Humanitäre Hilfe der Bundesregierung für Erdbebenopfer in Südasien nochmals verstärkt
Dienstag 11.10.05 - Angesichts der dramatischen Lage nach dem schweren Erdbeben im nördlichen Pakistan und in der indisch-pakistanischen Grenzregion hat die Bundesregierung die Soforthilfemaßnahmen für die Opfer in der Katastrophenregion nochmals verstärkt. Bereits am Sonntag (9.10.) hatte Bundesaußenminister Joschka Fischer 1 Mio. EUR für Humanitäre Hilfsmaßnahmen bereitgestellt und weitere Unterstützung angekündigt. Über 80 deutsche Helfer befinden sich bereits in der Region.
- Ein 15-köpfiges THW-Ortungs- und Bergungsteam ist bereits in der besonders schwer betroffenen Region Muzafarrabad im Einsatz. Derzeit wird im Auftrag des Auswärtigen Amts ein Einsatz zur Wasseraufbereitung vorbereitet. Hierzu ist ein weiteres Team des THW in das pakistanische Katastrophengebiet unterwegs. Über Einzelheiten zu diesem Einsatz hat das BMI heute (11.10.) bereits in einer Pressemitteilung unterrichtet. Der Einsatz des THW wird aus Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert.
- Das Deutsche Rote Kreuz wird kurzfristig auf Anforderung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ein Feldkrankenhaus nach Kaschmir entsenden. Hierzu hat das Auswärtige Amt aus Mitteln der Humanitären Hilfe zunächst 300.000 EUR zur Verfügung gestellt. Vor Ort werden weitere Hilfsgüter (Decken, Küchengerät u.ä.) beschafft, für die das Auswärtige Amt 100.000 EUR bereitgestellt hat.
- Das Auswärtige Amt hat gestern (10.10.) dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) 250.000 Euro für Nothilfe in den Bereichen Wasserversorgung, Ernährung und Gesundheit zur Verfügung gestellt. Für heute wird die Veröffentlichung des koordinierten Hilfsaufrufs der Vereinten Nationen erwartet.
- Die Bundesregierung trägt zudem über 20% der Mittel, die die Europäische Union für erste Soforthilfe zugesagt hat (3,6 Mio. Euro).
- Gestern (10.10.) wurden von der Bundeswehr vier Transportflüge aus Kabul nach Islamabad durchgeführt, mit denen Kräfte des Deutschen Einsatzkontingents ISAF (drei Ärzteteams, Rettungssanitäter und Unterstützungskräfte, zusammen über 50 Soldaten) sowie dringend benötigtes Sanitätsmaterial, Zelte, Feldbetten und Decken nach Pakistan transportiert wurden. Über Einzelheiten hatte das Bundesministerium der Verteidigung bereits unmittelbar informiert. Heute sind auch die beiden CH-53 Transporthubschrauber der Bundeswehr aus dem ISAF-Einsatz Kabul nach Islamabad verlegt worden und werden bei der Verteilung der Hilfsgüter und zum Transport von Hilfskräften eingesetzt.
- Die deutsche Botschaft in Islamabad, der unmittelbar nach dem Erdbeben 50.000 EUR für Soforthilfe bereitgestellt worden waren, unterstützt in Zusammenarbeit mit deutschen und lokalen Partnern einzelne Nothilfeprojekte.
- Weitere Hilfsmaßnahmen mit deutschen humanitären Organisationen sind in Vorbereitung und werden vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt.
- Nach wie vor liegen keine Erkenntnisse über deutsche Opfer des Erdbebens vor.
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Quelle: AUSWÄRTIGES AMT / pressrelations.de
11.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 229 X