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EU präsentiert Euro-5-Grenzwerte




Zwischen Fortschritt und Augenwischerei

ADAC gehen Vorschläge vor allem beim Diesel nicht weit genug

19.07.2005 - Die jetzt von der EU vorgelegten Abgaswerte für die geplante Euro-5-Norm bleiben stellenweise weit hinter den Vorschlägen des ADAC zurück. Besonders bei den Stickoxiden (NOx) aus Dieselmotoren ist der Grenzwert mit 200 mg/km viel zu hoch angesetzt. Damit können die ab 2010 geltenden NO2-Immissionsgrenzwerte der EU kaum unterschritten werden. Nach Ansicht des ADAC müsste der Grenzwert wenigstens bei 150 mg/km angesetzt werden. Mittelfristiges Ziel sollte es sogar sein, mit 80 mg/km die gleichen Werte wie die Ottomotoren zu erreichen. Messungen des ADAC zeigen, dass die im tatsächlichen Einsatz auftretenden Stickoxidemissionen ohnehin weit höher liegen als bei der Homologation.

Als Partikelgrenzwert für Diesel sind in dem EU-Vorschlag 5 mg/km festgelegt, das entspricht dem ADAC-Vorschlag. Die gleichzeitige Einführung dieses Grenzwertes für direkt einspritzende Benziner hört sich zwar gut an, behandelt aber nach Erkenntnissen des ADAC kein wirkliches Umweltproblem. Auch die weitere Reduzierung der Grenzwerte für Stickoxide und Kohlenwasserstoffe (HC) bei Benzinern um jeweils 25 Prozent ist allenfalls von kosmetischer Natur. Nach Erkenntnissen aus dem ADAC EcoTest halten schon heute 90 Prozent der Euro 4-Benziner diese neuen Grenzwerte ein und überschreiten sie auch im Realbetrieb nicht.

Zu begrüßen ist dagegen der Vorschlag, dass im Zuge von Euro 5 die Abgasreinigungsanlagen (Katalysator, Partikelfilter) statt 100 000 künftig 160 000 km funktionieren müssen. Auch die Gleichstellung in Sachen Abgas für schwere Personenwagen wie die so genannten SUVs (Sports Utility Vehicles), die als leichte Nutzfahrzeuge zugelassen sind, gehört nach Ansicht des Automobilclubs zu den sinnvollen und längst fälligen Maßnahmen.

Insgesamt zeigt der Kommissions-Vorschlag in die richtige Richtung. Das eigentliche Problem, die NOx-Emission der Diesel-Fahrzeuge wird jedoch nicht konsequent genug angegangen. Der ADAC wird sich bei der EU-Kommission mit Nachdruck dafür einsetzen, weitere Verbesserungen zu erreichen, um die individuelle Mobilität auch unter den von der EU beschlossenen schwierigeren Randbedingungen (NO2-Immisionsgrenzwerte, PM-Immissionsgrenzwerte) zu garantieren.

 

Rückfragen: Maximilian Maurer 089/ 76 76-2632



Quelle: ADAC / pressrelations.de

20.07.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 210 X

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