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PV Crystalox Solar plc und Yingli Green Energy neu in Solaraktienindex PPVX


In den PHOTON Photovoltaik-Aktien Index PPVX wurden am 8.6.2007 die Aktien der PV Crystalox Solar plc und der Yingli Green Energy Holding aufgenommen. Nach einer Performance von über 690 Prozent in den Jahren 2004 bis 2006 liegt der Index dieser Boombranche seit Jahresanfang 2007 mit einem Plus von rund 42,8 Prozent rund 30 Prozentpunkte erneut vor dem Erdöl-Aktien-Index AMEX Oil (+12,4 Prozent) und hat nun ein Volumen von über 45,6 Milliarden Euro erreicht.



Aachen/Wien, 9.6.07 (photon/oeko-invest):

Der internationale PHOTON Photovoltaik-Aktien Index (PPVX) enthält mit der mit der seit 6. Juni 2007 an der Londoner Börse notierten PV Crystalox Solar plc (www.pvcrystalox.de, ISIN GB00B1WSL509) das erste britische Unternehmen, und mit der seit 8. Juni 2007 an der New Yorker Börse notierten Yingli Green Energy Holding (www.yinglisolar.com, Börsenkürzel YGE) das neunte Unternehmen aus China.

Da der Index auf 30 Titel begrenzt ist, fallen die beiden mit einem Börsenwert von unter 105 Millionen Euro kleinsten Firmen, die kanadische Carmanah Technologies und die deutsche Sunways, aus dem PPVX. Die PPVX-Firmen, die zwischen rund 114 Millionen Euro (Phoenix Solar AG) und 11,4 Milliarden Euro (REC) wert sind, haben ihren Sitz in Deutschland (10), China (9), USA (6), Taiwan (2), Grossbritannien (1), Norwegen (1) und der Schweiz (1). Die Gewichtung der beiden neuen Aktien im Index betragen anfänglich jeweils rund 2,4 Prozent.



Mit einem Wochenschlusskurs von 133,75 Pence am 8. Juni 2007 wurde die PV-Crystalox-Aktie in die Gewichtungsklasse 4 (Marktkapitalisierung 800 bis 3.200 Millionen Euro) des PPVX aufgenommen. Das Unternehmen hat 169 Millionen Aktien (rund 40 Prozent) zum Stückpreis von 130 Pence platziert.

Der Grossteil davon, 127,27 Millionen Stück, stammt aus Altaktionärsbesitz, 41,73 Millionen sind Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Die 1982 gegründete PV Crystalox Solar produziert multikristalline Kristallblöcke (Ingots) in Großbritannien und Silizium-Wafer in Deutschland, die vor allem an Solarzellenhersteller in Japan geliefert werden.



Im letzten Jahr steigerten rund 200 Mitarbeiter die Produktion auf rund 215 MW, die Kapazität wurde bis Ende 2006 auf 288 MW ausgebaut. Damit stieg der Gruppenumsatz um 32 Prozent auf 242 Millionen Euro in 2006, der Vorsteuergewinn um 56 Prozent auf 49 Millionen Euro. Mit dem Geld aus dem Börsengang sollen unter anderem die Produktionskosten weiter gesenkt werden und für rund 80 Millionen Euro eine Siliziumfabrik in Deutschland gebaut werden, um die Abhängigkeit von Lieferanten für diesen Rohstoff zu reduzieren: bereits 2009 will man 900 Tonnen Silizium produzieren, 2011 sollen es 1.800 Tonnen sein.



PV Crystalox Solar ist - bei rund 417 Millionen Aktien und einem Kurs von rund 134 Pence - mit rund 824 Millionen Euro bewertet, also rund dem 3,4-fachen des letztjährigen Jahresumsatzes.



Mit einem Schlusskurs von 10,50 Dollar am ersten Handelstag wurde auch die Yingli-Aktie in die Gewichtungsklasse 4 des PPVX aufgenommen. Die Yingli Green Energy Holding Co. Ltd. hat 29 Millionen Aktienzertifikate (ADS, American depositary shares), die jeweils eine Aktie – und insgesamt rund 23 Prozent des Unternehmens - repräsentieren, zum Stückpreis von 11 Dollar (Emissionsspanne war 11 bis 13 Dollar) platziert. Der Grossteil davon, 26,55 Millionen Stück, sind Aktien aus einer Kapitalerhöhung, der Rest (2,45 Millionen) stammt von der Hauptaktionärin Yingli Power Holding Company Ltd., die dem CEO Miao Liansheng gehört.



Weitere 4,35 Millionen Stück aus Altaktionärsbesitz stehen den Emissionsbanken Goldman Sachs und UBS als „greenshoe“-Reserve zur Verfügung, so dass sich ein maximales Emissionsvolumen von rund 367 Mio Dollar ergibt. Mit dem Emissionserlös sollen eine im November 2006 aufgenommene Anleihe getilgt werden, der Anteil an der operativen Tochter auf über 70 Prozent gesteigert sowie ein weiterer Kapazitätsausbau und Rohstoffeinkauf finanziert werden.



Die im August 2006 in Boading (Provinz Hebei) gegründete Yingli Green Energy Holding hat bis dato – von der in Shanghai börsennotierten Boading Tianwei Baobian Electric - 62,13 Prozent des 1998 gegründeten Konzerns Boading Tianwei Yingli New Energy Resources übernommen, der derzeit zu den größten chinesischen Produzenten von Ingots und Wafern (rund 95 Megawatt Kapazität), Solarzellen (90 MW) und Solarmodulen (100 MW) gehört.



Yingli’s Solarprodukte werden unter anderem nach Deutschland, Spanien und Amerika exportiert, der durchschnittlich erzielte Modulpreis betrug 2006 rund 2,84 Euro pro Watt (+9 Prozent). Yingli begann 2002 mit einer 3-MW-Modulproduktion, die bis 2010 auf jeweils 600 MW für Solarzellen und Module ausgebaut werden soll. 2006 stieg der Umsatz um rund 353 Prozent auf rund 159 Millionen Euro, der Gewinn um rund 228 Prozent auf rund 21 Millionen Euro, was einer Netto-Umsatzrendite von über 13 Prozent entspricht.



Das Unternehmen ist - bei rund 127 Millionen Aktien und einem Kurs von 10,50 Dollar - mit rund 989 Millionen Euro bewertet, also gut dem Sechsfachen des letztjährigen Jahresumsatzes.



Mit Marktkapitalisierungen von 989 bzw. 824 Millionen Euro liegen die beiden neuen PPVX-Unternehmen – vor bzw. nach Energy Conversion Devices (mit rund 916 Millionen Euro) - an zehnter bzw. zwölfter Stelle im PPVX, dessen Volumen sich seit Anfang 2004 von rund 0,4 Milliarden Euro auf über 45,6 Milliarden Euro erhöht hat.



Zum PPVX:

Der am 1. August 2001 mit 1.000 Punkten und elf Aktien gestartete PPVX wurde in seiner inhaltlichen Zusammensetzung und rechnerischen Struktur in Kooperation von der Solar Verlag GmbH, Aachen, und der Öko-Invest-Verlags-GmbH, Wien, erstellt. Aufgenommen werden Unternehmen, die über 50 Prozent des Vorjahresumsatzes mit Produkten oder Dienstleistungen gemacht haben, die direkt oder indirekt mit der Installation beziehungsweise Nutzung von Photovoltaikanlagen zusammenhängen. Über die Aufnahme entscheidet ein Beirat, dem Mitglieder der Redaktionen des Börseninformationsdienstes Öko-Invest, der deutschen sowie der englischsprachigen PHOTON-Redaktion angehören.

Der PPVX wird regelmäßig auf Reuters und in den Zeitschriften PHOTON, PHOTON International und Öko-Invest sowie auf den Webseiten www.photon.de, und www.photon-magazine.com veröffentlicht. Als Vergleichswert dient der Amex Oil Index, der 13 große Öltitel enthält. Nach einem schwachen Start 2001/02 hat der PPVX inzwischen den Ölindex mit großem Abstand hinter sich gelassen.

Quelle: oak media GmbH / pressbot.net

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11.06.2007 - 7:38 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1891 X