Umweltminister Methling: Renaturierung der Lebensader Schilde erfordert Zusammenarbeit
13.10.05 - "Staatliche Verwaltungen können die an ein Biosphärenreservat gestellten Anforderungen nicht allein leisten. Es ist vielmehr ihre Aufgabe, Akteure und Interessenvertreter der Region für diese Aufgabe zu gewinnen, Partnerschaften zu knüpfen und gemeinsam Projekte zu initiieren und umzusetzen", sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute (13. Oktober 2005) in Karft (Landkreis Ludwigslust) auf einer Informationsveranstaltung zum Projekt "Lebensader Schilde". Die Schilde im Bereich des Biosphärenreservates Schaalsee sei aufgrund der Biotopverbundfunktion und Artenausstattung von internationaler und nationaler Bedeutung und deshalb als FFH-Gebiet an die EU gemeldet worden. Der Zustand des Fließgewässers lasse auf Grund intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzung und der Verbauung jedoch stark zu wünschen übrig. Um die europäischen Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie der FFH-Richtlinie erfüllen zu können, sei eine Sanierung und Renaturierung der Schilde dringend notwendig, damit aus ihr wieder ein typisches Niedermoorfließgewässer wird.
"Dies ist jedoch nur in einem umfassenden, integrativen Großprojekt möglich, denn es müssen unter anderem der Gewässerlauf neu profiliert, Gewässerrandstreifen eingerichtet und Fischaufstiegsanlagen errichtet werden. Dem Biosphärenreservat ist es gelungen, zahlreiche Partner dafür zu gewinnen. So hat die Landwirtschaftsverwaltung durch die Anordnung des Bodenordnungsverfahrens Schilde ein Instrument geschaffen, um über Flächenkauf und -tausch die Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahmen herzustellen. Neben der Gemeinde Wittendörp mit dem Amt Wittenburg, dem Zweckverband "Schaalsee-Landschaft", der Wasserbehörde des Landkreises Ludwigslust und dem Wasser- und Bodenverband Boize-Sude-Schaale als öffentlichen Trägern der Maßnahmen ist es auch dem privaten Engagement von Einzelpersonen und Stiftungen zu verdanken, dass das Projekt "Lebensader Schilde" erfolgreich umgesetzt werden kann. Dieser kooperative Ansatz hat nicht nur den Vorteil, dass aus verschiedenen Töpfen die Maßnahmen finanziert werden können, sondern er trägt auch zur Identifizierung mit den Maßnahmen und damit zur Akzeptanzsteigerung bei", führte Umweltminister Methling aus.
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Quelle: UMWELTMINISTERIUM MECKLENBURG-VORPOMMERN / pressrelations.de
13.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 350 X