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Bilanz und Ausblick anlässlich der „Woche der Sonne“


Im Nürnberger Rathaus präsentieren die Stadt Nürnberg, die
N-ERGIE Aktiengesellschaft und solid am 30. April um 15.30 Uhr im
Rahmen einer Pressekonferenz ihre gemeinsamen solaren Aktivitäten.
Neue Förderprogramme, eigene Initiativen und jede Menge Veranstaltungen
sollen die Solartechnik in der Region noch ein weiteres
Stück voranbringen. Besonders im Rahmen der Klimadebatte
sind Erneuerbare Energien in aller Munde. Solartechnik kann, so
alle Beteiligten, durchaus einen nennenswerten Beitrag liefern. Die
Stadt Nürnberg, solid und N-ERGIE nehmen die „Woche der Sonne“
zum Anlass, die Nutzung von Solarenergie in der Metropolregion
Nürnberg zu beleuchten. An der Pressekonferenz werden teilnehmen:
N-ERGIE Vorstandsvorsitzender Herbert Dombrowsky, Umweltbürgermeister
Dr. Klemens Gsell und solid-Zentrumsleiter Michael
Vogtmann.
Die Woche der Sonne: Neun Tage lang, vom 28.April, dem „bundesweiten
Tag der erneuerbaren Energien“ bis einschließlich 6.Mai, finden in
der „Woche der Sonne“ bundesweit über 1.300 Informationsveranstaltungen
und Aktionen rund um die Solarenergie statt, alleine in Mittelfranken
sind es ca. 50. solid ist einer der regionalen Projektpartner und verteilt
in der Woche der Sonne seine Aktivitäten ganz bewusst auf die
Städteachse Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach. Mit insgesamt 10
Informationsabenden, Workshops und Seminaren in Nürnberg und Umgebung
wird solid mit verschiedenen Kooperationspartnern möglichst
vielen Bauherren bewusst machen, wie effizient und – nicht zuletzt dank
zahlreicher Fördermittel – wie wirtschaftlich die Solarnutzung schon ist.
Alleine in Nürnberg finden, ausgehend vom bereits durchgeführten Informationsabend
in Nürnberg-West weitere vier Informationsabende in
Kooperation mit der Stadt und der N-ERGIE statt. Am 2.Mai informieren
die Partner um 19 Uhr in Kooperation mit dem Bürgerverein Nürnberg-
Langwasser im Gemeinschaftshaus Langwasser zur Solarenergie.
Die Stadt Nürnberg engagiert sich schon seit vielen Jahren im Bereich
Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien. Beispielhaft steht der Runde
Tisch „Klima und Energie“ als bewährtes Instrument für das lokale
Handeln in Sachen Klimaschutz. Die ehrgeizigen Ziele bei der Reduktion
von CO2 und anderen treibhausrelevanten Schadstoffe gilt es zu erreichen,
Ziele, denen bekanntlich eine globale Bedeutung zugemessen
wird.
Ein erster Klimaschutzbericht aus dem Jahr 2000 sah vor, die Zahl der
CO2-Emissionen bis 2010 um 27 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.
Ein aktuell vorgestellter Klimaschutzbericht hat ermittelt, dass bereits 22
% weniger CO2 im Vergleich zu 1990 ausgestoßen werden. Um mindestens
die noch fehlenden restlichen 5 % zu erreichen, lässt die Stadt derzeit
einen Klimaschutzfahrplan erstellen, der sich mit den Potentialen der
zentralen Bereiche Verkehr, Kraft-Wärme-Kopplung, Gebäudesanierung
und Erneuerbare Energien bis 2010 bzw. 2020 beschäftigt.
Für den weiteren Ausbau der Photovoltaikleistung hat das Umweltamt
der Stadt Nürnberg ein Dachflächenkataster für stadteigene Gebäude
erstellt. So konnte die Stadt inzwischen eine Vielzahl von eigenen Dächern
an private Investoren vermieten. Auch mit der Solardachbörse
(www.solardachboerse.de) verfolgt die Stadt das Ziel, den Anteil von
Solarstrom in Nürnberg zu erhöhen. Dort können öffentliche, gewerbliche
sowie privat genutzte Gebäude, die sich für die Installation einer Solarstromanlage
eignen, gemeldet werden.
Die aktuell größte Photovoltaikanlage im Nürnberger Stadtgebiet befindet
sich auf dem Dach der Kongresshalle mit ca. 300 KWp, gefolgt von der
Anlage auf dem Nürnberger Stadion mit 138,8 KWp.
Die Stadt beteiligt sich seit 2004 an der Solarbundesliga. Bewertet werden
dabei installierte Photovoltaikleistung und die vorhandene Solarkollektorfläche,
gemessen an der Zahl der Einwohner. Unter den Großstädten
mit mehr als 100.000 Einwohnern belegt Nürnberg momentan Platz
14, bei der inoffiziellen Wertung der Städte mit mindestens 500.000 Einwohnern
liegt Nürnberg sogar auf Platz 1 und ist somit noch erfolgreicher
als der schon erfolgreiche „Club“. Bei der Photovoltaik beträgt die Gesamtleistung
knapp 6 Megawatt bzw. eine Gesamtfläche von ca. 60 ha –
das macht 0,1 qm oder 12 Watt pro Kopf. Bei der Solarthermie ist bislang
mehr als ein 1 ha (= 2 Fußballfelder) Kollektorfläche installiert – das
macht 0,02 qm pro Kopf. Gerade bei der Solarwärme bestehen noch
große Potentiale.
Das CO2-Minderungsprogramm soll u.a. zum Ausbau der Solarwärmeanlagen
beitragen. In dem von Stadt und N-ERGIE auch 2007 wieder
aufgelegten Förderprogramm werden deshalb erstmals auch hochwertige
Solarthermie-Anlagen für Heizung und Warmwasser-unterstützung
mit bis zu 700 € gefördert. Kunden in Nürnberg und im gesamten Netzgebiet
der N-ERGIE können diese Fördermöglichkeit in Anspruch nehmen.
Die Anlagenplanung muss anhand eines konkreten Angebotes und
durch einen Solar-Check von solid oder durch ein vergleichbares Verfahren
aufzeigen, dass mindestens jährlich 20 % des Gesamtwärmeenergiebedarfs
von Warmwasser- und Raumwärmebedarf über einen geeigneten
Speicher abgedeckt werden können. Ebenso muss zu Funktionsund
Kontrollzwecken ein Wärmemengen-Zähler auf der Solarseite eingebaut
werden. Durch diese Anforderungen soll besonders eine hochwertige
Solaranlagen-Qualität sichergestellt werden.
In das Netz der N-ERGIE wurden 2006 rund 611 Mio. Kilowattstunden
(kWh) Strom aus Erneuerbaren Energien eingespeist. Dies entspricht
einem Anteil von 7,3% an der gesamten Einspeisung in das N-ERGIE
Netz. 2005 lag dieser Wert noch bei 6,5%. Aus Photovoltaik-Anlagen
wurden 2006 104,7 Mio. kWh Strom eingespeist. Dies entspricht einem
Anteil von 1,24% an der gesamten Einspeisung und bedeutet im Vergleich
zu 2005 eine Steigerung um 72%. Damals betrug die Menge des
durch Photovoltaik erzeugten Stroms 60,8 Mio. kWh.
Die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien erfordert jedoch den
Ausbau der Netze und der Anschlussanlagen. In der Ortschaft Larrieden
beispielsweise musste die N-ERGIE aufgrund des Anschlusses von Photovoltaik-
Anlagen 80.000 € in den Ausbau des Netzes investieren, um die
Netzspannung in den vorgeschriebenen Grenzen zu halten.
Die impleaPlus GmbH – ein Unternehmen von N-ERGIE und wbg - ist
mit einer installierten Leistung von nahezu 600 Kilowatt Peak auf 26 Anlagen
der größte Photovoltaik-Anlagenbetreiber in Nürnberg. 2006 errichtete
die impleaPlus auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage eine
der größten Photovoltaik-Anlagen Nürnbergs. Die 275.000 Euro teure
Anlage hat eine Gesamtfläche von 400 m² und wird über 48.000 kWh
Strom pro Jahr in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Dies entspricht
dem jährlichen Verbrauch von 15 Drei-Personenhaushalten. Gleichzeitig
werden mit der Anlage rund 26,5 to CO2, gemessen am gesamtdeutschen
Strommix, eingespart.
Seit 2005 treiben wbg und impleaPlus den Einsatz von Photovoltaik
durch ihre gemeinsame „Solar-Initiative“ kräftig voran. Die wbg stellt
Dachflächen auf Wohnhäusern zur Verfügung und sucht gemeinsam mit
der impleaPlus die passenden Standorte aus. In den letzten beiden Jahren
gingen bereits mehrere Anlagen mit einer jährlichen Einspeisung von
rund 390.000 kWh in Betrieb.
solid, das gemeinnützige Solarenergiezentrum der Metropolregion
Nürnberg rechnet mit einem boomenden Solarmarkt mit jährlichen
Wachstumsraten von ca. 20%. Neben zahlreichen solaren Dienstleistungen
zur weiteren Verbreitung von Solarstrom- und Solarwärmeanlagen
bemüht sich solid verstärkt auch um langfristig hohe Qualität. Denn ca.
1/4 aller installierten Solaranlagen funktionieren nicht so ertragreich wie
anfangs prognostiziert oder erhofft. Gründe liegen teils in fehlerhaften
Komponenten, häufiger aber in Planungs- und Installationsfehlern.
Damit die Qualität der Solaranlagen auch bei den eingeholten Angeboten
und der Installation stimmt, können sich Interessierte an der solid-
Checkliste „Wie komme ich zu einer guten Solaranlage?“ orientieren.
Passende Installationsbetriebe empfiehlt solid den Bürgern in der Region
in der Marktübersicht mittelfränkischer Solarfachbetriebe von solid. Eine
Vorreiterrolle für umfassende Qualitätssicherung spielt solid auch bei der
Entwicklung des RAL-Gütezeichens Solarenergieanlagen.
Jungen Menschen, die sich für die Branche interessieren, stehen im Bereich
Handwerksausbildung und Studium zahlreiche Möglichkeiten offen,
bis hin zum Solar- und Energieexperten in der Finanz- und Versicherungswirtschaft.
Bundesweit arbeiten schon über 200.000 Menschen im
Bereich der erneuerbaren Energien, alleine in der Solarbranche 50.000.
Auch in unserer Region werden jedes Jahr neue Arbeits- und Ausbildungsplätze
geschaffen. Waren im Jahr 2000 in Mittelfranken noch ca.
1.000 Menschen für die Solarbranche tätig, so sind es mittlerweile schon
ca. 2.500, Tendenz weiter steigend.
Die solaren Aktivitäten von Stadt Nürnberg, N-ERGIE Aktiengesellschaft
und solid und weiterer Akteure in der Metropolregion Nürnberg wollen
diese Entwicklung auch künftig fördern.

Quelle: oak media GmbH / pressbot.net

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25.04.2007 - 7:41 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 606 X