Umsichtiger und vorausschauender Umgang mit lebensnotwendigem Wasser
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit der Wasserwirtschaftler in der Öffentlichkeit darzustellen und vor dem Hintergrund politischer Entscheidungen zu positionieren. Dabei hat sie sich von Anfang an für eine sichere und nachhaltige Wasserwirtschaft eingesetzt. Nicht umsonst ist sie der mitgliedstärkste wasserwirtschaftliche Verband in Europa, erklärte heute der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Prof. Dr. Christian C. Juckenack anlässlich der diesjährigen Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen auf der Messe in Erfurt.
Auf den jährlichen Tagungen treffen sich Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung der Freistaaten Sachsen und Thüringen, um Erfahrungen auszutauschen, Strategien zu entwickeln und sich gegenseitig über die Lösung interessierender wasserwirtschaftlicher und abfalltechnischer Themen zu informieren.
Dabei gewinnen die Vorgaben der Europäischen Union, wie zum Beispiel der Umsetzungsprozess der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) oder das EU-Aktionsprogramm zum Hochwasserrisikomanagement im zunehmenden Maße an Bedeutung.
Die diesjährige Landesverbandstagung befasst sich mit der breiten Thematik Wasserwirtschaft in Thüringen und Sachsen, wobei auch so hochaktuelle Themenblöcke wie Hydrologische Extreme - Beherrschung von Hoch- und Niedrigwassersituationen oder dezentrale Abwasserentsorgung enthalten sind.
Glaubt man den Einschätzungen der Klimaforscher, so werfen die Szenarien bis 2050 oder mittlerweile auch nur bis 2010 selbst für unseren relativ gemäßigten Raum merkliche Veränderungen auf. Insofern sind die Wasserspeicherungsmöglichkeiten im Raum Sachsen und Thüringen bereits ein gutes Stück Vorsorgepolitik. Dabei gilt es, die Nachfrage nach Wasser in trockeneren Zeiten mit der nach Hochwasserrückhalteraum in niederschlagsreichen Perioden zu optimieren, so der Staatssekretär.
Auch auf dem Gebiet der Verbesserung der Gewässergüte kann Thüringen sich sehen lassen. Offizielle Statistiken belegen, dass sich u. a. von 1991 bis 2003 der Anteil der Gewässer mit dem Zustand der Gewässergüteklassen I und II von 16 auf 67 Prozent erhöht hat.
Dank zahlreicher Bemühungen im Abwassersektor weisen inzwischen rund 35,5 Prozent der Grundwasserkörper und 14,9 Prozent der Oberflächenwasserkörper den guten Zustand nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie auf. Weitere Anstrengungen, wie
z. B. die Umsetzung der Abwasserbeseitigungskonzepte sowie Verbesserungen im Bereich der Gewässerstrukturen ohne Vernachlässigung des Hochwasserschutzes werden sich in den nächsten Jahren anschließen, betonte Prof. Dr. Juckenack.
Die Anzahl der Kläranlagen hat sich von 158 (davon 26 % mit biologischer Behandlung) im Jahr 1990 auf 532 (davon 99,7 % mit biologischer Behandlung) im Jahr 2004 erhöht. Seit 1990 wurden damit 448 kommunale Anlagen mit einer Ausbaukapazität von 2,88 Mio. Einwohnerwerten neu errichtet bzw. rekonstruiert. Der Anschlussgrad an kommunale Kläranlagen stieg im genannten Zeitraum von 43 auf über 64 Prozent.
Katrin Trommer-HuckaufPressesprecherinBeethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930 · Fax: (03 61) 37-99 939 E-Mail: pressestelle
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14.06.2005 - 17:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 670 X
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