächen für die Natur zurück zu gewinnen und einen sanften Tourismus zu fördern. Die Nutzung des Lausitzer Seenlandes soll unter ökologischen Gesichtspunkten erfolgen. Dazu gehört unter anderem die Umwandlung vorhandener Forste in naturnahe Wälder, die Schaffung eines durchgängigen Gewässerverbundes, der Erhalt von Standorten seltener Tier- und Pflanzenarten, die naturschutzgerechte Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und die gelenkte Nutzung durch Touristen, Angler und andere Erholungssuchende.
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29.06.2005 - 14:44 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 239 X
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