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ASFE fordert Deutsche Ratspräsidentschaft zur Unterstützung synthetischer Kraftstoffe auf


ASFE plädiert im Rahmen der Deutschen Ratspräsidentschaft, synthetische Kraftstoffe als Teil des zukünftigen Energiemix in Europa zu unterstützen

Synthetische Kraftstoffe können wesentlich dazu beitragen, die Sicherung der europäischen Energieversorgung zu stärken, der globalen Erwärmung entgegen zu wirken und die Schadstoffbelastung in Städten zu reduzieren. Durch die deutsche Ratspräsidentschaft bietet sich der Europäischen Union die einmalige Chance, eine Strategie zu Energiepolitik und Klimawandel zu entwickeln, die den Einsatz synthetischer Kraftstoffe im Straßenverkehr maßgeblich fördert.

Diese Vision für eine sauberere Zukunft im Straßenverkehr, präsentierte die ASFE (Alliance for Synthetic Fuels in Europe) heute in Berlin bei ihrer Konferenz “Driving Towards Sustainable Mobility“. Zu den Mitgliedern der Organisation gehören führende Automobilhersteller und Systemlieferanten sowie Kraftstoffproduzenten (DaimlerChrysler, Renault, Royal Dutch Shell, Sasol Chevron und Volkswagen). Im Rahmen der Veranstaltung wurde mit der Robert Bosch GmbH – ein Unternehmen mit umfangreichem Know-how auf den Gebieten Einspritztechnologie und Verbrennungssysteme - ein neues Mitglied der Allianz vorgestellt. „Bosch ist einer der führenden Anbieter von Einspritzsystemen für Benzin- und Dieselmotoren und hat daher ein großes Interesse an der Entwicklung von Kraftstoffen, die helfen, ehrgeizige Ziele bei der Reduzierung von Emissionen zu erreichen. Unsere Mitarbeit an der Entwicklung von Technologien für synthetische Kraftstoffe sehen wir als Teil unserer Verpflichtung gegenüber Gesellschaft und Umwelt“, sagte Prof. Gunter Zimmermann, Leiter der Zentralabteilung Außenangelegenheiten, Regierungs- und Politikbeziehungen bei Bosch.

Anlässlich der Konferenz plädierte die ASFE dafür, synthetische Kraftstoffe im Rahmen der Deutschen Ratspräsidentschaft in den Aktionsplan für eine neue Energiepolitik Europas aufzunehmen. Diesen will der Europarat am 8./9. März verabschieden.

Vertreter der ASFE diskutierten gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern, wie synthetische Kraftstoffe aus Biomasse (BTL), Erdgas (GTL) oder Kohle (CTL) dazu beitragen können, die ehrgeizigen Ziele der EU hinsichtlich einer nachhaltigen Energiewirtschaft zu erreichen. Dr. Wolfgang Steiger, Leiter Forschungsfeld Antriebe der Volkswagen AG sagte im Namen der ASFE, „synthetische Kraftstoffe stellen eine geeignete Brücke zwischen konventionellen Kraftstoffen und langfristig erneuerbarer Energie dar. Sie sind heute zwar bereits verfügbar, aber wir brauchen eine klare politische Unterstützung seitens der Entscheidungsträger innerhalb der EU sowie ein begünstigendes politisches Umfeld. Dies ist die Grundvoraussetzung um Versorgungskapazitäten aufzubauen, die Entwicklung entsprechender Technologien zu unterstützen und die Nachfrage anzukurbeln.“

Matthias von Randow, Leiter der Grundsatzabteilung im Bundesverkehrsministerium begrüßte die Tatsache, dass mit Automobilherstellern und Kraftstoffproduzenten zwei wichtige europäische Industriezweige ihre Kräfte bündeln: „Europa ist führend bei der Diversifizierung der Energieversorgung und im Kampf gegen den Klimawandel. Die EU muss innovative Firmen dabei unterstützen, kostenwirksame und umweltfreundliche Lösungen - wie zum Beispiel synthetische Kraftstoffe – zu entwickeln, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.“ Kurt Bodewig, Mitglied des Deutschen Bundestages, erläuterte, welche Rolle synthetische Kraftstoffe für Deutschland spielen können: „Deutschland ist der größte Produzent von Bio-Kraftstoffen der ersten Generation in Europa. Wenn es uns künftig gelingt, eine Führungsrolle bei den auf Biomasse basierenden synthetischen Kraftstoffen einzunehmen, wird dies unsere Wettbewerbsfähigkeit fördern, wirtschaftliches Wachstum mit neuen Arbeitsplätzen in ländlichen Raum schaffen und unsere Führungsrolle im Bereich Umwelttechnologien untermauern.“

Vertreter von ASFE betonten, welchen wichtigen Beitrag synthetische Kraftstoffe bei der Zielsetzung der EU leisten können, 20 Prozent des konventionellen Kraftstoffs im Straßenverkehr bis zum Jahr 2020 zu ersetzen.

Mit Blick auf Verfügbarkeit und Vorteile der verschiedenen Arten synthetischer Kraftstoffe kommentierte Dr. Wolfgang Lüke, Koordinator für GTL Forschung und Technologie bei Shell: „GTL ist ohne Zweifel der kosteneffizienteste Kraftstoff, um die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren. Bis zum Jahr 2010 könnte das Angebotspotenzial 100.000 Barrels pro Tag erreichen. BTL wiederum bietet – im Vergleich zu aus Erdöl gewonnenen Kraftstoffen - das Potenzial, CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Beide Kraftstoffe können durch bestehende Vertriebs- und Tankinfrastrukturen geliefert und in existierenden Dieselmotoren verwendet werden. Die EU sollte die Vorteile synthetischer Kraftstoffe nutzen und sie als Teil des gewünschten Energiemix für den Straßenverkehr berücksichtigen.“

Über synthetische Kraftstoffe

Synthetische Kraftstoffe sind eine neue Generation nahezu schwefel- und aromatenfreier Kraftstoffe, welche durch die Fischer Tropsch Synthese aus Erdgas (GTL), Kohle (CTL) oder Biomasse (BTL) hergestellt werden können. Von den drei Prozessen ist GTL die kommerziell am weitesten fortgeschrittene. Zahlreiche Produktionsanlagen befinden sich momentan im Bau oder in der Planung, was zu einem Anstieg der Produktverfügbarkeit ab 2007 führen wird. BTL bedarf weiterer Investitionen in Forschung und Entwicklung, hat jedoch den Vorteil, in Europa verfügbare Ressourcen zu nutzen. Während die Treibhausgasemissionen auf Erdgas basierender synthetischer Kraftstoffe mit denen konventioneller Kraftstoffe vergleichbar sind, können aus Biomasse hergestellte synthetische Kraftstoffe zu einer bis zu 90-prozentigen Reduzierung von Treibhausemissionen beitragen. Da synthetische Kraftstoffe als Reinkraftstoff oder als Beimischungskomponente in existierenden Dieselmotoren und mit der bestehenden Tankstelleninfrastruktur verwendet werden können, gelten sie als kostengünstigste Alternative für die Erhöhung der Versorgungssicherheit. Durch die Reduzierung von Abgas-Emissionen (insbesondere von Stickstoffoxiden, Kohlenmonoxiden und Kohlenwasserstoffen) können synthetische Kraftstoffe darüber hinaus wesentlich zur Verbesserung der örtlichen Luftqualität beitragen.

Über ASFE

Die Alliance for Synthetic Fuels in Europe (ASFE), gegründet im März 2006 in Brüssel, ist ein auf europäischer Ebene einzigartiger Zusammenschluss von Automobilherstellern, Systemlieferanten und Kraftstoffproduzenten, die sich dem Ziel der Reduzierung des Umwelteinflusses des Straßenverkehrs mittels verbesserter Energieeffizienz und saubererer Kraftstoffe verschrieben haben. Die Mitglieder von ASFE sind:
Bosch, DaimlerChrysler, Renault, Shell, Sasol Chevron und Volkswagen.

Kontaktperson im ASFE Sekretariat:

Ivan Martin
Weber Shandwick
Tel: + 32 (0)495 524 181
E-mail: imartinwebershandwick.com

Kontaktpersonen in den Unternehmen:

Bosch - Thomas Knoll; Tel: +49 (0)711 811 7088
e-mail: de.bosch.com;" target="_blank">thomas.knollde.bosch.com; www.bosch.com

DaimlerChrysler - Matthias Brock; Tel: +49 (0)711 17 91404
e-mail: daimlerchrysler.com;" target="_blank">matthias.brockdaimlerchrysler.com; www.media.daimlerchrysler.com

Renault s.a.s. - Laurent Gerbet; Tel: +33 (0)1 7684 6982
e-mail: renault.com;" target="_blank">laurent.gerbetrenault.com; www.media.renault.com & www.renault.com

Royal Dutch Shell plc - Alexandra Wright; Tel: +44 (0) 207934 3277
e-mail: shell.com;" target="_blank">alexandra.wrightshell.com; www.shell.com

Sasol Chevron - Malcolm Wells; Tel: +44 (0)207 487 8994
e-mail: wemssasolchevron.com; www.sasolchevron.com

Volkswagen AG - Stella Pechmann; Tel: +49 (0)5361 986629
e-mail: volkswagen.de;" target="_blank">stella.pechmannvolkswagen.de; www.volkswagen-media-services.com



Quelle: oak media GmbH / pressbot.net

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27.02.2007 - 19:29 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1073 X