Messen für Umwelt- und Energie mit mehr internationalen Besuchern
Mit einer gestiegenen internationalen Ausstrahlung gingen die Umweltmesse TerraTec und die Energiemesse enertec am 8. März 2007 in Leipzig zu Ende. Zu dem Messedoppel reisten 22.370 Besucher aus 48 Ländern (2005: 46 Länder) an, dabei lag der Besucheranteil aus dem Ausland um fünf Prozent höher als zur Vorveranstaltung. Die TerraTec begrüßte 12.500, die enertec 9.700 Besucher (2005: 12.300/9.400). 96 Prozent von ihnen waren vom Fach, mehr als 20 Prozent kamen aus über 300 Kilometern Entfernung nach Leipzig. Insgesamt präsentierten sich 575 Aussteller aus 21 Ländern (2005: 553 Aussteller aus 16 Ländern). In mehr als 70 hochkarätig besetzten Veranstaltungen boten enertec und TerraTec zahlreiche Informations-, Weiterbildungs-, Diskussions- und Kontaktmöglichkeiten. Das Interesse daran war so groß, dass viele Vortragsräume überfüllt waren. "Das Messeduo ist das Highlight der Ver- und Entsorgungsbranche", resümiert Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführer der Leipziger Messe.
40 Prozent der Aussteller planen Ost-Geschäfte
Der Anteil ausländischer Besucher in den Messehallen nahm deutlich zu, mehr als die Hälfte stammte aus den Ländern Mittel- und Osteuropas (Polen, Russland, Ukraine, Ungarn). "Besonders für diese Länder, die einen enormen Nachrüstungs- und Informationsbedarf haben, boten die beiden Messen zahlreiche Kontakte", erläutert Marzin. 50 Prozent der Aussteller sind bereits in Mittel- und Osteuropa aktiv, 40 Prozent wollen demnächst in diese Märkte einsteigen. Zuwachs gab es
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auch bei Besuchern aus dem ostasiatischen Raum. Für 90 Prozent der enertec- und 83 Prozent der TerraTec-Besucher hat sich laut repräsentativer Befragung der Messebesuch gelohnt. Vier von fünf Besuchern wollen 2009 wiederkommen.
Die zehnte Umweltmesse TerraTec vereinte 345 Aussteller (2005: 335) aus 19 Ländern, darunter viele marktführende Unternehmen aus der Abwasser-, Wasser- und Entsorgungsbranche. Angebote aus der Recyclingtechnik, Altlastensanierung, Müllverbrennung sowie dezentrale Lösungen für die Wasserwirtschaft komplettierten die Offerten. Auf der Energiemesse enertec präsentierten sich 230 Unternehmen (2005: 218) aus elf Ländern. Dabei verzeichnete die enertec einen Flächenzuwachs von 15 Prozent. Neben Energieversorgern- und -dienstleistern dominierten Technikanbieter und der Bereich Bioenergie . Annähernd 80 Prozent der enertec- und 70 Prozent der TerraTec-Aussteller wollen auch 2009 dabei sein.
Schwerpunkt dezentrale Lösungen fand großen Zuspruch - Bioenergie besonders gefragt
Auf der TerraTec waren besonders dezentrale Abwassertechnologien gefragt. "Unser Konzept, messeübergreifend auf die dezentralen Lösungen zu setzen, ist voll aufgegangen", informiert Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe GmbH. Lars Bergmann, Geschäftsführer der Martin Bergmann Umwelttechnik GmbH aus dem sächsischen Penig, ergänzt: "Das Messegeschehen hat sich von Tag zu Tag gesteigert. So fahren wir richtig zufrieden nach Hause. Auch finnische und bulgarische Besucher interessierten sich für unsere biologischen Kleinkläranlagen." Bei den enertec-Besuchern standen die Bioenergie, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Blockheiz-Kraftwerke (BHKW) hoch im Kurs. "Wir sind zum ersten Mal auf der enertec präsent und mit dem Verlauf sehr zufrieden", so Veronika Bergmaier von der Schmack Biogas AG. "Zuweilen erlebten wir einen Riesenandrang an unserem Stand, konnten sehr viele Kontakte knüpfen und potenzielle Kunden auf uns aufmerksam machen. So werden wir sicher beim nächsten Mal wieder dabei sein, dann aber mit einem deutlich größeren Stand".
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Exzellentes Fachprogramm:
Deutsches Know-how und saubere Kohle
Eine Vielzahl von Veranstaltungen führte Experten aus Ost- und Westeuropa zusammen. Zu den Höhepunkten gehörte der "Marktplatz der Märkte". "Wir hatten jede Menge Kontakte. Deutsches Know-how ist in den neuen und künftigen EU-Mitgliedsländern stark gefragt", sagte
Dr. Hans-Peter Barkenthien, Direktor des Internationalen Dialog-zentrums Umwelt und Entwicklung (IDCED).
42 Prozent oder 360 Millionen Tonnen Kohlendioxid pustet Deutschland aus seinen Kraftwerksschloten jährlich in die Luft. Deshalb stehen Hersteller und Betreiber von Kraftwerken gemäß dem Kyoto-Protokoll in der Pflicht, den Ausstoß dieses Treibhausgases nachhaltig zu senken. Trotz teils widerstreitender Meinungen waren sich die Experten aus den USA, Kanada, Russland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Japan, von der EU-Kommission sowie aus anderen Staaten darin einig, dass in einem zukunftsträchtigen Energiemix Kohleverstromung unverzichtbar bleibt. "Moderne Kohlekraftwerke nehmen weiterhin eine wichtige Rolle in der Stromerzeugung ein", so Dr. Johannes Heithoff, Vorstand für Forschung und Entwicklung der RWE Power AG.
Grün ist der Unternehmergeist
Zur größten deutschen Kooperationsbörse für Unternehmen der Umwelt- und Energietechnik, der AL-Invest Green Ventures, kamen mehr als 250 Unternehmen aus der ganzen Welt, ein großer Teil davon aus Lateinamerika. Auch afrikanische Vertreter waren dabei: "Als Stammgast der Green Ventures war ich neugierig auf Leipzig und seine Umweltmesse TerraTec. Und ich hatte Erfolg. Mit der Firma Busse aus dem Leipziger Umland sind wir uns einig, dass sie eine Pilotanlage zur biologischen Abwasserklärung in Tunesien errichten wird", informierte Sadok Gaha, Generaldirektor der Unternehmensberatung Sadga Consult, aus der tunesischen Hauptstadt Tunis. Thorsten Stehr, Koordinator der AL Invest Green Ventures, fasst zusammen: "Die Verbindung der Green Ventures mit der TerraTec und enertec war ein guter Benefiz für beide Seiten. Jeder hat vom anderen profitiert, und das Publikum kam in Massen."
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Das Messeduo enertec und TerraTec findet das nächste Mal vom
3. bis 6. März 2009 in Leipzig statt.
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enertec und TerraTec im Internet:
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www.leipziger-messe.de
Quelle: oak media GmbH / pressbot.net
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11.03.2007 - 18:44 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 789 X