Vorsorgemaßnamen gegen Vogelgrippe gezielt umsetzen
Sonnleitner fordert verstärkte Grenzkontrollen
Berlin, den 11.10.2005 - Nach den jüngsten Verdachtsfällen von Vogelgrippe in der Türkei und Rumänien forderte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, die Vorsorgemaßnahmen gegen die Vogelgrippe gezielt umzusetzen und insbesondere Schutzmaßnahmen an Flughäfen und Grenzstationen zu verstärken. Neben der Übertragung durch Zugvögel stelle der internationale Handel mit Geflügel eine Gefahrenquelle dar. Ebenso müssten Reisende stärker als bisher auf die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert werden.
Sonnleitner verwies darauf, dass bei den Erkrankungsfällen in der Türkei der endgültige Virusnachweis vom europäischen Referenzlabor in Großbritannien noch ausstehe. Im Falle der verendeten Gänse in Rumänien habe sich der Verdacht, dass es sich um den auch für den Menschen gefährlichen Virus H5N1 handle, laut Referenzlabor nicht bestätigt. Der DBV-Fachausschuss "Geflügel" wird gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft über die erforderlichen Maßnahmen am morgigen Mittwoch beraten. Ebenso bringt der DBV seine Expertise auch in den morgigen von der Bundesregierung einberufenen nationalen Krisenstab von Bund und Ländern ein. Sollten sich die Verdachtsfälle bestätigen, betonte Sonnleitner, komme auch eine umgehende und umfassende Stallpflicht für Geflügel in Betracht. Eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung liege bereits in der Schublade und könne bei einem positiven Befund jederzeit bundesweit in Kraft treten. Derzeit seien nur in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen die Geflügelbestände auf freiwilliger Basis aufgestallt. Diese Bundesländer lägen an den Hauptrouten der Zugvögel und hätten die umfangreichsten Geflügelbestände in Deutschland.
Nach dem Vogelgrippe-Alarm hat die EU-Kommission ihrerseits die schon geltenden Handelsbeschränkungen für Geflügel und Geflügelprodukte aus der Türkei um lebende Vögel und unbehandelte Federn erweitert. Die Mitgliedstaaten müssen diese Maßnahmen umgehend umsetzen.
Autor: Deutscher Bauernverband Rückfragen an: DBV-Pressestelle Adresse: Claire-Waldoff-Straße 7; 10117 Berlin Telefon: 030 31904-239 Fax: 030 31904-431 Copyright: DBV
Quelle: DEUTSCHER BAUERNVERBAND (DBV) / pressrelations.de
11.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 103 X
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