Doppelt so viele Aussteller auf spanischer „Genera“
Marktteilnehmer sehen hohes Potential. Großteil der Messebesucher aus Solarbranche. Anteil der ausländischen Besucher gestiegen.
Madrid. Auf der diesjährigen 10. Genera „Energy and Environment International Fair“, die vom 28. Februar bis zum 02. März in Madrid stattfand, informierten sich mehr als 7.000 Besucher über die verschiedenen Energiequellen und die dazugehörigen Industriezweige. Damit konnte sich die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. 65 Prozent der Aussteller nahmen zum ersten Mal an der Energiemesse teil. Nach wie vor zieht die Genera zwar viele spanische Aussteller an, doch mit rund 35 Prozent (97 Aussteller) vergrößerte sich auch der Anteil ausländischer Aussteller.
Zu den Neuigkeiten der Messe zählten unter anderem neue Systeme zur Fernüberwachung von Photovoltaikanlagen wie das System „Sunreader“ von Conergy. Es erfasst automatisch Störungen der PV-Anlage, die deren Leistung beeinflussen könnten und meldet sie per sms, E-mail oder Fax.
Zudem wurden Module der neuesten Generation, zum Beispiel mit einer automatischen Laminierung (Gruposolar GS60156M) vorgestellt. Die deutsche SolarWorld AG präsentierte auf der Genera unter anderem ihr Montagesystem „Sunfix", das aus Aluminium besteht und sich perfekt an den jeweiligen Untergrund anpassen lässt.
Die enormen Besucherzahlen zeigen, dass der spanische Markt an Bedeutung gewinnt. Dennoch gibt es auch kritische Beobachter des spanischen Booms. So erklärte ein Marktteilnehmer auf der Messe, dass der Solarboom nach den kommenden zwei Jahren wieder abflauen werde, wofür er die Deckelung von 317 MW-Peak (MWp) verantwortlich machte. Deutsche Unternehmen berichteten davon, dass die Erwartungen der spanischen Marktteilnehmer teilweise ein wenig zu überschwänglich seien. So sprachen viele Spanier von jährlichen Zubauten ihrer Firmen bis zu zehn MW. In Spanien wurden jedoch im vergangenen Jahr insgesamt nur 40 bis 50 MW verbaut.
Andreas Fürst, Geschäftsführer der Eurosol GmbH wies darauf hin, dass neben den bürokratischen Hürden auch die Netzbetreiber dem Markt noch große Schwierigkeiten bereiten würden. So lägen Projekte teilweise schon seit bis zu zwei Jahren auf Eis weil noch immer kein Netzanschluss zur Verfügung stehe.
Das höchste Branchenvolumen erreichte der Solarsektor, der mit einem Anteil von 66,7 Prozent auf der Messe vertreten war. 20 Prozent der Teilnehmer waren dem Sektor der Heizkraftwerke zuzuordnen, die restlichen verteilten sich auf die Themenbereiche Windenergie, Biomasse, hydraulische Energie und andere erneuerbare Energieformen.
Die solare Zukunft sahen vom Europressedienst befragte Messebesucher vor allem im Bau von Freiflächenanlagen und Aufdachsystemen für Industriegebäude. Die Hoffnung liegt hier jedoch auf dem neuen Dekret zur Förderung von Solarenergie, das in den nächsten Wochen verabschiedet werden soll. Der aktuelle Entwurf sieht unter anderem eine neue Vergütungskategorie vor, die Anlagen mit einer Größe von 100 Kilowatt (kW) bis zu 10 Megawatt (MW) mit 41,7 Cent fördert.
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07.03.2007 - 11:09 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 979 X
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