Fuenf Millionen fuer den suedlichen Schwarzwald
Trittin: Naturschutz sichert Einkommen und Arbeit
Berlin, 15.September 2005 - Bundesumweltminister Juergen Trittin hat heute gruenes Licht fuer die zweite Phase des Naturschutzgrossprojektes "Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental" in Baden-Wuerttemberg gegeben. Mit diesem Projekt wird ein markanter Ausschnitt der Mittelgebirgslandschaft des Suedschwarzwaldes mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt dauerhaft gesichert. "Wir zeigen gleichzeitig, wie der Naturschutz den Menschen helfen kann, Einkommen und Arbeit zu finden", sagte Trittin.
Das Kerngebiet umfasst eine Flaeche von mehr als 10.000 Hektar mit einer Vielfalt unterschiedlicher Lebensraeume. Sie beherbergen eine Vielzahl seltener und gefaehrdeter Pflanzenarten wie Arnika und Katzenpfoetchen oder Vogelarten wie Bergpieper, Zippammer, Dreizehenspecht, Sperlingskauz, Auer- und Haselhuhn. Als Traeger fuer das Projekt haben sich unter anderem drei Landkreise und fuenfzehn Gemeinden zum Zweckverband Naturschutzgrossprojekt "Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental" zusammengeschlossen. "Das Projekt ist fest in der Region verankert. Das grosse Engagement und die zielstrebige Arbeit des Zweckverbandes erfaehrt auch vor Ort hohe Akzeptanz", betonte Trittin.
In der gerade abgeschlossenen ersten Phase des Projektes wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan fuer das Gebiet erstellt. Dieser soll nun in der zweiten Projektphase bis zum Jahre 2012 umgesetzt werden. Es ist unter anderem geplant, noch offene, bewirtschaftete Flaechen naturvertraeglich zu nutzen und zu pflegen, den Anteil naturnaher Waelder zu erhoehen und die Besucherstroeme so zu lenken, dass sie der Natur moeglichst wenig schaden. Die Kosten fuer die bevorstehenden Massnahmen sind mit rund 5 Millionen Euro veranschlagt, von denen das Bundesumweltministerium rund zwei Drittel uebernimmt. Knapp 500.000 Euro hat das BMU bereits in der ersten Projektphase zur Verfuegung gestellt.
Mit dem Foerderprogramm fuer Naturschutzgrossprojekte unterstuetzt der Bund die Bundeslaender mit dem Ziel, grossflaechige, gesamtstaatlich repraesentative und besonders wertvolle Lebensraeume fuer bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Die Flaeche aller 63 seit 1979 laufenden und bereits abgeschlossenen Foerderprojekte betraegt ueber 200.000 Hektar, fuer die insgesamt ueber 300 Millionen Euro aus Bundesmitteln bereitgestellt wurden.
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Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) / pressrelations.de
15.09.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 127 X