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Minister Methling: Entsorgung für Hausmüll gewährleistet




29.09.05 - Auf dem 8. Dialog Abfallwirtschaft hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute in Rostock über die Situation der Abfallentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern nach dem 1. Juni 2005 informiert.

"Die Entsorgung des Hausmülls ist in Mecklenburg-Vorpommern auch nach dem magischen Datum vollständig gewährleistet. Die mechanisch-biologischen Behandlungsanlagen in Rosenow, Rostock und Stralsund sowie die Verbrennungsanlage in Ludwigslust haben ihren Betrieb pünktlich zum 1. Juni 2005 aufgenommen. Lediglich die Restabfallbehandlungsanlage auf dem Ihlenberg wird – verursacht durch das zögerliche Handeln einiger Weniger – frühestens im kommenden Jahr in Betrieb gehen können. Dennoch ist auch für den westlichen Teil des Landes die Abfallentsorgung gesichert. Durch die landeseigene Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft (IAG) wurde ordnungsgemäß ein unbedingt notwendiges Zwischenlager eingerichtet. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende Maßnahme und das Zwischenlager wird nicht zu einer Deponie umfunktioniert. Derartige Befürchtungen einiger Bürger sind unbegründet", sagte der Minister vor den Tagungsteilnehmern.

Der im Abfallwirtschaftsplan formulierte Grundsatz, wonach die Entsorgung in Mecklenburg-Vorpommern zu gewährleisten und die Wertschöpfung im Lande zu belassen sind, sei umgesetzt worden. Bisher gäbe es keinen Antrag eines öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers auf eine Ausnahmeregelung. Lediglich die nach der Abfallbehandlung anfallende heizwertreiche Fraktion müsse in benachbarte Bundesländer verbracht werden, da eigene Anlagen im Land noch fehlen. Entsprechende Investitionen seien jedoch an den Standorten Stavenhagen und Hagenow vorgesehen.

Umweltminister Methling sprach sich für eine "nachhaltige Abfallwirtschaft aus, die eine dauerhafte Sicherung ökologischer Standards und den Schutz natürlicher Ressourcen gewährleistet. Die Abfallwirtschaft muss so organisiert werden, dass sie ihre Umweltziele mit gesamtwirtschaftlich vertretbaren Kosten und sozial verträglich erreicht. Eine erfolgversprechende Möglichkeit ist eine integrierte Produktpolitik, um so den Abfallanfall zu verringern und das Recycling zu sichern. Die Produktverantwortung der Hersteller und Vertreiber ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft."

Minister Methling informierte darüber, dass ca. 80 Prozent aller Haushalte in M-V ihren Müll getrennt sammeln. Die getrennte Hausmüllerfassung sollte beibehalten werden, auch um der Wegwerfmentalität zu begegnen. "Ich habe ernsthafte Bedenken gegenüber laufenden Modellversuchen "alles in eine Tonne". Ich bin der Auffassung, dass es zur Mülltrennung der Haushalte derzeit noch keine Alternative gibt. Ich bin zwar offen für innovative Vorschläge, sehe aber zur Zeit wichtigere Probleme, die gelöst werden müssen."

Abschließend führte der Minister aus: "Umweltschutz und eine hoch entwickelte Abfallwirtschaft schaffen Arbeitsplätze und dienen einer nachhaltigen Entwicklung, die nicht nur uns allen, sondern auch künftigen Generationen zum Vorteil gereichen wird."

Der 8. Dialog Abfallwirtschaft wird veranstaltet vom Institut für Umweltingenieurwesen der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock und des Verbandes für Abbruch und umweltgerechte Entsorgung in M-V.

 

Umweltministerium Mecklenburg VorpommernV.i.S.d.P.: Ilona Stadler Schloßstraße 6 – 819053 SchwerinTelefon: (0385) 588-8003Telefax: (0385) 588-8990



Quelle: UMWELTMINISTERIUM MECKLENBURG-VORPOMMERN / pressrelations.de

29.09.2005 - 10:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 240 X