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Lebensraum Weinberg


- Vom Aussterben bedrohte Zauneidechse liebt Trockenmauern

Dresden, 20.10.05 - Auf Sachsens Weinbergen fühlt sich die Zauneidechse (Lacerta agilis L.) sichtlich wohl. Die Weinhänge bieten dieser gefährdeten Tierart mit ihren Trockenmauern, Verstecken und sonnigen Südlagen einen idealen Lebensraum. Zauneidechsen legen ihre Eier in die sandigen Böden am Hangfuß der Weinberge und überwintern im Schutz der Trockenmauern. Jedoch ist ihre Zahl in Sachsen rückläufig. Außerhalb der Weinberge ist die Zauneidechse bereits fast völlig verschwunden. Derzeit kann man sie noch an sonnigen Wegrändern, Böschungen und Dämmen zum Beispiel entlang der Elbe beobachten.

Die Trockenmauern der sächsischen Weinberge sind Teil unserer wertvollen Kulturlandschaft. Der Freistaat unterstützt die aufwendigen Sanierungen der traditionellen Mauern. Bisher wurden dafür Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro aufgewendet. So konnten in den letzten fünf Jahren über 9.000 Quadratmeter erhalten werden. Ziel der Zuschüsse ist es, die sächsische Kulturlandschaft zu erhalten und gleichzeitig die Wirtschaftskraft der Winzer zu stärken. Denn nur duch die Landschaftspflege der Winzer können gefährdete Arten wie die Zauneidechse auf den sächsischen Weinbergen überleben.

Zauneidechsen können bis zu 27 Zentimeter lang werden. Sie haben einen abgeflachten Körper und kurze Beine. In der Regel sind sie braun gefärbt, zur Paarungszeit zeigen die Männchen eine besonders intensive grüne Färbung. Zu erkennen ist die scheue Echse auch an den großen weißen, dunkel umrandeten Augenflecken an den Flanken. Sie ernähren sich von kleineren Tieren, insbesondere von Würmern, Insekten und Spinnen. Zauneidechsen können bis zu 12 Jahre alt werden.

 

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Quelle: SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT / pressrelations.de

20.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 343 X