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Internationaler Umweltschutz - Bundesumweltministerium unterstützt Lettland auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz




Berlin, 20. Oktober 2005 - Ein weiteres Projekt in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Lettland auf dem Gebiet des Umweltschutzes wurde heute auf den Weg gebracht: die Erneuerung der Waermeversorgung der Stadt Jelgava, der viertgroessten Stadt Lettlands. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesumweltministeriums unterzeichneten heute in Riga die Vertraege. Die KfW-Bankengruppe wird dem lettischen Waermeversorgungsunternehmen, der SIA Jelgavas Kogeneratia, ein Umweltdarlehen von 6,2 Millionen Euro zur Verfuegung stellen. Die Foerderung aus Bundesmitteln besteht aus Zins- und Investitionszuschuessen in Hoehe von fast 1,2 Millionen Euro.

Das Fernwaermesystem Jelgavas versorgt zwei Drittel der Bewohner. Das Rohrsystem wird teilweise erneuert, alte Kesselanlagen werden durch moderne Kraft-Waerme-Kopplungsanlagen ersetzt. Das vermeidet 92 Prozent der Energieverluste allein bei der Waermeverteilung. Zusaetzlich wird bei der Waermeerzeugung Strom erzeugt, wodurch Kohlendioxid-Emissionen in konventionellen Kraftwerken vermieden werden.

Mindestens 600 Plattenbauwohnungen (etwa 13 Prozent aller mit Fernwaerme versorgten Wohnungen) erhalten Anlagen zur Waermeverbrauchserfassung. Dies gibt einen konkreten Anstoss zum sparsamen Umgang mit Waermeenergie. Im Projekt wird auch ein mit Fernwaerme versorgtes Plattenwohngebaeude durch Waermedaemmung energetisch saniert. Nach Erfahrungen mit anderen Projekten in Lettland kann damit etwa die Haelfte des Waermeverbrauchs eingespart werden. Dies wird zusammen mit der Einrichtung einer lokalen Energieberatungsstelle Signalwirkung fuer die weitere Sanierung des bisher unsanierten Gebaeudebestands in Jelgava haben.

Das Projekt hat positive grenzueberschreitende Umweltauswirkungen. Es wird erwartet, dass durch effizientere Waermeerzeugung und einen sparsamen Waermeverbrauch in Jelgava etwa 9.500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr weniger in die Luft geblasen werden. Die Demonstrationswirkung fuer ganz Lettland und vergleichbare neue EU-Laender duerfte einen viel hoeheren Nutzen fuer den Klimaschutz haben. Da das Problem der Klimaerwaermung weltweit ist, profitiert auch Deutschland von den in Lettland vermiedenen Emissionen.

 

Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 BerlinRedaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke StamerTel.: 01888/305-2010. Fax: 01888/305-2016email: pressebmu.bund.de internet: http://www.bmu.de/presse

 



Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) / pressrelations.de

21.10.2005 - 10:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 767 X