Aktiv für den Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer
(pur). Freizeitsegler werden zu Naturschützern. Das ist die Vision des Global Nature Fund und seiner spanischen Partnerorganisation, die gemeinsam im offiziellen "UN-Jahr des Delfins 2007" ein Projekt zum Schutz von Walen und Delfinen vor der Küste Spaniens ins Leben gerufen haben.
Der Global Nature Fund begrüßt die Entscheidung der internationalen Walfangkommission, die das Verbot des kommerziellen Walfangs bestätigt hat. Zum internationalen Tag der Umwelt weist der Global Nature Fund jedoch auf die zahlreichen Gefahren hin, welche die insgesamt sieben Wal- und vier Delfinarten im Mittelmeer bedrohen. Verschmutzung und Überfischung, starker Schiffsverkehr, militärische Schallexperimente und Freizeitaktivitäten in Küstennähe machen Delfinen und Walen im Mittelmeer das Leben schwer.
Die Meeressäuger finden immer schlechter Nahrung, da die Fischgründe zerstört und überfischt werden. Zudem verfangen sie sich beim industriellen Fischfang in den Netzen und sterben qualvoll. Die zunehmende Lärmbelastung durch Schnellboote und militärische Übungen der NATO macht die Tiere orientierungslos und lässt sie oft genug an den Küsten der Balearischen Inseln stranden. Auch werden Delfine schon mal illegal von Fischern getötet, wenn sie sich den traditionellen Stellnetzen nähern. Der zunehmende Schiffsverkehr im Mittelmeer gefährdet vor allem in der engen Straße von Gibraltar Wale und Delfine und immer wieder kommt es zu Kollisionen. Auf Druck der Naturschützer wurde jetzt endlich ein Tempolimit für die Straße von Gibraltar eingeführt.
Mit den Projektpartnern GOB (Grup Balear d´Ornitologia i Defensa de la Naturalesa) und Deutsche Umwelthilfe startet der Global Nature Fund im offiziellen "UN-Jahr des Delfins 2007" eine Kampagne zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer. Das Segelrevier um die Balearischen Inseln ist dabei erstes Projektgebiet. Mit Hilfe von dafür ausgebildeten Yachtbesitzern und Seglern werden Daten über Wale und Delfine gesammelt und ausgewertet. Aus dieser Erhebung wird ein Schutzkonzept erarbeitet, das als Grundlage für neue Meeresschutzgebiete dienen soll. Das ACCOBAMS Abkommen (Agreement on the Conservation of Cetaceans in the Black Sea, Mediterranean Sea and contiguous Atlantic Area) dient hierbei als völkerrechtlich wirksames Instrument. Der balearische Umweltverband GOB erreichte vor 10 Jahren die Ausweisung des ersten Meeresnationalparks Spaniens in Cabrera, der heute für das ganze Mittelmeer vorbildlich ist.
Die Entwicklung alternativer, umweltverträglicher Fischereimethoden ist ebenso Teil des Projekts wie die Erhaltung der Posidonia-Unterwasserwiesen, die Fischen als Kinderstube dienen. Die fortschreitende Verschmutzung des Mittelmeers durch illegale Müllentsorgung und Abwassereinleitungen, die Zerstörung wertvoller Küstenlebensräume durch neue Hotels und Ferienanlagen und der Ausbau von Sporthäfen muss gestoppt werden. Das Schutzprojekt wird bei Erfolg langfristig auch auf das östliche Mittelmeer und die Kanarischen Inseln ausgeweitet.
Das Living Lakes-Netzwerk setzt sich für einen nachhaltigen Natur- und Artenschutz ein und wird dabei von weltweit tätigen Unternehmen wie Unilever, DaimlerChrysler, Lufthansa, T-Mobile, Ziemann und Sika unterstützt.
14.07.2007 - 17:04 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 262 X
Vorherige Artikel
Raubbau zerstört Regenwald und Lebensräume
(pur). Mehrere Millionen Hektar Regenwald wurden in Indonesien und Malaysia bereits für Palmöl-Plantagen vernichtet. Weil Palmöl bei uns immer häufiger auch zur Energiegewinnung ge
Lesetipp: Seen-Broschüre erschienen
(pur). Im Rahmen des Projekts Living Lakes Osteuropa - Deutschland hat der Global Nature Fund eine Broschüre herausgegeben, die detaillierte Beschreibungen der beteiligten Seenregionen enthä
Für eine zukunftsfähige Bildung - Finnisch-deutscher Erfahrungsaustausch
(pur). Nach den PISA-Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit der nationalen Schulsysteme ist das Interesse in Deutschland für die Bildungssysteme anderer Staaten deutlich gestiegen. Warum nur
Nächste Artikel
Zwei auf einen Streich
Kombination aus Regenwassernutzung und PelletanlageDraußen pfeift der Wind ums Haus, die Schneeflocken tanzen und drinnen brennt und prasselt gemütlich das Kaminfeuer. Winteridylle pur, die gestört wi
ETLog Health untersucht Abfallsituation in Nepal
Berlin/Kathmandu. Nepal ist eines der ärmsten Länder dieser Welt. Die Gesundheitsversorgung hat sich in 11 Jahren Bürgerkrieg weiter verschlechtert. Die ETLog Health GmbH wurde der Deutsche Gesellscha
Wachstumsmarkt Bioenergie - Seminar in Mirow
Informationsveranstaltung zum Thema Weiterbildung erneuerbare Energien / Fortbildungslehrgang "Energiewirt" am Freitag den 13.07.2007 erfolgreich umgesetzt.Wachsen mit den Rohstoffen auch di
Schmack Biogas plant Bau einer 4 MW-Biogas-Anlage zur Gaseinspeisung
Gemeinsame Investition mit E.ON Ruhrgas und E.ON BayernSchwandorf, 13.07.2007. Die Schmack Biogas AG plant gemeinsam mit E.ON Ruhrgas und E.ON Bayern den Bau der bislang europaweit größten Biogasanlag
Gute Energieberater/In gesucht?
Güteanerkennung bringt Licht ins Dunkel Mit den drastisch gestiegenen Energiekosten und den Verwirrungen zum kommenden Energieausweis ist die Nachfrage bezüglich guter Energieberatung enorm gestiegen