Gütesiegel für erstes Freiwilliges Ökologisches Jahr in Afrika
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Sich als noch junges Projekt auf den Prüfstand zu stellen, erfordert Mut und Vertrauen
in die eigene Arbeit. Umso größer die Freude, wenn dann die Bestätigung folgt: die
Verleihung des Gütesiegels für das Projekt ;Freiwilliges Ökologisches Jahr in Tansania
; Völkerverständigung und Entwicklung durch gemeinsame Arbeit Jugendlicher
für Klimaschutz und erneuerbare Energien; für die Deutsch-Tansanische Partnerschaft
e.V. (DTP) aus Hamburg durch QUIFD, Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten.
Mit dem Angebot an Jugendliche, sich für die Nutzung der erneuerbaren Energien in
Tansania einzusetzen, schlug die DTP 2004 einen neuen Weg in der Freiwilligenarbeit ein.
;Heute stehen Klimaschutz und Afrika ganz oben auf der Agenda, doch als wir starteten,
waren wir noch ziemliche Exoten;, so die DTP-Gründerin und Projektinitiatorin Andrea
Karsten. Es ging uns einfach darum, Jugendliche hier und Tansania gemeinsam in die
Gestaltung ihrer eigenen Energiezukunft einbinden zu können. Dies wollten wir gern in
einem Land zu tun, in dem die solare Energieversorgung so sinnvoll und nützlich ist, wie
man es sich hier kaum vorstellen kann.
2000 gingen die ersten zwei Freiwilligen nach Tansania und bauten zusammen mit tansanischen
Schülern und Schülerinnen Solarlampen. Die damals in Sansibar noch gänzlich unbekannte
Nutzung der Sonne für Licht sprach sich wie ein Lauffeuer herum.
Die Jugendlichen selbst machten der DTP sehr schnell klar, welche Chancen sich eröffnen,
wenn sie durch ihre Zusammenarbeit zeigen, dass sie wichtige Dinge bewegen können. Es
gehörte Mut und viel Eigeninitiative dazu, diese Aufgabe zu bewältigen. Aber die Bereitschaft
wuchs und es bewarben sich immer mehr Jugendliche bei der DTP.
Auf der Basis eines neuen Gesetzes für internationale Freiwilligendienste entwickelte die
DTP 2002 Ideen für ein Tansania weites Projekt und schloss sich mit der Tanzania Solar
Energy Association TASEA in Dar es Salaam und dem FÖJ Schleswig-Holstein zusammen,um die notwendigen Voraussetzungen für die inhaltliche Durchführung des neuen Projektes
zu schaffen.
Auch wenn die Finanzierung der Arbeit immer noch zu 70 % auf Spendenbasis erfolgen
muss, weil die Gesetzgeber vergessen hatten, ihre Vorgaben mit einer entsprechenden
Förderung zu versehen, fanden sich immer mehr Menschen, die mithalfen.
Als es an die ersten Tansania weiten Projektschritte ging, kam mit Tanja Neubüser 2004
eine Bildungsreferentin hinzu, die ein abgestimmtes und angepasstes umfangreiches Seminar
und- Sprachprogramm entwickelte. ;Einführungs- Vorbereitungs-, Zwischen ; und
Rückkehrseminare sind die wichtigsten Bausteine für das Gelingen der Arbeit; so Andrea
Karsten. Es ist absolut notwendig, die Jugendlichen vor ihrer Abreise so zu informieren und
anzulernen, dass sie sich möglichst sicher fühlen bei dem Schritt in die große Ferne und
Fremde. Sie zu begleiten und nach ihrer Rückkehr in die weiterführenden Arbeiten
einzubinden, dieses alles ist ebenfalls Anliegen der DTP.
Eine ideale Partnerin gibt es auch in Tansania. Die Koordinatorin Olivia Lyimo, die von
TASEA aus die Aufenthaltsgenehmigungen besorgt, finanzielle Dinge regelt und den Kontakt
zu den Freiwilligen in ihren Einsatzstellen hält.
Die Freiwilligen selbst empfinden sich eher als Lernende denn als Helfende. Und doch
bedeutet ihre Mitarbeit einen wirklichen Motivationsschub für die Nutzung der solaren Energien,
der in Tansania bereits deutlich spürbar geworden ist. Auch das Netzwerk, das sie
untereinander bilden, trägt zur schnelleren Wissensvermittlung bei.
Nicht nur in Deutschland sprach sich dieses Jugendprojekt schnell herum. Die Bewerbungen
übertreffen die Plätze bei weitem. Auch in Tansania wächst die Zahl der Einrichtungen, die
an einer Mitarbeit der Jugendlichen interessiert sind.
Zur Zeit arbeiten fünfzehn deutsche Jugendliche und ein Tansanier in 8 Einsatzstellen Tansania
weit in Schulen, Berufsschulen, NGOs und Firmen. Sie helfen und lernen Solaranlagen
zu installieren, Biogasanlagen, Windräder, Solarmodule und energiesparende Öfen zu
bauen, bringen Baumpflanzprojekte voran und arbeiten mit bei Workshops und Konferenzen
sowie bei kleinen Forschungsaufgaben.
Ab 2008 soll die Zahl der Plätze für Freiwillige weiter wachsen.
Das neue Gütesiegel ist nicht nur eine schöne Anerkennung der bisherigen Arbeit. Es
fordert auch dazu heraus, die Qualität der Trägerschaft immer wieder neu sicher zu stellen.
Auszeichnungen:
Deutscher Solarpreis 2003
Eine Welt Förderpreis 2004
IZT-Zukunftspreis 2006 für engagierte Umsetzung der Milleniumsziele
National Energy Globe for Tanzania 2006
Kontakt: Jan-Moritz Adam, presse
d-t-p-ev.de oder Tel: 040-6047717
Informationen: www.d-t-p-ev.de
Quelle: oak media GmbH / pressbot.net
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28.06.2007 - 9:43 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 971 X