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Hohe Beteiligung an Stromabschaltaktion zum G8-Gipfel hielt an


Deutschland, 9. Juni 2007: Während des G-8-Gipfels haben viele Bürger ihren Willen für verbindliche Klimaschutzmaßnahmen unterstrichen. An diesen drei Tagen sollten, stets von 19:45 bis 20:00 Uhr, möglichst viele Haushalte den Strom abschalten. Dabei ging es nicht etwa um eine kurzfristige Einsparung beim Stromverbrauch sondern um die Förderung des bürgerlichen Engagements für verbindliche Maßnahmen in der Klimaschutzpolitik.

Über eine Million Beteiligte

Nachdem sich am zweiten Tag der Stromabfall, vermutlich wegen des Feiertags und hochsommerlichen Wetters, kaum bemerkbar machte, stieg am letzten Aktionstag die Beteiligung noch einmal an. Nach den Rückmeldungen in Mannheim und Offenbach von 2,2% (6. Juni) auf 2,4% (8. Juni). Hochgerechnet auf ganz Deutschland ergibt das für den dritten Gipfeltag eine Beteiligung von gut einer Million Haushalte. Viel mehr als sich die Bürgerinitiative erhofft hatte.

Verbindliche Klimaschutzmaßnahmen müssen kommen

Wolfgang Rech, Initiator der Kampagne „Schalt ab! …fürs Klima“, beobachtete die Liveübertragungen zu den G8-Verhandlungen argwöhnisch: “Mit dem Resultat unserer Bürgerinitiative sind wir sehr zufrieden, mit dem Ergebnis des G8-Gipfels in Sachen Klimapolitik weniger. Dass die Mitglieds- und Schwellenländer den IPCC-Bericht anerkannt haben, ist sicherlich gut. Aber die im Schlussdokument getroffene Aussage, die Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau stabilisieren zu wollen, auf dem gefährliche anthropogene Störungen des Klimasystems vermieden würden, das ist achtlos - denn die gefährlichen Störungen im Klimasystem sind schon längst im Gange auf unserem Planeten.“ Weiter trifft er eine klare Aussage: „Das Nichthandeln der Politiker nenne ich fahrlässig. Vor 20 Jahren hätte man bereits solche wegbereitenden Vereinbarungen treffen müssen. Heute können wir uns Unverbindlichkeiten eigentlich nicht mehr erlauben!“

Handeln statt hoffen

Was nach dem G8-Gipfel bleibt ist die Hoffnung, dass sich die einzelnen Länder, wie in Heiligendamm auch vereinbart, in knapp zwei Jahren auf jeweils ganz konkrete Klimaschutzziele verständigen und ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls zustande kommt. Bis dahin will die Bürgerinitiative nicht warten. Das Team ist bereits daran sich neue Konzepte zur Stärkung des bürgerlichen Engagements in Sachen Klimapolitik zu überlegen. Außerdem will es darlegen wie einfach und günstig es war ihre Bürgerinitiative ins Leben zu rufen und hofft auf viele Nachahmer.

Den kompletten Kommentar zum Ergebnis des G8-Klimaabkommens finden Sie unter: http://www.schaltab.net/documents/070609_Kommentar

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Quelle: oak media GmbH / pressbot.net

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11.06.2007 - 7:35 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 471 X