esyoil-Heizöl-News: Dem Klimaschutz hilft der Streit um Öl, Atom oder Sonne nicht weiter
Lüneburg, 29.05.2007 - Am Ölmarkt gibt es nichts Neues. Preisgefahren gehen weiterhin von den maroden US-Raffinerien, der politischen Lage in Nigeria und im Irak sowie vom Atomstreit mit dem Iran aus. Die ersten direkten Gespräche zwischen den USA und dem Iran seit einem viertel Jahrhundert sorgten gestern zwar für einen Lichtblick. Die Preise werden sie indes kaum beeinflussen. Die stehen nach wie vor unter dem dominierenden Einfluss des US-Benzinmarkts. Der wird von Spekulanten nicht zuletzt wegen der unzureichend funktionierenden US-Raffinerien für bullisches Treiben strapaziert. Die Benzinpreise befinden sich mittlerweile im vierten Monat eines geradlinigen Aufwärtstrends. Die Rohöl- und Heizölpreise werden in den Bann dieses Trends gezogen. Sie sind ihm aber noch nicht erlegen. Fundamental gibt es keinen Grund, dem Trend zu folgen. Rohöl und Heizöl sind mehr als ausreichend vorhanden. Der Dollar befindet sich seit einem Monat in einem moderaten Aufwärtstrend, weil die US-Konjunktur sich besser als erwartet entwickelt.
Ohne kurzfristigen Einfluss auf die Preise aber doch mit weit reichenden Folgen werden die politischen Verhandlungen zum Klimaschutz sein. Auf dem bevorstehenden G8-Treffen will die Bush-Administration ihre auf Verschwendung basierende Energiepolitik durch eine vollkommen überflüssige Diskussion über Atomkraft verschleiern und als Klima schützend verkaufen. Als Bündnispartner für die Geburtshilfe einer neuen Atomkraftinitiative zum vermeintlichen Wohl der Erde und ihres Klimas sollen Kanada und Japan zur Seite stehen. So wie die USA das Thema angehen, ist es gleichgültig, ob sie auf Atom- oder auf Biokraft setzen. Der Ansatz fruchtet nicht, weil er das Wesentliche nämlich die Energieeffizienz auslässt.
Die Bundesregierung hat zum Energiegipfel 2007 eine Studie erstellen lassen, in der drei Szenarien einer Klima schützenden Energiepolitik untersucht wurden. Das Ergebnis belegt die herausragende Bedeutung der Energieeffizienz. Die Prognos AG und das Energiewirtschaftliche Institut der Uni Köln (EWI) als Auftragnehmer verglichen den im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Weg des Atomausstiegs und der Verdopplung der Energieproduktivität bis 2020 mit einem Szenario „längere Laufzeiten für Atomkraft“ und einem Szenario „stärkerer Ausbau der regenerativen Energieträger“. Das Ergebnis der Modellrechnungen zeigt, dass die Realisierung der Klimaziele ohne Atomkraft machbar ist. Und das sogar zu geringeren volkswirtschaftlichen Kosten als mit Atomkraft. Braun- und Steinkohlekraftwerke werden ab 2013 wegen zu hoher Kosten der Emissionen im Zertifikatehandel nicht mehr gebaut. Storm wird zunehmend aus Gaskraftwerken kommen. Dennoch steigt die Abhängigkeit von russischen Importen nicht, weil die Gasnachfrage im Wärmemarkt drastisch zurückgehen wird. Hierfür sind allerdings erhebliche Wärme dämmende Maßnahmen am Gebäudebestand notwendig. Ähnlich verhält es sich mit Öl, das im Straßenverkehr der wichtigste Energieträger bleiben wird. Bei der Raumwärme wird er neben Gas die Nummer Zwei bleiben. Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung bewirken dabei einen deutlichen Verbrauchsrückgang.
Der verstärkte Ausbau der regenerativen Energieträger führt zu einer geringen Verbesserung der Treibhausgasemissionen, beschert der Volkswirtschaft aber erhebliche Mehrkosten. Allen Szenarien gemeinsam ist ihre Abhängigkeit vom Energiesparen. Die Verdoppelung der Energieproduktivität bis 2020 ist notwendige Vorraussetzung, dass die Klimaziele erreicht werden. Hier steht die Politik in der Pflicht, mehr als bisher zu bieten. Gebäude- und Heizungssanierung, sparsame Autos und Haushaltsgeräte müssen viel stärker vorangetrieben werden. Diskussionen unter dem Motto „längere Laufzeiten von Atomkraftwerken“ oder „weg vom Öl“ sind lähmend und irreführend. Sie hindern uns, Ziel führende Wege im Klimaschutz schnell zu gehen. Und sie hindern uns, die langfristige Ölpreisentwicklung im Griff zu behalten.
Kurzfristig gibt der Ölpreis etwas nach. Die Tonne Gasöl kostet heute Morgen 598 $.
Unsere Heizölpreise kämpfen nach wie vor um ihren Seitwärtstrend. Der Handel entblößt sich seiner Margen, um den Verbrauchern keine Preissteigerung zuzumuten. Das geht natürlich nur solange gut, bis die Kaufzurückhaltung im Binnenmarkt aufgegeben wird. Die Auftriebstendenzen am Weltmarkt machen das Festhalten am Seitwärtstrend immer schwerer. Dennoch sehen wir auf Grund der guten Versorgungslage bei Rohöl und Heizöl keinen schwerwiegenden Grund für einen klaren Aufwärtstrend.
Weitere Informationen rund um das Thema Heizöl und zu den Produkten und Dienstleistungen der esyoil GmbH finden Sie unter www.esyoil.com, www.teletanks.com und www.esytrol.com.
Pressekontakt:
Dr. Klaus Bergmann
Tel. +49 (0) 41 31 - 60 39 76
Fax +49 (0) 41 31 - 60 39 79
E-Mail: presse
esyoil.com
esyoil GmbH
Imkerstieg 1
D-21339 Lüneburg
www.esyoil.com
Quelle: esyoil GmbH / pressbot.net
Ihr Ansprechpartner:
| Firma | : | esyoil GmbH |
| Name | : | Dr. Klaus Bergmann |
| Straße | : | Imkerstieg 1 |
| Stadt | : | - 21339 Lüneburg |
| |
| |
| Telefon | : | +49 (0) 41 31 - 60 39 70 |
| Mobil | : | +49 (0) 41 31 - 60 39 79 |
| |
| WWW | : | www.esyoil.com |
| E-Mail | : |  |
29.05.2007 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 678 X
Vorherige Artikel
Europäisches Gericht: Grüne Punkt-Konzern DSD darf Wettbewerber nicht ausschließen
Brüssel/Köln - Das Europäische Gericht (EuG) gab seine erstinstanzliche Entscheidung über die Mitbenutzung von Abfallbehältern bekannt. Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) hatte gegen eine Auflag
Pressemitteilung: Meerestechnik-Kongress „InnoMeerKom“ - Agenda steht fest, noch wenige Plätze verfügbar
Wie bringt man Unterwasser-Kamerasysteme an ein Datennetzwerk? Warum eröffnet das „Aurora Borealis Projekt" ein neues Kapitel der Polarforschung? Welche innovativen Technologien stehen heute für
Hydraulischer Torantrieb
Hydraulische Antriebe für Sektionaltore haben gegenüber den üblichen, elektrischen Alternativen besondere Vorteile für Betreiber und Monteur: Sie sind schneller montiert, verbrauchen weniger Energie,
Nächste Artikel
Ungelegte Eier und die Fiktion einer geschlossenen Welt im Umweltschutz - Wissenschaftsjournalist Edgar Gärtner warnt vor den Gefahren des Öko-Nihilismus
Von Gunnar Sohn Frankfurt am Main - Der Frankfurter Wissenschaftsjournalist Edgar Gärtner hat ein überraschendes Ökologiebuch geschrieben. Überraschend deshalb, weil es, obzwar von einem studierten un
Im Fokus: Wege der Holzmobilisierung
150 Teilnehmer beim 4. Forum „Marketing Forst & Holz“ auf der LIGNA+ HANNOVER 2007.29. Mai 2007 (HAF, Bonn) Die LIGNA+ HANNOVER 2007 bildete den Rahmen für das 4. Forum „Marketing Forst & Holz“ des Ho
Vom Saulus zum Paulus – britische Regierung formuliert Klimaziele
Großbritannien formuliert große Ziele für den Klimaschutz. Besucherrekord bei Energiemesse im schottischen Aberdeen. „Energy White Paper“ in London vorgestellt.Aberdeen. Bislang galt Großbritannien ni
Spatenstich für neue Produktionshalle
4.000 qm zusätzliche Produktionsfläche / Neue Arbeitsplätze in Günzburg „Großer Spatenstich“ bei der Günzburger Steigtechnik: Das Unternehmen baut eine 4.000 Quadratmeter große Produktionshalle am Sta
BIOHAUS baut neuen SolarDachZiegel in bestechender Optik
Paderborn, 29. Mai 2007BIOHAUS hat einen kristallinen Solardachziegel entwickelt, der durch seine herausragende Erscheinung besticht. „Gäbe es eine Steigerung von schöner Photovoltaik, so hieße sie „B