Blaualgenfahrt 2005 entlang der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns
01.08.2005 - Nachdem in den vergangenen Wochen bereits erste große Blaualgen-Teppiche an der schwedischen Ostseeküste auftraten, unternimmt das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern auch in diesem Jahr wieder zur Hauptblütezeit dieser teilweise giftigen und gesundheitsgefährdenden Cyanobakterien eine Blaualgenfahrt in die Küstengewässer des Landes. Das Gewässerüberwachungsschiff "Strelasund" beginnt seine dreiwöchige Untersuchungsreise heute (01. August 2005) von Sassnitz aus. Ziel der ersten Woche werden die Pommersche Bucht, der Greifswalder Bodden und das Kleine Stettiner Haff sein. In der zweiten Augustwoche werden die Gewässer der Mecklenburger und Lübecker Bucht sowie nördlich des Darß untersucht. Proben in den Gewässern rund um Rügen werden in der dritten Woche der Blaualgenfahrt genommen. Das Laborschiff "Strelasund" wird am 18. August 2005 in seinem Heimathafen Stralsund zurückerwartet.
Die "Strelasund" ist mit moderner Umweltdiagnostik ausgestattet. Die Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) werden ihre ersten Analysen zum Auftreten etwaiger Blaualgen, aber auch zu den aktuellen Sauerstoffverhältnissen in den tieferen Bereichen der Ostseebuchten, aktuell von Bord liefern und somit etwaige Frühwarnungen aussprechen können. Diese dürften insbesondere auch für die Badeurlauber an der Ostseeküste von Interesse sein.
Das Auftreten der Blaualgen in der Ostsee hat in den vergangenen Jahren an Häufigkeit und Intensität zugenommen. Dieses hängt zum einen mit den vom Menschen veränderten Nährstoffverhältnissen von Stickstoff- und Phosphorverbindungen zusammen. Blaualgen sind in der Lage, den Stickstoff aus der Luft aufzunehmen. Ihnen reicht damit im Unterschied zu anderen Algen eine ausschließliche Phosphatversorgung aus dem Wasser. Diese Situation ist in den Sommermonaten gegeben und gereicht den Blaualgen zum Vorteil. Zum anderen führt auch das veränderte Klima mit ausgeprägten sommerlichen Hochdruckwetterlagen über der Ostsee zur Bildung großer sichtbarer Algenteppiche an der Wasseroberfläche.
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Quelle: UMWELTMINISTERIUM MECKLENBURG-VORPOMMERN / pressrelations.de
01.08.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 131 X

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