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Schily: Rettung einer Frau in Pakistan macht Mut für den Einsatz der THW-Helfer




Berlin, 12. Oktober 2005 - Das THW-Team in Pakistan hat vier Tage nach dem Erdbeben in Pakistan einer Frau lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Muzaffarabad gerettet. Die ehrenamtlichen Helfer der Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland (SEEBA) fanden das Opfer am Mittwochmorgen in der stark zerstörten pakistanischen Stadt. Die Frau, die keine sichtbaren Verletzungen hat, wird von Ärzten der Bundeswehr versorgt.

Bundesinnenminister Otto Schily: "Die Chance, lebende Personen zu finden, sinkt von Stunde zu Stunde. Umso größer ist meine Freude darüber, dass das THW-Team die junge Frau lebend retten konnte. Die Auslandseinsätze des THW beweisen das hohe Engagement und die Leistungsfähigkeit der überwiegend ehrenamtlichen Helfer."

In den betroffenen Gebieten in Pakistan sind mittlerweile 28 THW-Helfer der SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland) und der SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasserversorgung-Ausland) eingesetzt. In der SEEBA sind Bergungs-, Rettungs- und Ortungsspezialisten des THW zusammengefasst und speziell für Auslandseinsätze ausgebildet. Ausgerüstet mit modernster Ortungstechnik können die THW-Spezialisten innerhalb kürzester Zeit Verschüttete orten und retten, etwa nach einem Erdbeben. Die Erdbebenspezialisten sind darüber hinaus in der Lage, Behörden vor Ort bei der Koordination des Einsatzes zu unterstützen.

Das THW ist die Katastrophenschutz- und Einsatzorganisation des Bundes. Mit seinen hoch spezialisierten Einheiten ist das THW den Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr bestens gewachsen. In seiner Struktur ist das THW weltweit einmalig. Als Katastrophenschutzorganisation getragen von ehrenamtlichem Engagement ist diese Behörde Partner für Menschen in Not. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit über 77.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 665 THW-Ortsverbänden zum Wohle der Mitmenschen. Dabei gewährleistet die enge Verzahnung mit der Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen, der Polizei sowie der Bundespolizei einen maximalen Schutz der Bürgerinnen und Bürger. In jedem der 66 THW-Geschäftsführerbereiche – verteilt auf acht Landes- beziehungsweise Länderverbände – ergänzen sich die Komponenten der Ortsverbände so, dass das gesamte Einsatzspektrum des THW im ganzen Bundesgebiet verfügbar ist und seine Spezialisten immer dort sind, wo es notwendig ist.

Als Instrument des Bundes wird das THW genutzt, um auch im Ausland schnell, zuverlässig und effektiv Hilfe zu leisten. Das Leistungsspektrum des THW reicht dabei von der akuten Nothilfe bis zum langfristigen, partnerschaftlichen Engagement beim Wiederaufbau. Mit so genannten "Schnell-Einsatz-Einheiten" trägt das THW im Katastrophenfall, wie zuletzt nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien dem Zeitfaktor Rechnung. Als Regierungsorganisation bietet das THW seinen Auftraggebern – darunter die Vereinten Nationen, die Europäische Union sowie Regierungen anderer Nationen – zudem die Sicherheit einer zuverlässigen und kompetenten Umsetzung von Projekten.

 

Verantwortlich: Rainer Lingenthal

Redaktion: Gabriele Hermani, Christian-Günther Sachs, Isabel Schmitt-Falckenberg, Anette Lena Stephan, Dr. Ingrid von Stumm, Annette Ziesig

Pressereferat im Bundesministerium des Innern, Alt-Moabit 101 D, 10559 BerlinE-Mail: pressebmi.bund.de www.bmi.bund.de , Telefon: 01888/681-1022/1023, Fax: + 49 1888/681-1083/1084



Quelle: BUNDESMINISTERIUM DES INNERN (BMI) / pressrelations.de

12.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 92 X