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Umweltminister Methling: 100 Prozent - erneuerbare Energien ab 2050 möglich




Sperrfrist: Samstag, 11. Juni 2005, 9.00 Uhr!

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling hat heute (Samstag, 11.6.2005) in Wietow (Landkreis Nordwestmecklenburg) im Rahmen der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RSL), dem Regionalbüro M-V der RSL und der Solar Initiative Mecklenburg-Vorpommern e. V. organisierten Sommerschule zu erneuerbaren Energien eine Rede über die gegenwärtige und künftige Nutzung erneuerbarer Energien in M-V gehalten.

Darin heißt es unter anderem: "Schon jetzt ist unser Beitrag zum Klimaschutz durch die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien sowohl am Verbrauch als auch bei der Produktion eine wirkliche Erfolgsgeschichte. So stieg der Anteil am Verbrauch von 3,6 % im Jahr 1997 auf rund 22 % im Jahr 2003 und der Anteil an der Nettostromerzeugung im gleichen Zeitraum von 5,9 % auf 26,2 %. Bis zum Jahr 2050 könnte sich Mecklenburg-Vorpommern sogar zu 100 Prozent aus regenerativen Energien versorgen. Dies ist zwar noch eine Vision, aber eine durchaus realistische, denn unser Land verfügt über genügend Potenziale", so der Minister. Als Beispiele nannte er die ausgezeichneten Windverhältnisse sowie die 1.600 bis 1.800 Sonnenstunden pro Jahr, die M-V zu einem der sonnenreichsten Standorte in Deutschland machen. Als Flächenland verfüge M-V auch über hervorragende Möglichkeiten zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe. "Die energetische, aber auch stoffliche Nutzung der Biomasse kann zu einem besonderen Schwerpunkt für Mecklenburg-Vorpommern werden. Neben den dafür notwendigen technischen Innovationen ergeben sich auch erhebliche Beschäftigungspotenziale für die Land- und Forstwirtschaft. Und nicht zu vergessen sind die Möglichkeiten des ökologischen Bauens. Die Einmaligkeit touristischer Regionen kann dadurch aufgewertet werden und der Anspruch auf eine nachhaltige Entwicklung unmittelbar dokumentiert werden.

Zusammenfassend stellte der Minister fest: "Die naturräumliche Ausstattung und die Siedlungsstrukturen, die Verbindung zwischen Naturschutz und Tourismus und der damit verbundene Anspruch an einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen erfordern geradezu eine komplexe Strategie für erneuerbare Energien und ökologisches Bauen. Dezentrale Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien ist eine Chance für regionale Wertschöpfung, für Innovation, für neue Produkte und Verfahren. Ich betone es noch einmal: All das wird sich allerdings nicht kurzfristig einstellen und bedarf einer Untersetzung in allen gesellschaftlichen Ebenen. Ressortdenken und interessenfixierter Lobbyismus müssen aufgebrochen werden."

Die dreitägige Konferenz zum Thema "Sonne, Wasser, Wind und Biomasse oder Kohle, Gas und Erdöl?" findet vom 10. bis 12. Juni 2005 in Wietow statt. Erwartet wird auch der Träger des Alternativen Nobelpreises 1999, Dr. Hermann Scheer, MdB, Präsident von Eurosolar und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien, der unter anderem sein neues Buch "Energie-Autonomie. Der Durchbruch zu Erneuerbaren Energien" vorstellen wird.



Schloßstraße 6 819053 SchwerinTelefon: (0385) 588-8003Telefax: (0385) 588-8990E-Mail: pressestelleum.mv-regierung.de V.i.S.d.P.: Ilona Stadler

10.06.2005 - 16:06 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 1785 X