Juergen Trittin eroeffnet zweiten europaeischen Flussbadetag
In Fluessen baden: Schon bald keine Utopie mehr
Berlin, 17. Juli 2005 - Beim Start des zweiten europaeischen Flussbadetages sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin in Hamburg: "Fluesse und ihre Umgebung sind ideal fuer Freizeitgestaltung und Erholung. Baden, Wandern, Kanufahren, Schiffsausfluege, Angeln -- das lieben wir, und was wir lieben, das schuetzen wir auch. Ich wuensche mir, dass aus dieser Anziehungskraft der Fluesse genuegend Beschuetzerinnen und Beschuetzer hervorgehen, die dabei helfen, einen guten Gewaesserzustand in Deutschland zu erreichen." An der Elbe gab Trittin mit der Fussballlegende Uwe Seeler das Startsignal. Zeitgleich sprangen am Rhein, an der Loire, der Themse, am Ebro und vielen weiteren Fluessen in Europa die Menschen an ausgewiesenen Badestellen zum "Big Jump" ins Wasser.
Fluesse unterliegen einer intensiven Nutzung: Trinkwasser, Abwasser, Bewaesserung, Entwaesserung, Hochwasserschutz, Wasserkraft, Kuehlwasser und Schifffahrt. Trittin sprach sich vor diesem Hintergrund dafuer aus, den Fluessen den oekologischen Spielraum zu geben, damit sie ihrer natuerlichen Funktion gerecht werden koennen.
Eine Bestandsaufnahme habe gezeigt, dass bei 60 Prozent der deutschen Gewaesser zusaetzliche Massnahmen noetig sind, um einen "guten Zustand", wie ihn die EU definiert, zu erreichen. Trittin: "Die Wasserwirtschaft kann das alleine nicht loesen. Wir werden es nur im Konsens mit der Landwirtschaft, der Industrie, Verwaltung, mit Initiativen und Kommunen schaffen." In der Vergangenheit sei schon viel erreicht worden. Jetzt sei es wichtig, die Gewaesser wieder als Lebensraum funktionieren zu lassen. Dafuer sei es notwendig, dass die EU-Wasserrahmenrichtlinie rasch von allen Bundeslaendern umgesetzt wird, so der Minister.
Baden in natuerlichen Gewaessern ist sehr beliebt. In Deutschland gibt es fast 2.000 Badegewaesser, davon alleine ueber 1.500 Binnenbadegewaesser. Um den gesundheitlichen Schutz der Badenden noch effektiver und fuer die Oeffentlichkeit transparenter zu gestalten, setzt sich Deutschland fuer eine rasche Novelle der EU-Badegewaesserrichtlinie von 1976 ein. Auch in Fluessen soll Baden ueberall dort moeglich sein, wo die Sicherheit der Badenden gewaehrleistet werden kann. Die Gefaehrdungen durch Stroemung und den Schifffahrtsbetrieb sowie die Keimbelastung sollten aber nicht unterschaetzt werden.
Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 BerlinRedaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke StamerTel.: 01888/305-2010. Fax: 01888/305-2016email: pressebmu.bund.de - internet: http://www.bmu.de/presse
Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) / pressrelations.de
18.07.2005 - 16:55 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 858 X

RSS Feed