Erfolgreich sanierte Schadstoffdeponie zurück in den Wirtschaftskreislauf
13.06.2005 - Der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Prof. Dr. Christian C. Juckenack, besuchte heute gemeinsam mit dem Sprecher der Geschäftsführung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, Andreas Krey, die erfolgreich sanierte Schadstoffdeponie auf dem Maxhüttegelände in Unterwellenborn.
Die Maxhütte Unterwellenborn ist der einzige Stahlstandort im Freistaat Thüringen. Auf einem Teil der Fläche errichtete das ARBED -Tochterunternehmen Stahlwerk Thüringen GmbH ein modernes Elektrostahlwerk. Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) erwarb 1993 die zunächst nicht vom Stahlwerk Thüringen benötigten Flächen mit dem Ziel, einen umweltfreundlichen Industriestandort zu entwickeln.
Im Zuge der Revitalisierung und Vermarktung des Industrie- und Gewerbestandortes haben die LEG und die angesiedelten Investoren auf dem ca. 240 ha großen Standort über 200 Mio. Euro investiert und durch die Ansiedlung von Firmen ca. 1.500 Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen. Das Stahl- und Walzwerk ist heute mit ca. 670 Arbeitnehmern einer der größten Arbeitgeber im Freistaat Thüringen.
Die industrielle Vergangenheit der Maxhütte hatte durch vielfache Schadstoffeinträge aus den Hauptproduktionsanlagen und den Nebenanlagen umfangreiche Kontaminationen des Bodens und des Grundwassers zur Folge. Insbesondere die ca. 7.000 t umfassenden Teerablagerungen der so genannten Schadstoffdeponie bildeten einen Kontaminationsschwerpunkt. In Folge wurde der Standort Schritt für Schritt saniert. Zunächst erfolgte bis Mitte der neunziger Jahre die Sanierung der ehemaligen Produktionsanlagen, um den Bau des neuen Elektrostahlwerkes und eine Vielzahl anderer Investitionen zu ermöglichen. Aber auch die ca. 60 ha große Industriehalde wird weiterhin wirtschaftlich genutzt. Ein Großteil ihrer Flächen soll zukünftig der gesicherten Ablagerung von Stahlwerksreststoffen dienen.
Auf anderen Flächen sind Investitionen bereits erfolgt bzw. sollen weitere Investoren angesiedelt werden. 2004 wurde der Sanierungsplan erarbeitet und binnen kürzester Frist genehmigt. Die Sanierung umfasste die Bergung der Teerstoffe und deren Entsorgung. Dazu wurde der Teer zunächst durch Zugabe von Konditionierungsmittel in einen ausbau-, transport- und deponietechnisch einbaufähigen Zustand versetzt. Die Verfüllung der entstandenen Hohlform erfolgte dann mit standorteigenem Material. Abschließend erfolgte eine Oberflächenabdichtung mit bindigem Bodenmaterial.
"Den umweltpolitischen Zielstellungen für eine wirtschaftliche Sanierung und eine schnelle Rückführung eines brachliegenden Standortes in den Wirtschaftskreislauf wurde somit erfolgreich Rechnung getragen. Die Sanierung der Teerablagerungen auf der Deponie konnte durch den Einsatz der Mittel aus dem Thüringer Sondervermögen Ökologische Altlasten’ erfolgreich beseitigt werden. Sowohl die geplanten Kosten als auch die Dauer der Sanierung wurden dank des gemeinsamen konstruktiven und aktiven Handelns aller privaten und öffentlichen Beteiligten eingehalten", erklärte Prof. Dr. Juckenack. Noch im Jahre 2001 wurden die Gesamtsanierungskosten für den Standort auf mehr als zehn Millionen DM geschätzt, tatsächlich belaufen sich die Kosten nach Abschluss der Sanierung auf ca. 1,2 Millionen Euro.
"Die Sanierung solcher Brachflächen muss weiterhin im Blickfeld bleiben, um Investitionen und unternehmerisches Handeln in Thüringen zu ermöglichen", so der Staatssekretär.
Katrin Trommer-HuckaufPressesprecherinBeethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930 · Fax: (03 61) 37-99 939E-Mail: pressestelle
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13.06.2005 - 20:26 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 881 X
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