„Quantensprung beim Kunststoffrecycling“ – Neue Recyclinganlage verwertet Belland-Material im industriellen Maßstab
Verfasser: Sabine Krause
Rudolstadt, www.ne-na.de – In einer Feierstunde bei der Firma Innocycling wurde im thüringischen Rudolstadt die weltweit erste Anlage in Betrieb genommen, auf der das sogenannte Belland-Material im industriellen Maßstab recycelt wird. „Die Einzigartigkeit unseres Materials ist darin begründet, dass es während des Gebrauchs die hervorragenden Anwendungseigenschaften eines Kunststoffes mit den bewährten Recyclingeigenschaften von Papier nach Gebrauch kombiniert. Durch diese technologische Besonderheit kann das Belland-Material – anders als herkömmliche Kunststoffe – auf der gleichen Wertschöpfungsstufe immer wieder eingesetzt werden. Mit dem Start dieser Anlage“, so haben wir einen Quantensprung beim Recycling von Kunststoff geschafft“, so Roland Belz, Gründer und Geschäftsführende Gesellschafter von BellandVision http://www.bellandvision.de in Pegnitz.
Nach langjähriger und kostenintensiver Entwicklungsarbeit stehe ein Kunststoff zur Verfügung, der einen tatsächlichen Materialkreislauf ermögliche. Entwickelt wurde die Technologie von der Schweizerischen Belland AG – einem Schwesterunternehmen der BellandVision GmbH. „In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising konnte das Belland-Material erfolgreich für den Einsatz als Lebensmittelverpackung – und hier besonders für Molkereiprodukte – weiterentwickelt werden. Auch konnte beim Fraunhofer-Institut bereits vor Jahren die Funktionstüchtigkeit des Verfahrens im Technikumsmaßstab bewiesen werden“, erklärt Belz.
Die Recyclinganlage in Rudolstadt wird von der Firma Innocycling betrieben, die mit der Belland-Gruppe gesellschaftsrechtlich verbunden ist. Deren Geschäftsführer Werner Fieder erläuterte die Funktionsweise und Anlagenkonfiguration: Mittels einfacher, energiesparender und daher kostengünstiger Schritte – ähnlich der Verwertung von Altpapier – wird das Belland-Material sortenrein zurückgewonnen, auch aus den normalerweise anfallenden gemischten und verschmutzten Abfällen. Am Ende des Prozesses fallen exakt jene chemischen Bausteine – sprich Polymerketten – an, aus denen wieder das Belland-Material hergestellt werden könne.
„Diese sogenannte Belland-Flocke ist nicht nur 100 Prozent sortenrein, sondern auch molekular gereinigt. Das ist die entscheidende Voraussetzung für die mehrfache Nutzung auf der gleichen Wertschöpfungsstufe. „Bislang wurden die meisten gebrauchten Kunststoffverpackungen allenfalls zu dickwandigen Substituten von Holz oder Beton ‚down-gecycelt’. Jetzt können wir erstmals von einem echten Recycling sprechen“, sagt Fieder. Der Durchsatz der Anlage in Rudolstadt betrage je nach gefahrenen Schichten 250 bis 500 Jahrestonnen.
Ein Gutachten des Umweltinstituts Carbotech http://www.carbotech.ch in Basel komme zu dem Ergebnis, dass die Umweltauswirkungen des Belland-Materials bei Großveranstaltungen deutlich geringer seien als bei Catering-Geschirr aus herkömmlichem Einweg oder aus kompostierbaren Rohstoffen. Sie seien sogar besser als Kunststoff-Mehrweggeschirr, wenn dieses bedruckt sei. Mehrweg-Trinkbecher seien also keineswegs zwangsläufig ökologisch vorteilhafter. „Den Praxistest hat das Material bereits millionenfach bestanden: Heute trinken während der Bundesligasaison allwöchentlich die Fans in den Stadien von München, Hamburg sowie in Frankfurt und Nürnberg ihre Getränke aus Bechern, die aus unserem bestehen. Auch Teilnehmer an großen Laufwettbewerben in Köln, Bonn oder Stuttgart sowie zahllose Gäste vieler Festivals und Messen kennen unser Catering-Geschirr“, erläutert Belz.
„Die Vorteile dieser zukunftsträchtigen Kombination aus Ökologie und Ökonomie werden immer mehr auch in anderen Ländern erkannt. Uns liegen bereits mehrere konkrete Anfragen aus den verschiedensten Regionen der Welt vor. Deshalb sehen wir unseren Markt in der nahen Zukunft gerade auch in den neuen Schwellenländern“, stellt Hubertus Bahlsen fest, der als Hauptgesellschafter sein Investment heute bestätigt sieht.
Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net
Ihr Ansprechpartner:
| Firma | : | medienbüro.sohn |
| Name | : | Gunnar Sohn |
| Straße | : | Ettighofferstr. 26a |
| Stadt | : | - 53123 |
| |
| |
| |
| WWW | : | http://www.ne-na.de |
| E-Mail | : |  |
18.12.2006 - 12:41 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1214 X
Vorherige Artikel
Waldbesitzer sind die Ölscheichs von morgen – Geschäft mit erneuerbaren Energien boomt
Von Gunnar SohnBonn, www.ne-na.de - Als „Ölscheichs von morgen“ bezeichnet der Westerwälder Markus Mann http://www.mann-energie.de die deutschen Waldbesitzer. Sein Unternehmen produziert Holzpellets,
Waldbesitzer sind die Ölscheichs von morgen – Geschäft mit erneuerbaren Energien boomt
Von Gunnar SohnBonn, www.ne-na.de - Als „Ölscheichs von morgen“ bezeichnet der Westerwälder Markus Mann http://www.mann-energie.de die deutschen Waldbesitzer. Sein Unternehmen produziert Holzpellets,
Solar Energietag 2007
Bitte Termin 16.06.2007 vormerken !!Die Sonne scheint auf dem Igensdorfer Solar - und Energietag am 16. Juni 2007 Weit über die Grenzen, ist Igensdorf bereits ein Mekka der Solarenenergie und intelli
Nächste Artikel
Gegenseitige Blockade von BMU und BMWi droht Deutschland
bvek-Pressemitteilung eine Schaden von 1 Mrd. Euro zuzufügen!- Berlin, 18. Dezember 2006 -„Die zanken sich wie kleine Kinder“, kommentierte Jürgen Hacker, Vorsitzender des Bundesverbandes Emissionshan
Phönix SonnenStrom AG gründet Tochtergesellschaft in Singapur
Die Phönix SonnenStrom AG (ISINDE000A0BVU93), einer der führenden, bislang europaweit tätigen Photovoltaik-Systemintegratoren, hat im Dezember 2006 eine Tochtergesellschaft in Singapur gegründet. Dami
630 Stromanbieter wollen Strompreise erhöhen
Laut Auskunft der zuständigen Wirtschafts- und Umweltministerien liegen bundesweit ca. 630 Anträge auf Erhöhung der Grundversorgungstarife für das Jahr 2007 vor. Bei 882 infrage kommenden Stromversorg
Solarvalue übernimmt TDR-Fabrik in Ruse
Der Kauf der TDR-Fabrik in Ruse durch die WP Profil Solarvalue Holding d.o.o., an der die Solarvalue AG mit 49 % beteiligt ist, ist jetzt vertragsrechtlich abgeschlossen: Nachdem Ende November die slo
So wird man Energieberater
Wer eine Ausbildung zum Energieberater machen möchte, hat inzwischen viele Möglichkeiten. Wichtig für die Auswahl sind Dauer, Kosten, erforderliche Vorkenntnisse und der Ort. Doch wie findet man den g